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Kopenhagen: und sonst so

Abschlussfazit nach fast fünf Tagen in Kopenhagen: jeder sollte mal diese Stadt besuchen. Und: nach Paris, Riga und nun Kopenhagen mit Temperaturen jeweils um die 12 Grad, wird der Städtetrip im nächsten Jahr definitiv in ein wärmeres Land gehen.

Kopenhagen ist gemütlich, hyggelig, entspannte Menschen, kleine Straßen, bunt angestrichene Häuser. Die Menschen – zumindest die, auf die ich getroffen bin – sind freundlich, hilfsbereit und offen. Die Stadt ist vielseitig, manchmal ist es fast ein bisschen schräg, wie krass die Kontraste sind. Auf der einen Seite Christiania, auf der anderen Seite der Wohnsitz der Königin. Und überall kleine Läden und Gastronomie und alles ein bisschen wie aus einem stylishen Instagramaccount oder Lifestylemagazin. Ich mag so skandinavischen Stil ja, solange ich den nicht selbst zu 100% bei mir Zuhause umsetzen soll. Das wäre mir dann doch etwas zu viel. Aber durch dänische Einrichtungsgeschäfte schlendern oder in Cafes rumhängen kann schon sehr entzückend sein. cof

Neben im Cafe rumhängen, kann man sich in Kopenhagen auch sehr gut fortbewegen, aufs Auto kann man dabei getrost verzichten. Das gefällt mir. Zum Flughafen fährt eine der beiden Metrolinien, dann gibt es noch eine Art S-Bahn, Busse und natürlich Fahrräder. Als wir an einem Vormittag beim Fahrradverleih standen, waren wir uns erst nicht sicher, was den Preis betrifft und überlegten eine Weile, wie viele Stunden wir uns wohl gönnen könnten und wie viel wir maximal bezahlen wollten. Der Mann im Verleih meinte dann, dass wir für beide Räder zusammen 100 DKK bezahlen müssten, wenn wir sie bis 18 Uhr zurückbrächten. Das sind umgerechnet keine 14 Euro und das für zwei Fahrräder für mehr als sieben Stunden. Die Räder waren auch beide in Ordnung, es gab nichts zu beanstanden. Aber so ist das da halt; Fahrräder gehören zum Straßenbild und ich hatte auch das Gefühl, dass die Autofahrer sehr aufmerksam waren und auf Radfahrer achteten. Außerdem sind die Radwege dort einfach ein Traum, meistens gab es eine wirklich sehr breite Spur für Radfahrer und auch das Abbiegen über größere Kreuzungen war auffällig und gut gelöst. Radfahren in Kopenhagen macht Spaß und geht schnell und ich kann es wirklich nur jedem empfehlen. IMG_4521

Noch ein Tipp: statt einer Sightseeing-Fähre einfach die normale Linienfähre nehmen. Die kostet weniger und klappert im Grunde ähnliche Orte ab. Das einzige, was natürlich fehlt, sind die Durchsagen, aber ich fand das nicht unbedingt nachteilig.

Und sonst so? Ich schätze, dass es im Sommer dort sehr viel voller ist, Ende April ist der Touristenstrom in Kopenhagen aber noch überschaubar. Egal, wo wir waren, es war nirgends überfüllt. Ich kann mir sehr gut den Sommer dort vorstellen. Sehr viel Leben draußen, am Wasser und sehr viel Entspannung. Die Dänen können das einfach, davon können sich viele eine Scheibe von abschneiden.

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Da wir für die Größe der Stadt recht lange dort waren, hatten wir ausreichend Zeit, um alles in Ruhe zu genießen und auch noch ein paar Dinge zu machen, die nicht auf dem Touristenzettel stehen. Dass wir dafür einen Besuch im Tivoli haben sausen lassen, habe ich glaub ich schon erwähnt, aber da konnte mich einfach nichts locken. Dafür sind wir mit dem Rad zu dem etwas außerhalb liegenden Valbypark gefahren und im Kødbyen-Viertel gewesen.Wenig Menschen, keine klassischen Attraktionen und trotzdem (oder deswegen) zwei tolle Ziele.

Jetzt habe ich es endlich geschafft und Kopenhagen besucht. Wurde ja auch Zeit. Die Liste der Städte, die ich noch gerne sehen möchte, ist ja nicht gerade kurz und eigentlich schlägt mein Herz ja auch sehr für Städte wie Stockholm, Oslo, Vilnius, Helsinki oder Krakau. Aber nächstes Jahr soll es ja mal in etwas wärmere Gefilde gehen, weil ich davon träume, mal Mütze, Schal und Handschuhe Zuhause zu lassen. Nächstes Jahr also (sehr wahrscheinlich) Lissabon. Vorfreude starts now.

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Kategorien: Travellers Tune | Schlagwörter: , , , , | 3 Kommentare

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