Bom Dia, Lisboa – Touriziele

Jede (größere) Stadt hat ihre Touristen-Magnete. Die Orte, die jeder Reiseführer und jedes Pinterest-Board vorschlägt und die man mit direkt mit dem Namen der Stadt verbindet. Und natürlich fahre ich dann auch mal vorbei, wenn ich schon da bin und schau mir das dann an. In Brüssel war ich am Atomium, in Trier bin ich an der Porta Nigra vorbeigelaufen und hab es für eine schäbige Mauer gehalten, in London am Big Ben.

Und in Lissabon? Die Stadt ist zum Beispiel berühmt für ihre alten, museumsreifen Straßenbahnen „Electrico“, am bekanntesten ist die Nummer 28, die eine kleine Stadtrundfahrt macht. Daher ist sie bei Touristen sehr beliebt, bei Taschendieben wohl allerdings ebenso. Wir sind tatsächlich auch einmal ein Stück mit ihr gefahren und dann noch ein zweites Mal mit einer anderen Linie. Das ist schon ein bisschen abenteuerlich und sehr erstaunlich, wie die Bahnen sich durch die kleinen und vor allem steilen Gassen quälen. Überraschenderweise schaffen sie das trotzdem immer.

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Mit dieser Tram kann man zum Beispiel bis zu einem der Miradouros fahren, die zahlreichen Aussichtspunkte mit Mini-Parks in Lissabon. Die Stadt ist auf mehrere Hügel gebaut, von oben hat man immer einen tollen Ausblick. Der höchstgelegende ist der Miradouro da Senhora do Monte, persönlich noch fast viel besser hat mir der Blick allerdings vom Miradouro da Graca gefallen. Hier hat man zum Beispiel einen super Blick auf das Castelo de Sao Jorge – direkt ein weiterer Touristenmagnet.

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Ein weiterer ganz anderer Miradouro ist übrigens die Aussichtsplattform vom Elevador de Santa Justa, einem Fahrstuhl, der zwei Stadtteile miteinander verbindet. Auch von dort hat man einen traumhaften Ausblick und ist dabei noch mitten in der Stadt. Ob man sich die Fahrt damit dann wirklich gönnt, sei jedem selbst überlassen. Das ist jetzt meiner Meinung nach nicht etwas, was man unbedingt erlebt haben muss.

Viel besser gefallen hat mir die Christo Rei-Statue auf der anderen Seite des Tejo, und einen tollen Ausblick gibt es da auch noch dazu. Wir sind mit dem Linienbus über die Hängebrücke, die „kleine Schwester der Golden Gate-Bridge“ gefahren, alleine dafür lohnt sich der Ausflug schon. Dann ein kleiner Spaziergang und schon ist man an der Statue. Nebenan ist ein Kloster, über Lautsprecher werden sakrale Gesänge verbreitet an der Statue selbst ist auch eine Kapelle, so richtig besinnlich ist das da aber alles nicht. Dafür laufen da viel zu viele Menschen herum. Und es gibt einen großen etwas gruseligen Souvenir-Shop, der einen mit Heiligenfiguren förmlich überflutet. Ein schöner Ort ist es trotzdem im Ganzen, absolut lohnenswert und beeindruckend.

cofZurück sind wir dann übrigens mit der Fähre gefahren und haben damit dann auch glaube ich jedes öffentliche Verkehrsmittel (außer Tuk Tuk) in Lissabon genutzt. Nach Belém sind wir mit einer Art Regionalexpress gefahren, ein Zug entlang des Tejo-Ufers, und natürlich haben wir da Pasteis del Nata gegessen. Davon aber demnächst mehr. In Belém haben wir uns nämlich auch noch ein paar Sehenswürdigkeiten angeschaut. Zunächst das für mich etwas fragwürdige Entdecker-Denkmal Padrao dos Descobrimentos.

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Von dort aus kann man wunderbar zur Brücke und zur Christo-Statue schauen. Rein von der Optik her ist das ein wirklich cooles und beeindruckendes Denkmal, es zeigt verschiedene portugiesische Entdecker, Könige, Seefahrer, Missionare und Naturwissenschaftler der Vergangenheit. Auf dem Boden davor eine Seerose und eine Weltkarte mit den ehemaligen portugiesischen Kolonien. Und da wird es dann ja etwas fragwürdig. Ein Denkmal für die eigene Kolonialgeschichte? Ist das wirklich etwas, worauf man so stolz sein sollte? Für mich bekommt sowas dann doch einen faden Beigeschmack, trotzdem kann man nicht leugnen, dass es ein imposantes Denkmal ist. Außerdem liegt es auf dem Weg zum Torre de Belém.

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Der einst als Leuchtturm gebaute Turm gehört zum Weltkulturerbe und ist wohl mit das bekannteste Wahrzeichen von Lissabon. Entsprechend lang war die Schlange, daher haben wir gerne auf eine Besichtigung verzichtet und stattdessen lieber davor auf einer Mauer die Sonne genossen. Das ist dann richtig Urlaubsgefühl, auch während einer Städtereise. Ein bisschen am Wasser sitzen ist ja immer gut, selbst wenn man sich den Platz mit anderen Touristen teilen muss.

Es gibt noch weitere sehr schöne Sehenswürdigkeiten und auch schöne eher unbekanntere Orte in Lissabon. Die LX Factory kann ich jedem ans Herz legen und natürlich auch die Markthalle. Am meisten fühlen kann man die Stadt aber außerhalb der Hotspots, wenn man sich einfach nur durch die Straßen treiben lässt. Und das kann man in Lissabon ziemlich gut. Zeig ich euch demnächst noch weiter, dann gibt es Kacheln und Streetart oder sogar beides.

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Bom Dia Lisboa!

Nach Riga 2016 und Kopenhagen 2017 stand sehr schnell fest: der jährliche Städtetrip im Jahr 2018 geht in wärmere Gefilde. Winterjacke und Mütze sollten dieses Mal Zuhause bleiben dürfen. Da wurde gar nicht lange überlegt: 2018 geht es nach Lissabon.

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Reisevorbereitung? Tipps von Freunden, Familien und Arbeitskollegen einholen, im Internet stöbern und Reiseführer lesen. Auch im digitalen Zeitalter liebe ich Reiseführer und besorge von jedem Reiseziel einen. Flüge buchen, Unterkunft buchen, neue bequeme Sneakers kaufen und einlaufen, Sachen packen und los.

Was ich vorab schon wusste? Erschreckend wenig. Über Lissabon und Portugal allgemein. Ich infomiere mich ja gerne zumindest grob über das Land, in das ich fahre und im Grunde wusste ich von Portugal nur, wo es liegt, die Namen dreivier größerer Städte, beliebte Küstenregion, berühmt für Kork und dass es nicht das reichste Land der EU ist. Ein bisschen eingelesen erinnerte ich mich zumindest sehr schwach daran, das Wort „Nelkenrevolution“ vorher schon mal gehört zu haben. Es würde mich während meines Aufenthalts in Lissabon noch einige Male begleiten.

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Ansonsten, Lissabon in der Kurzdarstellung: Bergig, gekachelt, am Fluss Tajo gelegen, Pasteis de Nata, Streetart, Ginja, die Tram (Eléctrico) 28, Fado, Bacalhau, eine Christus-Statue, eine „kleine“ Golden Gate Bridge. Eine Mischung aus kleinen, schmalen Gassen und breiten Straßen. Lebendig, laut, vielseitig. Eher kein Ziel, um mal ein paar erholsame Tage zu erleben, aber ein gutes, wenn man viele Dinge erleben möchte, mit allen Sinnen. Und um ein bisschen Saudade im Herzen mit in den Alltag zu nehmen.

Hier demnächst also mehr über Touri-Ausflugsziele, Streetart, mit welchem Essen ich mir den Magen verdorben habe, die schönsten Ausblicke und Momente und auch darüber, was wir nicht geschafft bzw. gemacht haben. Bom dia Lisboa!

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Kopenhagen: Nørrebro

Während unseres Aufenthalts in Kopenhagen haben wir im Stadtteil Nørrebro gewohnt und da es mir dort ziemlich gut gefallen hat, möchte ich euch diesen Ort auch noch vorstellen.

Nørrebro liegt etwas nordwestlich vom Zentrum, ist aber durchaus noch fußläufig erreichbar. Wenn man schon Plattfüße hat, kann man natürlich auch einfach einen Bus nehmen, oder man leiht sich ein Fahrrad aus – das kann ich sowieso nur jedem empfehlen – und dann ist es wirklich nur ein Katzensprung. Wir waren meistens zu Fuß unterwegs und haben dann die Abkürzung über den Assistens Kirkegård, den Assistenzfriendhof, genommen. Friedhöfe stehen bei mir hoch im Kurs und auf dem hätte ich auch nichts dagegen, beerdigt zu werden. Wer sich dafür interessiert kann dort die Gräber von Hans Christian Andersen, der Familie Bohr und von Søren Kirkegaard finden, alle anderen können den Friedhof zum flanieren oder Pause machen nutzen.

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Nørrebro ist ein sehr gemischtes Viertel. Ein bisschen erinnerte es mich an die Dortmunder Nordstadt, nur kleiner. Es ist eine Mischung aus Einwanderern, Studenten, im ganzen eher links und alternativ mit vielen kleinen Cafes, Imbissen und Geschäften. Wir haben dort sehr gut gefrühstückt, libanesisch gegessen und Bier getrunken und sind ansonsten noch an sehr vielen Läden vorbei gekommen, die zumindest von außen vielversprechend aussahen. Die Gentrifizierung macht auch vor diesem Viertel keinen Halt, von daher gab es ein großes Angebot von Fair Trade Kaffee und Craft Beer, aber das ist ja auch in Ordnung so. Was mich sehr entzückte ist die große Anzahl an arabischen Imbissen – damit bekommt man mich immer rum.

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Eine Besonderheit von Nørrebro möchte ich euch noch zeigen, nämlich Superkilen. Das ist ein noch recht frisch angelegter Park, der mich sehr begeistert hat. Er liegt zwischen der Nørrebrogade und dem Tagensvej, ist lang und schmal und in drei Bereiche unterteilt. An der Nørrebrogade startet man mit dem roten Bereich. Eine Art gescheckte Tartanbahn ist hier der Bodenbelag und es warten eine Menge Sport- und Spielgeräte und ein paar kleinere Skate-Rampen auf einen. Außerdem sind hier auch die Nørrebrohallen, ein Ort für Sport, aber auch (sofern mein dänisch mich da nicht im Stich lässt) Kulturveranstaltungen und Konferenzen.

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Weiter geht es mit dem Bereich Schwarz – dunkler Asphalt, der von weißen Streifen unterbrochen wird. Außerdem gibt es dort Bänke, Brunnen mit marrokanischen Mosaiken und Tische zum Schachspielen. Für mich der coolste Teil. Alleine durch die Streifenoptik wirkt der ganze Platz irgendwie surreal, und ich hätte dort stundenlang bleiben und auf den Boden gucken können.

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Das Bild ist vom Ende des schwarzen Bereichs, dort geht es einen Hügel hinauf und dann geht es quasi nahtlos in den dritten und längsten Bereich – grün – über. Der grüne Bodenbelag besteht ganz simpel aus Rasen. Dort gibt es verschiedene Pavillons, Schaukeln und einen Basketballplatz.

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Superkilen ist geplant als Ort für Gemeinschaft und Aktivität. Zu der Zeit als wir da waren, war es eher leer dort, das Wetter war aber auch nicht supergut. Ich habe Bilder von Sommertagen gesehen, da scheint es dann sehr viel voller zu sein. Ein paar Informationen und weitere Bilder, auch tolle Luftbilder, könnt ihr übrigens hier anschauen, wenn ihr mögt.

Nørrebro ist bunt, vielfältig und lebendig. Aber es ist durchaus auch als sozialer Brennpunkt und für Kriminalität und Gewalt bekannt. In der Zeit, in der wir dort waren, habe ich mich allerdings nie unsicher gefühlt. Wer ein bisschen Zeit in Kopenhagen hat und sich auch dafür interessiert, wie so eine Stadt außerhalb der Touristenattraktionen aussieht, dem kann ich einen Besuch dort sehr empfehlen. Sollte ich noch mal nach Kopenhagen fahren, dann werde ich auf jeden Fall noch mal Superkilen besuchen und schauen, ob es sich verändert hat. Die Schönheit in Dingen sehen, die nicht klassisch schön sind, das ist überall möglich. Auch in Kopenhagen.

Kopenhagen: Kulinaria

Typisches dänisches Essen? Rote Grütze, Smørrebrød, Hot Dogs, Softeis und Lakritz! Oder fällt euch noch was anderes ein? Mir noch Kopenhagener Kranzkuchen, den ich als Kind immer im Urlaub in Dänemark gegessen habe und den meine Mutter immer Bumerangkuchen genannt hat, weil ein halber davon (die Portionsgröße wurde gekauft), eben so aussah. Ich musste erst erwachsen werden, so etwa 20 Jahre, bis ich erkannte, dass er nicht so heißt.

Der Reiseführer behauptet übrigens, dass das „Nationalgericht“ von Dänemark ein Schweinebraten mit Schwarte ist, der mit Rotkohl, Kartoffeln und brauner Sauce serviert wird. So weit weg von der deutschen Küche ist das ja nicht, aber ich steh da nicht so drauf. Glücklicherweise kann man sich ja sein Essen überall selbst bestellen und nirgends stand dieses Gericht überhaupt zur Auswahl. Stattdessen: Smørrebrød für mich! Ich liebe Schnittchen, vor allem wenn Sie so aussehen!

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(einmal mit Tomate und Grünzeug und einmal mit Kartoffelscheiben, hausgemachter Mayonaise und Röstzwiebeln). Wichtigste Regel beim Smørrebrød (wird etwa wie Smöhbröh ausgeprochen): man darf das Brot nicht sehen. Zugegeben, es ist nicht immer einfach und würdevoll zu essen und man bräuchte wohl eigentlich ein Steakmesser oder eine japanische Klinge oder so um es wirklich gut in mundgerechte Stücke zu schneiden. Aber nun ja, mich kennt ja in Kopenhagen keiner. Ich hoffe, es macht noch kein YouTube-Video die Runde, wo ich versuche, so ein üppig belegtes Brot zu essen. Das Tomatenbrot habe ich übrigens im Café Auto in Nørrebro gegessen, sehr empfehlenswert. Brot und Café.

Üppig war übrigens auch das Softeis, was ich mir gekauft habe, ohne vorher mal nachzufragen, was mit „klein – mittel – groß“ genau gemeint ist. Ich hatte so Ikea-Größen vermutet, lag damit aber sehr weit daneben. Sehr weit. Das mittelgroße Eis war etwas so groß wie ich…wie gut, dass ich nicht allzu übermütig ein großes bestellt hatte…

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Softeis – das habe ich mal in einer Kindersendung gelernt – hat übrigens weniger Zucker als normales Eis, schmeckt aber süßer, weil es nicht so kalt ist. Das ist auch ziemlich gut, weil es da draußen schon kalt genug war, mein Gesichtsausdruck zeigt dort eine Mischung aus völlig eingefroren und vorfreudige Verzückung. Gekauft habe ich das Eis übrigens in Nyhavn, zwischen all den Touristennepp-Gastronomien, in der Vaffelbageren. Dort wäre ich sonst niemals reingegangen, weil ich davon ausgegangen wäre, dort nur über den Tisch gezogen zu werden. Aber der Reiseführer hat es ausdrücklich empfohlen und er hat nicht übertrieben. Die Eiswaffeln dort werden selbst gemacht und das Eis selbst war ein Traum. Mit Schokostreuseln. Diesen Geschmack werde ich hoffentlich nie vergessen.

Nach diesem Softeis brauchte ich übrigens kein Abendessen (Aftensmad), aber natürlich habe ich noch ein paar weitere Dinge gegessen. Hot Dogs zum Beispiel, ganz klassisch mit den roten dänischen Pølser. Die Hot Dogs gibt es an jeder Ecke, überall stehen Wagen oder kleine Buden herum, aus denen sie verkauft werden. Man muss übrigens aufpassen, denn wenn es zu windig ist, dann werden einem die Gurkenscheiben vom Hot Dog geweht. (Ich weine immer noch ein bisschen wegen dieses Verlusts.)

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Hot Dogs allein machen aber nicht dauerhaft satt, zum Glück kann man in Kopenhagen aber auch wirklich aus dem Vollen schöpfen. Alles andere hätte mich aber auch sehr überrascht. Auch wenn die Stadt nicht riesig ist, so ist es ja immerhin eine Großstadt und zudem noch die Hauptstadt. Eigentlich kann man dort also wirklich alles essen finden, was man sich dort vorstellen kann. Ich möchte euch aber noch zwei Plätze zeigen, die mir besonders gut gefallen haben.

Zum einen die Kopenhagener Markthallen, Torvehallerne, ganz zentral in der Innenstadt.

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Ich bin ein Fan von Markthallen und diese haben mir besonders gefallen. Es sind zwei Hallen und man kann dort Lebensmittel und auch fertige Gerichte kaufen und direkt dort essen. Es gibt kleine Stände mit Süßigkeiten, lokalen Spezialitäten, Kuchen, Alkohol, Salatbars, Bäckereien usw. Also kann man sich dort sattessen und zudem noch ein paar Souvenirs und Erinnerungen einkaufen.

Und dann ist da zum Anderen noch Copenhagen Streetfood, wo man sich quasi einmal um den Erdball essen kann. Es ist eine riesige Halle mit unglaublich vielen Essenständen und Foodtrucks. Von Falafel zu Sushi, Burger, Pizza, koreanisches Essen und Kuchen gibt es wirklich alles, und alles auch zu bezahlbaren Preisen, für dänische Verhältnisse vermutlich sogar günstig. Ich habe das Kartoffelsmørrebrød vom Bild oben dort gegessen, sehr, sehr sehr gut.

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Und dann kann man dort auch einfach ziemlich gut sitzen, einzwei Biere trinken und das Treiben um einen herum beobachten. Ich hab mich dort unglaublich wohl gefühlt. Es war ein lebendiger Platz voller Leute, aber ohne allzu überfüllt zu sein. Man kann dort sogar Plätze reservieren, das war an dem Abend aber nicht notwendig. Im Sommer ist es dort sicherlich sehr viel voller, dafür könnte man dann aber auch sehr gut draußen direkt am Wasser sitzen.

So viel steht fest: in Kopenhagen braucht man nicht zu verhungern, da hatte ich mir allerdings auch vorher schon keine Sorgen gemacht. Das gastronomische Angebot ist vergleichbar mit so ziemlich jeder Großstadt, da kann man soweit aus dem Vollen schöpfen. Bier trinken kann man dort übrigens auch ziemlich gut, da sollte man aber dann doch ausreichend Kleingeld dabei haben. Aber ob teures Bier oder günstiger Snack: danach geht es immer gut gestärkt weiter zum Sightseeing. Next stop: Nørrebro!

Kopenhagen: Sightseeing

Es gibt einige Orte in Kopenhagen, die sollte man während eines Städtetrips dort vor Ort besuchen. Und das weil – oder obwohl – sie Touristenorte sind, die mit Sicherheit auch in jedem Reiseführer empfohlen werden. Sightseeing at its best.

1. Der runde Turm (Rundetårn), ein ehemaliges Observatorium, den man für 20 DKK betreten darf. Dafür bekommt man dann ein bisschen Kunstausstellung, ein paar Infos zum Sonnensystem, einen wunderbaren Aufstieg nahezu ohne Treppenstufen,

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weil es einfach spiralförmig aufwärts geht. Das hatte den Vorteil, dass man zur Zeit der Nutzung das schwere Zeug (Teleskope etc) mit Pferdewagen nach oben schaffen konnte. Und auch der König und seine Gäste konnten so nach oben gelangen, ohne lästige Treppen zu nutzen. Auch wenn wir keine Könige sind und keine Kutsche haben: der Anstieg ist so ziemlich angenehm und oben wird man dann noch mit einem schönen Ausblick belohnt. Von außen kann man am Turm ein Bilderrätsel finden, das habe ich allerdings erst festgestellt, als ich schon wieder Zuhause war.

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2. Nyhavn. Das ist der Ort mit den meisten Touristen und man sollte dort wohl auch nur die Gastronomie besuchen, wenn man gerne Geld loswerden möchte. Ein Spaziergang am Hafenbecken entlang ist aber trotzdem auf jeden Fall nicht zu unterschätzen, weil es einfach so wunderschön ist.

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Auch abends übrigens wunderschön, wenn die Sonne untergeht. Und: auch wenn es einer der volleren Orte in Kopenhagen war, so war es trotzdem nicht wirklich überlaufen. Wobei ich mir vorstellen kann, dass es zur Hauptsaison dort auch deutlich voller ist.

3. Den lille havfrue – die kleine Meerjungfrau. Das Fotomotiv schlechthin und vermutlich auch so ziemlich das erste, was den meisten zu Kopenhagen einfällt.

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Montag Vormittag, schlechtes Wetter. Ausgezeichnete Voraussetzungen, die kleine Meerjungfrau (oder auch Hafen-Olle, wie ich sie einmal liebevoll bezeichnete) zu besuchen. Denn dann ist es wirklich ziemlich leer um das Frollein und man kann auch wirklich mal in Ruhe einzwei Bilder schießen. Während der etwa fünf Minuten, in der wir dort standen, waren jedenfalls nur maximal zehn weitere Leute mit uns da. Das kann man gut verkraften. Auch hier: im Sommer wird das sicherlich anders aussehen. Hans-Christian Andersen, der das Märchen der kleinen Meerjungfrau geschrieben hat, ist übrigens in Kopenhagen gestorben und liegt dort in Nørrebro auf dem Friedhof begraben.

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4. Christiania, die Freistadt im Bezirk Christianshavn. Das ist schon ein sehr spezieller Flecken Erde. Um Bilder davon zu sehen, müsst ihr die Suchmaschine eurer Wahl bemühen, da die Bewohner darum bitten, dass keine Fotos gemacht werden und ich respektiere solche Wünsche. Das lustige ist, dass im Wikipedia-Artikel, der erst vor einigen Wochen aktualisiert wurde, steht, dass die Fotoverbot-Schilder übermalt worden sind – ich habe sie aber als mehr als überdeutlich wahrgenommen. In dem Artikel steht ebenfalls, dass im vergangenen Sommer nach einer Schießerei dort, der Verkauf von Haschisch eingestellt wurde: auch das war anders. Im Grunde ist Christiania eine schöne Siedlung mit sehr individuellen Häuschen, aber auf der berühmten Pusher Street fühlte ich mich ein bisschen wie auf einem Cannabis-Basar. Und vielleicht habe ich zuvor zu viele Artikel über Schießereien und möglicher Bandenkriminalität in Christiania gelesen, zusammen mit der Betonung, dass man als Tourist immer beachten solle, dass man sich dort in einem rechtsfreien Gebiet befindet – so richtig superwohl habe ich mich jedenfalls dort nicht gefühlt. Angst hatte ich keine, es war mehr so ein „passt nicht“-Gefühl. Außerdem war Christiania, zumindest der Bereich um die Pusher Street der Ort, an dem wir mit Abstand die meisten Touristen sahen. Nicht so viel Kopenhagencharme.

5. Schlösser. Im Schloss Amalienborg wohnt die königliche Familie, um 12 Uhr ist dort Wachablösung, die haben wir allerdings verpasst. Angeblich soll man zu diesem Zeitpunkt auch mal die Königin sehen können, aber ich finde das eher unwahrscheinlich. Wir wurden allerdings von einer Wache getadelt, weil wir wohl zu nah ans Gemäuer gingen oder aus einem Grund, der sich uns nicht wirklich erschloss. Nunja. Ansonsten fand ich das Schloss eher ein bisschen lahm.

In Christiansborg tagt heutzutage das Parlament (Folketing), es beherbergt das oberste Gericht, ebenfalls königliche Räume und außerdem ist ein Aussichtsturm für die Öffentlichkeit zugänglich. Um auf den Turm zu kommen, muss man sich einer recht strengen Sicherheitskontrolle unterziehen, ähnlich wie am Flughafen, dafür ist der Eintritt frei, der Austieg sehr komfortabel im Fahrstuhl und man hat einen tollen Blick über die Stadt.

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Mein Lieblingsschloss ist allerdings Rosenborg. Das liegt zauberhaft in einem sehr schön angelegten Park gebettet (einen Teil darf man allerdings nicht betreten, weil das irgendwas militärisches ist) und hat noch so einen Wassergraben, also viel mehr Schloss als die anderen beiden Dinger.

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Heutzutage befindet sich im Schloss ein Museum zur königlichen Geschichte und man soll dort auch die Kronjuwelen sehen können.

6. Kastellet. Eine sternförmig angelegte Festung, mit militärischen Anlagen. Für den Besucher ist es ein sehr symmetrischer aber auch schöner Spazierweg. Man darf nur nie die Wege verlassen, dann wird man ermahnt. An einer Stelle steht eine schöne Mühle, aber auch für die darf man den Rasen nicht betreten (haben zum Glück Touristen versucht, bevor wir überhaupt die Gelegenheit hatten).

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Jetzt müsste hier wohl noch 7. Tivoli stehen, da waren wir aber nicht. Beziehungsweise: wir sind nur am Eingang vorbeigelaufen. Mit noch viel mehr Zeit dort vor Ort wären wir möglicherweise da rein gegangen, aber so nicht. Und es reizte mich auch nicht so richtig, war mir schlicht zu teuer. Alleine der Eintritt liegt bei umgerechnet etwa 16 Euro, die Fahrgeschäfte müsste man dann aber noch mal extra bezahlen. Ach nö. Wirkte jetzt aber auch nicht so, als hätten die dort Besuchermangel, von daher konnten die wohl auch zwei Besucher verzichten.

Hätte ich nur zwei Tage Zeit, diese Orte würde ich wohl in Kopenhagen auf jeden Fall  besuchen. Wir hatten ja aber fast fünf, also konnten wir noch ein bisschen mehr anschauen und außerdem noch ein paar kulinarische Ausflüge unternehmen. Essen und trinken in Kopenhagen? Zeig ich euch nächstes Mal!

On Tour: Kopenhagen

In Dänemark war ich schon wirklich sehr häufig, zuletzt im Sommer, und ich liebe dieses Land. In Kopenhagen aber bin ich bisher noch nicht gewesen. Zeit, das zu ändern. Fünf Tage Ende April, der Zeitraum stand schnell fest und ab Dezember fingen er und ich mit der Reiseplanung an. Flüge buchen, Reiseführer besorgen, im Internet nach Tipps suchen und so. Reisepläne sind die schönsten Pläne. Die Pläne fußten auf drei „Säulen“. 1.: die Tipps aus den Reiseführern, allen voran der wirklich tolle Reiseführer von CitiX60, den es für mehrere größere Städte gibt und den man beim Versandriesen oder aber im Buchhandel seiner Wahl bestellen kann. Das ist eine Reihe von Reiseführern, in denen Einwohner der Stadt ein paar wirklich tolle Orte vorstellen und einem Tipps geben, die man ansonsten nicht unbedingt im klassischen Reiseführer finden kann. 2.: die Tipps aus dem Internet. Wie habe ich es nur vor dem Internet, allem voran Pinterest, geschafft, eine Stadt zu bereisen? Das Internet ist bei Städtereisen generell eine feine und hilfreiche Sache, zum Beispiel haben wir uns vorab auch eine App (DOT – Din Offentlige Transport) heruntergeladen, mit der man Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel kaufen kann und ich habe eine App mit der man auch offline ein Wörterbuch nutzen kann. Jedenfalls habe ich seit ein paar Monaten ebenfalls eine große Pinterest-Sammlung und mehrere Blogeinträge über Kurztrips in Kopenhagen gelesen. Da kommt einiges zusammen. 3.: Tipps von Bewohnern. Da hatten wir nun wirklich Glück und es ist auch nicht üblich, dass wir in jeder Stadt Leute kennen, die dort wohnen. In Kopenhagen war es aber so und großartigerweise konnten wir so sogar ein WG-Zimmer als Unterkunft beziehen. Unsere Miete: die enorm pflegeleichte und zutrauliche Katze Lilly bespaßen und zweimal am Tag füttern. Wir Glückspilze.
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Gewohnt haben wir in Nørrebro, ein bisschen außerhalb des Zentrums, den Stadtteil stelle ich euch aber demnächst auch noch mal etwas genauer vor. Es gab aber noch mehr Vorteile außer der Unterkunft, zum Beispiel bekamen wir ein paar Lektionen in dänischer (Aus)sprache und lernten die örtliche Gastronomie kennen. Also noch besser. Man sollte viel mehr Freunde in der Welt verteilt leben haben. Normalerweise habe ich bei kürzeren Städtereisen immer ein Hotel inklusive Frühstück bevorzugt, weil es einfach so komfortabel und praktisch ist. Aber in Kopenhagen fühlte es sich ziemlich gut und richtig an, in einer Wohnung zu wohnen und würde das auch wieder so machen.

Demnächst hier also mehr darüber, was ich in Kopenhagen alles gesehen, erlebt und gegessen habe. Es wird um Softeis, Fahrräder, bunte Häuser, Sonne, Hagelschauer, Hot Dogs und die kleine Meerjungfrau gehen, soviel sei schon mal versprochen. Und soviel ebenfalls: wer darüber nachdenkt, mal nach Kopenhagen zu reisen, der sollte es unbedingt tun. Kofferpacken und los.

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