nice view

Ich bin ja gerne so von oben herab. Schau gerne mal auf andere Leute herunter. Also wörtlich genommen. Kein Berg, kein Kirchturm zu hoch: ich muss da rauf und die Aussicht genießen. Natürlich jammere ich während des Aufstiegs IMMER, aber bin dann auch immer sehr froh, wenn ich oben bin und den Blick über eine Stadt oder Landschaft habe.

In Nizza gibt es zwei Berge mit Aussichtspunkten, der kleinere liegt zwischen der Altstadt und dem Hafen und ist eigentlich eher ein Hügel. Auf diesem Hügel stand früher mal ein Schloss heute ist dort ein Park, der Parc de la Colline du Château. Und – yeahyeahyeah – es fährt ein Fahrstuhl bis fast noch oben. Wenn man aus dem aussteigt, dann dauert es nicht lange bis zum ersten Aussichtspunkt und von dort aus kann man erstmal in Ruhe auf die Altstadt schauen. Der Blick ist einfach ein Traum. Die hellroten Dächer der Häuser, die sandfarbenen Gebäude, das türkise Meer und das Grün der Bäume und Büsche.

IMG_4812

Wenn man sich dann vom Ausblick losreißen kann, kann man sich auch noch den Rest des Parks anschauen, der ist nämlich auch nicht ohne. Zuerst einmal eine Abkühlung am Wasserfall holen, der dort oben angelegt ist, und dann auf die andere Seite des Berges. Dort hat man natürlich auch wieder Aussicht, dieses Mal auf den Hafen und ein bisschen auf das offene Meer. Aber dort finden sich auch Ausgrabungen und Zeugnisse der griechischen Vergangenheit Nizzas. Das war mir vorher auch nicht so bewusst, lässt sich dort aber wirklich nicht leugnen. Säulen, Mosaike…das erinnert mich schwach (weil ewig lang her) an einen Urlaub auf Korfu.

 

IMG_4795

 

Auf dem Weg nach unten – dieses Mal zu Fuß, so faul sind wir dann doch nicht – kommt man dann noch an einem sehr schönen Friedhof vorbei und läuft ansonsten serpentinenförmig den Berg hinab. Der ganze Berg mit dem Park ist ein Ausflug wert. Nicht nur wegen des Ausblicks. Aber auch. Der ist echt toll.

Zweite Woche, zweiter Berg: der Mont Boron liegt noch hinter dem Hafen, am Cap de Nice, und ist deutlich höher. Der Reiseführer empfiehlt eine Wanderung vom Hafen aus zum Cap und dann die ewig langen Treppen den Berg rauf. Ja, kann man so machen. Man kann aber auch mit dem Linienbus bis auf den Berg fahren und dann runter laufen. So machen wir es, bei den Temperaturen ist das ja auch schon schweißtreibend genug.

IMG_4976

IMG_4970

Wenn man an der Endstation aus dem Bus steigt, dann kann man erstmal direkt mit einem kurzen Rundweg beginnen und schon mal die ersten Ausblicke erhaschen. Der Blick auf Nizza ist von dort oben natürlich auch noch mal beeindruckend, aber man hat halt auch noch viel mehr freie Sicht auf das Meer und weiter die Küste entlang. Dazu dann noch die Natur und die Ruhe. Das darf man ja nach so ein paar Tagen in der Stadt auch nicht unterschätzen. Sehr angenehm.

IMG_4986

Der Weg ist angenehm zu laufen, man benötigt keine spezielle Ausrüstung und der Weg am Berg ist auch nicht zu steil. Die Treppen, die dann später kommen, liegen ein bisschen versteckt und sind auch deutlich steiler, aber es gibt ein Geländer, ist also auch machbar. Außerdem wartet unten ja das Cap de Nice auf uns – und der Besuch lohnt sich so richtig. Also runter mit uns, genug mit Aussicht und von oben herabschauen. Jetzt sind wir wieder auf dem Boden der Tatsachen und konzentrieren uns auf das Wesentliche. Eis und Meer zum Beispiel. Das sind ja auch schöne Aussichten.

 

Advertisements
Kategorien: Travellers Tune | Schlagwörter: , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Mein Internet. Mein Dorfplatz.

Das Internet ist ne fiese Bitch und gleichzeitig meine beste Freundin. Nichts nervt mich mehr und ist gleichzeitig so toll und irgendwie auch überlebensnotwendig. Ernsthaft. Im Grunde ist das Internet ein Ort voller Hass, Hetze, Gewalt und ekelhafter Selbstinszenierung. Das Internet ist aber auch ein Ort voller Pinguinvideos (oder Eselbabys!!!), wunderbaren Inspirationen, der Möglichkeit die wunderbarsten Menschen kennen zu lernen und bringt mich auf schnellstem Weg zu meinem Ziel oder schlägt mir Urlaubsorte vor.

Machen wir es kurz: die Internet ist wie die ganze Welt. Im großen und ganzen ist die scheiße. Kriege, Umweltkatastrophen, Korruption, Waffen, größenwahnsinnige Männer, die es geschafft haben, Landesoberhaupt zu werden. Hass. Hass. Hass. Und schlechtes Wetter. Aber deine eigene Welt, die kann trotzdem wunderbar sein. Die besteht aus wunderbaren Freunden, guten Gesprächen, Reisen, der großen Liebe, einem Job, der dich erfüllt. Im besten Fall aus allem davon.

Das komplette Internet wird niemand genau kennen und dabei meine ich noch nicht einmal unbedingt das Darknet. Jeder nutzt nur einen kleinen Bereich, den man sich irgendwie selbst gestaltet. Mir wird in letzter Zeit häufiger klar, dass ich mich in meinem realen Leben und meinem eigenen Internetdorf ziemlich gut und harmonisch eingerichtet habe. Filterbubble und so. Klappt halt nur nicht immer so gut. Gelegentlich kommen Leute einfach rein spaziert und werfen ihren (gedanklichen) Müll in deine Welt. Egal ob real oder virtuel. Das passiert bei der Arbeit mit nervigen Anrufern, während der Rush Hour in der vollen U-Bahn oder mit Trollen bei Facebook. Fast noch schlimmer aber ist es, wenn man selbst die Tür öffnet und die ganzen Nervenbratzen reinlässt. Das passiert mir in der wirklichen Welt eher nie, in der virtuellen Welt schon. Sogar obwohl ich weiß, dass ich davon genervt sein werde. Vor allem Instagram bietet sich dafür außerordentlich gut an. Nur eben schnell mal nachschauen, bei den ganzen superdurchgestylten Accounts und dann schreiend im Kreis laufen. Bei jedem einzelnen „Do More Of What Makes You Happy“ geht mir das so. Oder wenn mir im Grunde fremde Leute erklären wollen, wie mein Leben schöner und viel toller wird. Trotzdem klicke ich wieder drauf, wie eine Fliege, die immer wieder vors Fenster fliegt. Und ich kann es nicht erklären. Es ist ein bisschen, wie wenn man sich selbst den Schorf einer verheilenden Wunde abknibbelt. Man weiß, dass es dumm ist und weh tun wird. Aber irgendwas bringt einen trotzdem dazu. Da läuft was falsch im Hirn.

Manchmal muss man seine Filterblase ein bisschen verlassen. Über den eigenen Tellerrand. Nachrichten gucken, mit Leuten über Politik sprechen, in den überfüllten Regionalexpress steigen. Ich kann nicht immer die Augen davor verschließen, was außerhalb meiner eigenen kleinen Welt passiert. Ich muss halt nur daran denken, nicht immer und immer wieder mit dem Kopf vor die Scheibe zu fliegen. Irgendwann schaff ich das. Ich schau nur noch mal eben bei Instagram, wie andere Leute mein Leben organisieren wollen. Morgen dann aber. Bestimmt.

Kategorien: I hope, I think, I know | 6 Kommentare

Festivaljahr 2017: Haldern Pop (10.-12.08.)

Seit 2001 fahre ich zum Haldern Pop und das sollte sich auch in diesem Jahr nicht ändern. Geändert hat sich in den letzten Jahren ja auch schon genug. Zum einen das Festival selbst. Als ich anfing dort hin zu fahren, da ging das Festival nur über zwei Tage, es gab nur die Hauptbühne, das Spiegelzelt war nur da, um dreivier „Talentbands“ die Möglichkeit zu geben, am Nachmittag wenigstens ein paar interessierte Besucher zu bespielen. Es gab keine Wassertoiletten und erst Recht keine Duschen.

cofcof

Mittlerweile ist die Zuschauerzahl deutlich gestiegen, das Programm geht über drei Tage und im Spiegelzelt spielen mehr Bands als auf der Hauptbühne. Zudem gibt es noch Konzerte im Ortskern in der Popbar, im Tonstudio und in der Kirche und es gibt auf dem Gelände auch immer noch eine weitere Bühne, entweder im Biergarten des Spiegelzelts oder auf dem Hauptgelände irgendwo im Hintergrund. Die sanitäre Versorgung ist so gut, dass man im Grunde das ganze Wochenende nicht einmal ein Dixiklo besuchen müsste und sogar warm duschen stellt kein allzu großes Problem dar. Die gastronomische Versorgung hat sich deutlich gesteigert, man käme also auch ohne eigenes Essen aus. Aber: das Campleben gehört ja auch zum Festival dazu. Auch da gab es in meiner Haldernzeit Änderungen, aber ich hatte in jedem Jahr eine wunderbare Festivalgemeinschaft. Zum Haldern gehört für mich auch Gemeinschaft. Gemeinsame Vorabplanung, gemeinsam den Pavillon aufbauen, gemeinsames Essen und Trinken, über Musik sprechen, über das Leben philosophieren, gemeinsam in der Duschschlange stehen. Und ich bin wirklich sehr glücklich über meine aktuelle Festivalgruppe, weil sie das Haldern Pop noch besonderer machen als es überhaupt schon ist. Alles musikliebende, nette, witzige, großzügige und großherzige Menschen.

Das Publikum war und ist ein Grund, das Haldern Pop zu mögen und es ist schön, wenn sogar die Bands sagen, dass die Menschen vor der Bühne das sind, was dieses Festival so ausmacht. Und ich glaube auch, dass ich kein anderes mehrtägiges Festival ertragen würde. In Haldern kann man nachts ein paar ruhige Stunden zum Schlafen finden, die allermeisten Leute benehmen sich zivilisiert, eskalieren nicht völlig und ohne Rücksicht auf Verluste und sind hauptsächlich wegen der Musik da. Sehr angenehm. Da kann man auch mal drei Nächte Luftmatratze in Kauf nehmen.

sdr

Wegen der Musik da? Bin ich auch. Bei jedem Ankündigungsvideo nörgele ich rum, weil so viele Bands schon in den Jahren zuvor da gewesen sind und mir „die Kracher“ fehlen. Dabei hat sich Haldern Pop in diesem Jahr nicht lumpen lassen und mit Clueso und AnnenMayKantereit zwei nicht unbekannte Bands auf die Mainstage gespielt. Nur: mich interessieren beide nicht. Und das ist noch nett ausgedrückt. Vor etwa zehn Jahren hat das Haldern Pop noch ziemlich genau meinen Musikgeschmack bedient, das ist heute nicht mehr so. Trotzdem sind immer – auch dieses Mal, auch wenn 2017 musikalisch womöglich das für mich schwächste Jahr gewesen ist – ein paar musikalische Perlen dabei, auf die ich mich freue. Und es sind auch immer Bands dabei, von denen ich nie zuvor gehört habe und die dann dort vor Ort mein Herz erobern. Im Sturm.

cof

Jetzt aber Butter bei die Fische. Gesehen habe ich dieses Jahr, in chronologischer Reihenfolge: Nothing, Mammal Hands, den Anfang von Aldous Harding, den Anfang von Blaudzun, The Amazons, Loyle Carner, Die Höchste Eisenbahn, Matthew And The Atlas, den Anfang von Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi, einen Teil von The Radicals, Nick Waterhouse, Bear’s Den, The Afghan Wigs und Kate Tempest. Einige davon haben mich etwas enttäuscht (Käptn Peng zB), andere völlig positiv überrascht. Loyle Carner gehört zur zweiten Kategorie. Überhaupt nicht „meine“ Musik, auf CD kann mich das auch nur mäßig überzeugen, aber live einfach SO! TOLL! Wahnsinn. Kate Tempest ist übrigens auch eine Künstlerin, die nicht so in mein Schema passt, aber der Frau muss man einfach zuhören, weil sie eine Menge wütender Dinge zu sagen hat. Ernsthaft.

sdr

sdr

 

Festival, das ist ja auch ein bisschen Raubbau am Körper, obwohl es in unserer Campgemeinschaft frische Salate, gegrilltes Gemüse, Mandelmilch und glutenfreie Bio-Grillsauce gab. Aber es gab halt auch eine große Menge Alkohol, weniger Schlaf als üblich und kalte Füße, weil der August mal wieder alles gab. Also alles an Regen, was er so zur Verfügung hatte. Zumindest am Donnerstag. Aber man ist ja mittlerweile auch vorbereitet und kann damit entspannter umgehen. Gummistiefel, Regenhose, Regenjacke, Regencape. Alles dabei. Die Sonnencreme blieb dieses Jahr mal ungenutzt. Und die kurze Hose hätte ich höchstens Sonntag zum Zeltabbau anziehen wollen. Aber trotz des ganzen Schlechtwetterequipments habe ich in diesem Jahr auch ein paar Bands und Künstler verpasst, weil der sintflutartige Regen am Donnerstag Abend mich förmlich dazu zwang, unterm trockenen Pavillon sitzen zu bleiben. Ohne mich fanden daher die Konzerte von Get Well Soon, Giant Rooks und Conor Oberst statt. Die habe ich alle auch früher schon mal live gesehen, von daher ist es nicht so dramatisch. Aber ein bisschen ärgerlich schon. Natürlich hätte ich auch einfach aufstehen und durch den Regen zu den jeweiligen Bühnen stiefeln können. Aber alleine auf dem Weg zu meiner Regenkleidung wäre ich sehr nass geworden und irgendwie war das zu diesem Zeitpunkt sehr viel verlockender, dort einfach sitzen zu bleiben. Ist halt so.

Nächstes Jahr scheint wieder die Sonne. Und das Line Up wird dann sowieso unvergesslich. Der Rest bleibt einfach Haldern Pop. So wie immer.

cof

Kategorien: our night out | Schlagwörter: , , , , , | 2 Kommentare

nice nice very nice

Im Spätherbst und Winter nutze ich die Zeit gerne, um mir Gedanken über den Sommerurlaub des anstehenden Jahres zu machen. Es sollte möglichst immer ein Ziel sein, welches er und ich noch nicht kennen. Dann schaue ich immer auch gern, was man über die Flughäfen Düsseldorf oder Dortmund erreichen kann und außerdem sollte es nach Dänemark und Schottland wieder gerne ein richtig sommerlicher Sommerurlaub werden. So mit Hitze und Sommersprossen sammeln und jeden Tag im Meer schwimmen. Oder zumindest fast jeden. Den Vitamin D-Speicher einmal bis zum Anschlag füllen und keine Regenjacke in den Koffer packen.

Zunächst liebäugelte ich ein wenig mit Montenegro, und schaute schon mal, wo man da am einfachsten unterkommen könnte, als der Liebste auf einmal Nizza vorschlug und damit alles über den Haufen warf. Nizza? Das können wir uns doch gar nicht leisten! Schnell stellten wir fest: können wir doch, ist nämlich deutlich günstiger als gedacht. Die Flüge waren sehr günstig, ein kleines Appartement, das sowohl preislich als auch von der Lage überzeugen konnte, war auch schnell gefunden. Da können dann auch die Lebenshaltungskosten vor Ort ein bisschen höher ausfallen. Ich vermute mal stark, dass ein Eis in Südfrankreich mehr kostet als in Montenegro. Genaueres zu den Eispreisen erzähl ich euch demnächst mal. Ich schaute mir Nizza und die Côte d’Azur im Internet an und war direkt begeistert. Also buchen. Ferienwohnung statt Hotel ist mir übrigens lieber, auch wenn man sich dann selbst um ein paar Dinge mehr kümmern muss. Aber ich habe einfach gerne einen richtigen Rückzugsort und frühstücke im Schlafanzug aufm Balkon. Dafür nehme ich auch in Kauf, dass ich mich selbst um die Lebensmittel und deren Zubereitung kümmere. Aber ehrlich mal: gibt es was tolleres, als in einem anderen Land in einen Supermarkt zu gehen? Kaum.

Die Reisevorbereitungen in diesem Jahr bestanden hauptsächlich aus Bikini in den Koffer packen, die App der nizzeanischen öffentlichen Vekehrsmittel herunterzuladen und ein paar Antworten auf Vorurteile finden, die mir gelegentlich entgegengeworfen wurden, sobald ich erwähnte, wo ich meinen Sommerurlaub verbringe. Vielleicht bemühe ich mich demnächst noch mal, mit all den Leuten zu sprechen und mit ihnen meine Erfahrungen zu teilen.

  1.  Du fährst nach Nizza? Da werden doch Leute überfahren! … Ja, stimmt. Ich bin aber auch schon in London, Paris, Kopenhagen, New York und Berlin gewesen, nachdem es dort Terroranschläge gab. Ich werde weiterhin auf Weihnachtsmärkte gehen, in Fußballstadien usw. Ich werde in nächster Zeit keinen Urlaub in Afghanistan planen, aber nur weil ein paar Bekloppte in der Welt rumlaufen, werde ich keine Angst haben, aus dem Haus zu gehen und mir die Welt anzuschauen.
  2. Du fährst nach Nizza? Das ist doch total teuer! … siehe oben. Geht so. Natürlich kann man da auch Unterkünfte für 1000 Euro die Nacht buchen. Muss man aber nicht.
  3. Du fährst an die Côte d’Azur? Da liegen doch nur Supermodels am Strand! … Stimmt nur fast. Also tatsächlich habe ich noch nie zuvor im Urlaub soviele „schöne“ Menschen gesehen. Es gab aber Menschen jeder Hautfarbe, jeder Körpergröße und jeder Gewichtsklasse. Also stimmt diese Aussage zum einen nicht so ganz und zum anderen: I don’t give a fuck.
  4. Du fährst nach Frankreich? Da gibt es doch nur so gruselige öffentliche Toiletten ohne Kloschüssel! … Das ist mir tatsächlich selbst eingefallen, zwei Tage vor der Abreise. Glücklicherweise schwitzt man aber einfach sehr viel, wenn es nie unter 25 Grad Celsius sind (und das dann nachts um 4 Uhr) und außerdem hatte ich Glück: alle Toiletten, die ich besucht habe, entsprachen meinem Standard. 
  5. Du fährst nach Frankreich? Die sind da alle total unfreundlich, hassen Deutsche und niemand spricht englisch! … Nein, stimmt nicht. Alle waren ausnahmslos freundlich, offen, herzlich und hilfsbereit. Wie man es in den Wald ruft, so schallt es hinaus. Außerdem spreche ich ganz passabel französisch und komme klar. Und haltet euch fest: nahezu alle Menschen dort sprechen auch einigermaßen gut englisch. Zumindest für so Touristenbelange konnten wir uns immer verständigen. Ich will ja mit den Leuten nicht über Raketenphysik oder den Klimawandel diskutieren, sondern fragen, wohin der Bus fährt und ob ich zu meinem Einkauf noch ein Baguette bekommen kann.

Noch mal eben zu Nizza direkt: das ist eine tolle, lebendige und junge Stadt. Ich hatte die ganze Zeit den Eindruck, dass man sich sehr bemüht, die Stadt so lebenswert wie möglich zu machen. Nizza soll „grün“ werden, bzw. ist da schon wirklich sehr weit. So viele Stromtankstellen auf so kleinem Raum habe ich zuvor nie wahr genommen. Außerdem kann man sich sehr günstig Räder leihen, die Straßenbahnlinien werden ausgebaut und die Preise für öffentliche Verkehrsmittel sind ein Traum. Was mir noch sehr positiv aufgefallen ist: die Promenade du Paillon, ein Park mit Spielgeräten, einer riesigen Fläche mit Wasserfontänen für Kinder und freiem Trinkwasser für alle.

In den nächsten Wochen werde ich euch Nizza ein wenig näher vorstellen, euch die Stadt zeigen, natürlich auch übers Essen berichten, wie es ist, in einer türkisen Badewanne zu schwimmen oder Nizza von oben herab zu betrachten und was man in der Umgebung noch so erleben kann.

IMG_4806

Glücklich ist, wer wie Odysseus eine schöne Reise gemacht hat.

Kategorien: Travellers Tune | 8 Kommentare

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.