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Festivaljahr 2017: Way Back When (29.09.-01.10.)

Das Way Back When ist ein wunderbarer Abschluss meines Festivaljahr. Nach den Cardinal Sessions im Januar, dem etepetete im Juni und dem Haldern Pop im August jetzt also das Way Back When in Dortmund. Heimspiel. Und meine persönliche Versöhnung mit der lokalen Clubszene, die mich sonst eher langweilt bis abschreckt. Aber dafür dieses tolle Festival, drei Tage Indie-Perlen. Komm an mein Herz, Indie-Dortmund.

mde

Zunächst aber: es war für mich das schwächste Line Up der bisherigen WBW-Ausgaben. Aber da meckere ich auf hohem Niveau. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis ist das Way Back When-Festival unschlagbar. Vor allem natürlich, wenn man in Dortmund wohnt und keine Übernachtungs- oder Reisekosten hat. Darf ich einmal noch meckern? Ich meine natürlich: konstruktive Kritik anbringen? Richtig supergut wäre es, wenn man vor Ort auch Essen kaufen könnte. Zweidreivierzehn Foodtrucks, das wäre der Hit. Man müsste nicht weiter weg, müsste keine Band sausen lassen. Und bei Startzeiten gegen 18 Uhr bekommt man halt irgendwann später am Abend automatisch Hunger. Ich bin nicht alleine mit meiner Meinung, zum Glück. Es gab zwischendurch in meiner Nähe Fantasien von einer Pommeskanone. Also, liebes WBW-Team, denkt mal drüber nach.

cof

Jetzt aber  genug rumgenörgelt und mal Butter bei die Fische. Musik. Das ist ja immer noch die Hauptsache. Ist ja schließlich ein Festival. Drei Tage, drei Locations. Oder für mich: drei Tage, zwei Locations. Denn in die Pauluskirche habe ich dieses Jahr leider nicht geschafft. Dabei ist das ein wirklich toller Ort für Konzerte. Aber wie immer war ich hauptsächlich im FZW und dann war dieses Jahr erstmalig noch das View im Dortmunder U dabei. Auch eine sehr schöne Location für Konzerte, kann meinetwegen beibehalten werden. Welche Bands ich alle gesehen habe? Hier bitte schön, in chronologischer Reihenfolge: Her’s (grammatikalisch fragwürdig, aber musikalisch sehr gut), Client Liaison,

sdr

ein bisschen Fazerdaze, J. Bernardt, Slowdive, Darjeeling, Warbly Jets, The Districts, Portugal. The Man (mit dem Ohrwurm des Wochenendes), ein bisschen Drangsal, Jake Isaak und Dan Croll.  So richtig wild gefreut hatte ich mich vorher nur auf Slowdive und war dann freudig überrascht, dass auch andere Bands supergut waren.

cof

Warbly Jets, Her’s und Jake Isaak hatte ich vorher gar nicht so richtig auf dem Schirm. Und auch das Konzert von Portugal. The Man war super, viel „stärker“ als ich es erwartet hatte. Jake Isaac aber war dann das absolute Highlight, das kam für mich unerwartet und war dadurch noch schöner. Was für ein toller Sänger, nett obendrein und als er dann in die Halle des FZWs zum Publikum kam, sich alle hinsetzten und es dann wirklich mucksmäuschenstill war als er akustisch einen Song spielte, da hatte ich meinen absoluten Herzmoment.

oznor

Dafür liebe ich das Way Back When, dafür liebe ich Festivals. Dafür nehme ich diesen Raubbau am Körper gerne hin, mit Plattfüßen, wenig Schlaf, zu viel Bier und schnellem Essen. Es ist ja nicht jedes Wochenende Festival.

Festival ist natürlich auch mehr als nur zu Konzerten gehen. Es bedeutet, dass man sich mit Musik beschäftigt, neues entdeckt und auch, dass man Leute trifft. Das geht auch beim Way Back When ziemlich gut, entweder spontan, oder verabredet, während Konzerten oder in einer Essenspause. Was hast du bisher gesehen, wohin möchtest du noch unbedingt, was ist dein bisheriges Highlight, hast du noch einen Tipp? Gespräche rund um das Festival und auch darüber hinaus. Bekannte Gesichter und neue Menschen, mit Fremden ins Gespräch kommen. Die Musik verbindet und auch das ist halt Festival.

mde

Es kann nicht jedes Wochenende Festival sein, das ist ja auch gut so. Aber 2018 ist wieder ein Way Back When, die Karten sind schon bestellt, obwohl noch nicht eine Band bestätigt ist. Ich weiß einfach, dass es gut wird, denn ein schlechtes Way Back When hat es noch nicht gegeben.

sdr

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our night out: the view (17.02.2016, FZW Dortmund)

Während meiner besten Partyjahre (so grob zwischen 2005 und 2010) hörten wir auf den Tanzflächen, die uns die Welt bedeuteten, das Lied „Same Jeans“ von der schottischen Band The View. Ein schöner, schnoddriger Ohrwurm, ein Indiehit und zugleich eine Art Lebenseinstellung. Ich kann mich nicht richtig dran erinnern, ob ich die Band zu dieser Zeit schon mal live gesehen habe, es ist durchaus möglich! Falls nicht, habe ich das jetzt nachgeholt, denn die Herren spielten Mitte Februar im kleinen Club vom FZW.

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Tatsächlich war ich erstmal skeptisch, als ich den Namen The View in der Programmvorschau des FZWs las und war nicht sicher, ob es nicht noch eine andere Band mit dem Namen gibt. So lange hatte ich nichts mehr von ihnen gehört. Eigentlich waren sie nach ihrem Debütalbum – und das ist ja schon fast zehn Jahre alt – für mich gar nicht mehr groß in Erscheinung getreten. Da konnte ich lange im Kopf kramen, mir fiel kaum ein zweites Lied ein. Und trotzdem – Tickets kaufen. Natürlich! Erinnerungen an die gute, alte Zeit und das alles quasi vor der Haustür.

Nach einem krankheitsbedingt sehr kurzen Auftritt der Vorband The Stamps, ging es dann also los. Natürlich ist die Band mittlerweile auch ein paar Tage älter geworden (sind aber zumindest teilweise immer noch jünger als ich), aber da ich mich immer noch nicht daran erinnern kann, ob ich sie schon mal live gesehen habe, habe ich auch keinen Vergleich zu einem Live-Auftritt von 2007. Die heutige Band gefällt mir sehr gut, ich erkenne überraschend viele Lieder wieder und darf ein bisschen in Erinnerungen schwelgen. Es ist jetzt nicht so, dass ich Zuhause direkt als erstes die Diskografie rausgekramt und noch mal durchgehört habe. Ich hätte auch immer noch nicht sagen können, wieviele und welche Alben ich von der Band besitze (es sind die ersten drei, ich habe jetzt extra mal nachgeschaut). Aber es war ein unterhaltsamer Abend, mit einer sehr gut aufgelegten Band und einem äußerst angenehmen Publikum.

Wir tingeln uns also durch ein paar Jahre wunderbarsten schottischen Indiesound, eine Zugabe gibt es übrigens irgendwie nicht. Als ich einige Tage später mich mit einem Zuschauer des kölner Konzerts austausche, erfahre ich, dass es dort schon einen Zugabeblock gab – der bestand allerdings auch nur aus den Liedern, die die Band bei uns zuletzt gespielt hat. Alles gut also, vielleicht hatten die Band einfach nur keine Lust, die Bühne zu verlassen. Ich bin eh nicht der Meinung, dass Bands eine Zugabe geben MÜSSEN.

Ach ja, die 2000er, da gab es schon eine Menge guter Musik, die ich schon heute gelegentlich vermisse.
Und da ist er, mein Hit:

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