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Pottspot: Muttental in Witten

Eine Wanderung durch das Muttental in Witten stand schon seit langer Zeit auf meinem Zettel, aber irgendwas kam immer dazwischen (meistens Regen). Ich weiß auch gar nicht mehr, wann und wie ich das erste Mal vom Muttental hörte, es ist auf jeden Fall schon einige Jahre her. Nun aber letzte Woche: ein freier Samstag, schönes Frühlingswetter, los geht’s!

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Ich hatte zuvor noch mal im Internet geschaut, wo man im Muttental am besten parken und rumlaufen kann und habe dabei festgestellt, dass es sogar einen offiziellen Bergbauwanderweg gibt. Umso besser. Anhand der Beschreibung schafften wir es auch direkt, den Start des Weges zu finden, obwohl ich persönlich es noch besser fände, wenn es für den Weg eine „richtige“ Markierung und noch ein paar Hinweise gäbe. So ist man häufiger mal darauf angewiesen, eine Übersichts-Karte oder das Smartphone in die Hand zu nehmen, wenn man dem Weg wirklich folgen möchte.

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Das tolle am Wanderweg: es gibt so viel zu sehen! Man fällt regelrecht von einer Bergbausehenswürdigkeit zur nächsten, und an jeder Station gibt es ein Hinweisschild mit wissenswerten Informationen. Ich wusste zwar vorher schon, dass das Muttental quasi als die „Wiege“ des Bergbaus gilt und es dort einiges zu finden gibt, aber das es dort so viele Zechen, Stollen und Flöze gab, das hat mich dann doch überrascht. An einigen Stellen erinnert nur noch das Hinweisschild, an anderen Stellen sind noch Stolleneingänge erkennbar – da kann man reinschauen, begehbar sind sie verständlicherweise nicht – und dann gibt es auch wiederaufgebaute oder originale Exponate aus der Bergbauzeit. Von Loren, Werkzeugen bis hin zu Bergbauanlagen aus unterschiedlichsten Zeiten. Dabei kann man dann noch eine Menge lernen, zum Beispiel was Pingen oder Haspelanlagen sind, und gleichzeitig die Natur um einen herum genießen.

Der Weg selbst ist teilweise asphaltiert und direkt an der Straße (nicht sooo super), aber glücklicherweise führt er größtenteils durch Waldgebiet. Die Natur hat sich eine Menge zurückerobert, das ist ja auch gut und richtig so. Der Wald im Muttental ist wunderschön.

sdr

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Für die Tour haben wir etwas mehr als zwei Stunden gebraucht, mit einer etwas längeren Pause an der Ruine Hardenstein, die direkt an der Ruhr liegt. Wenn man sich nicht nur an die Route mit den festen Stationen halten möchte, kann man auch noch einen Abstecher zum Schacht Margarethe machen, das haben wir aber leider irgendwie verpasst. Dort findet sich noch ein rekonstruierter Förderturm und ein Maschinenhaus. Nächstes Mal dann.

Ebenfalls nächstes Mal: ein Besuch des LWL-Museums Zeche Nachtigall. Hier kann man nämlich auch noch mit einer Führung einen Stollen besuchen. Das habe ich im Bergbaumuseum schon mal gemacht, das lohnt sich immer mal.

cof

Das Muttental ist ein richtig toller Ort, ich bin sehr begeistert. Es war ein schöner Ausflug in einer wunderbaren Umgebung und mit richtig vielen Infos. Ich kann mir gut vorstellen, dass es auch für Kinder interessant ist, vor allem wenn sie alt genug sind, um die Streckenlänge zu bewältigen. Vom Anspruch her ist die Strecke auf jeden Fall auch für ungeübte machbar, es gibt nur einige Steigungen und einen etwas steileren Abstieg. Aber wir hatten nur Sneakers an und konnten alles problemlos bewältigen, Wanderschuhe würde ich nur empfehlen, wenn es vorher länger geregnet hätte.

Im Pott is schön. Wieder mal. Endlich wieder Draußen-Wetter. 

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