Jahresrückblick 2017: Hits! Hits! Hits!

Wer mich kennt weiß: ich komme nicht an der Musik vorbei und ihr somit auch nicht. Neben all der Arbeit, Sport, Fortbildung und netflixen nimmt Musik immer noch einen großen Teil meines Lebens ein. Ich bin immer noch ein großer Fan vom Mix der Woche bei Spotify. Und seit wir in Bad und Küche ein internetfähiges Radio haben und nicht mehr auf die Radiosender der Umgebung angewiesen sind, ist mein Leben sowieso schöner und wieder musikreicher geworden. Mein Herz schlägt dabei für den Sender Radio X, der mich Britpop-/Indiemädchen mehr als glücklich macht. Und da erfahre ich dann auch eher von Neuerscheinungen, die ansonsten hier eher an mir vorbeigehen würden.

Meine liebsten Alben 2017, in – Achtung! – nicht wertender Reihenfolge, sondern einfach so wie sie mir in den Kopf kommen:

Kettcar - Ich vs. Wir
Gisbert zu Knyphausen - Das Licht dieser Welt
Liam Gallagher - As You Were
Noel Gallagher's High Flying Birds - Who Killed The Moon
Arcade Fire - Everything Now
Slowdive - Slowdive
Maximo Park - Risk To Exist
The National - Sleep Well Beast
Shout Out Louds - Ease My Mind
Paul Weller - A Kind Revolution

Tatsächlich direkt zehn Alben vollbekommen ohne lange überlegen zu müssen. Das ist auch nicht jedes Jahr so gewesen. Ich fand übrigens, dass das musikalische 2017 erst ganz schön schleppend begann und dann ging es aber Schlag auf Schlag mit den Alben. Im Herbst landete gefühlt jede Woche eine Platte in der Packstation.

Hier könnt ihr gerne meine persönlichen Jahreshits anhören, ohne Gewähr auf Vollständigkeit und vor allem auch hier ohne ein Ranking, sondern einfach in einer völlig willkürlichen Reihenfolge. Es sind alles Lieder aus den oben genannten Alben plus noch ein paar weitere, die in diesem Jahr ihren Weg vom Ohr in mein Herz finden konnten.

Ein Musiker, ein Album fehlt. Und es fühlt sich ein bisschen wie Liebeskummer an, dass sein Name hier nicht steht. Es ist Morrissey, der im Jahr 2017 ebenfalls ein neues Album auf den Markt gebracht hat. Und ich habe es bis zum heutigen Tage noch nicht gehört. Morrissey schon immer schwierig und kontrovers (und ich habe ihm Dinge verziehen, die ich anderen Musikern nicht verzeihen würde), hat mit einem Interview mit dem Spiegel meine persönliche Schmerzgrenze erreicht. Und um im Liebeskummer-Slang zu bleiben: ich habe Schluss gemacht. Und es tut mir wirklich weh und ich vermisse ihn. Ein kleiner Teil von mir hofft noch, dass es nur eine „Pause“ ist, eine Trennung auf Zeit. Aber.

2018 wird wieder ein gutes Jahr, ich freue mich auf Alben von Tocotronic, The Arctic Monkeys, Editors, Jack White, Manic Street Preachers, Franz Ferdinand und etlichen mehr. There Is A Light That Never Goes Out. Immerhin für die Musik generell stimmt das noch.

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monthly music (September 2016)

Besuchte Konzerte

Matt Wilde in Essen. Yeah. Außerdem startete gestern ja das Way Back When-Festival in Dortmund. Dazu aber bald mehr. Fast wäre es noch „Men Of North Country“ geworden, die spielten hier in Dortmund ein kleines Konzert. Aber dann war irgendwie schlechtes Wetter und vor allem Gewitter in meinem Kopf und allgemeine Feierabendmüdigkeit. Und so siegte das Sofa.

Vorfreude – gekaufte Konzertkarten

Ich weiß gar nicht, warum ich so lange überlegt habe, aber jetzt habe ich das endlich auch erledigt: Karten für das Konzert der wunderbaren Band The Divine Comedy. Leider erst im Februar, aber dann hab ich halt länger was von der Vorfreude.

Neue Tonträger braucht das Land

Erwähnte ich The Divine Comedy? Von denen gibt es endlich wieder ein neues Album, das heißt Foreverland. Die limited edition ist auf dem Weg zu mir. Im gleichen Paket: die neue Platte von The Slow Show. Passend zum beginnenden Herbstwetter.

Heavy Rotation

Da hilft mir mein guter alter last.fm-Account weiter: die meistgespielte Band im September war The Divine Comedy, das meistgespielte Lied kommt allerdings von Wintersleep und heißt „America“.
Newcomer

Men Of North Country. Die kommen aus Israel und spielen durchaus hör- und tanzbaren Northern Soul. Und ja, natürlich ärgere ich mich jetzt im Nachhinein, dass ich nicht zum Konzert gegangen bin.

Außerdem noch Otherkin aus Dublin, gestern beim ersten Abend des Way Back When-Festivals entdeckt.

Und sonst so?

Es gibt einen Dokumentarfilm über Oasis, in Deutschland bisher nur in Kinos in Berlin/Hamburg/München zu sehen. Der Trailer ist allerdings enorm vielversprechend. Also, für mich zumindest.

…hören wir mal, was der Oktober sonst noch so bringt.

 

 

monthly music (August 2016)

Besuchte Konzerte
Haldern Pop! Da gab es ja einiges, unter anderem Damien Rice, Wintergatan und St. Paul & The Broken Bones

Vorfreude – gekaufte Konzertkarten

Erst mal wieder nichts, aber ich hoffe, dass jetzt der Herbst langsam wieder ein paar Konzerte mehr in mein Leben spült.

Neue Tonträger braucht das Land
Ich wollte mir das neue Album der Band „Die höchste Eisenbahn“ kaufen, musste dann aber feststellen, dass er das schon erledigt hatte. Nun gut. 

Dafür dann aber Love & Hate von Michael Kiwanuka. Gekauft im wohl besten Plattenladen Deutschlands, bei Michelle Records in Hamburg. Oben drauf bekam ich da noch ein von ihm handsigniertes Bild geschenkt. Übrigens: auch bei der Höchsten Eisenbahn – direkt beim Label bestellt – gab es ein Bild mit Autogrammen und noch ein bisschen Fan-Schnickschnack. Braucht jemand wirklich noch Gründe gegen Amazon und für einen Plattenladen? Ich nicht.

Heavy Rotation
Da hilft mir mein guter alter last.fm-Account weiter: die meistgespielte Band im August war Kettcar das meistgespielte Lied kommt allerdings von Wintergatan und heißt „Marble Machine“.

Newcomer
Dank dem Haldern Pop und meiner ausführlichen Vorab-Recherche gibt es diesen Monat einige Newcomer für mich. Allen voran Michael Kiwanuka.

Und sonst so?
Die Maccabees haben sich getrennt! Das tut mir sehr weh, ich verbinde ein paar persönliche Lieblingsmomente mit dieser Band. Allerdings haben sich auch Luxuslärm aufgelöst und ich hörte, dass Freiwild ebenfalls aufhören wollen. Das bringt die Musikwelt dann doch wieder einigermaßen ins Gleichgewicht.

…hören wir mal, was der September so bringt.

monthly music (Juli 2016)

Besuchte Konzerte
Auch der Juli bleibt ohne Konzertbesuch. 2016 dürfte das Jahr mit den wenigsten Konzerten seit mindestens 10 Jahren werden. Nun gut. IMMERHIN steht das Haldern Pop jetzt quasi vor der Haustür. Konzertesaison startet, get on your dancing shoes!

Vorfreude – gekaufte Konzertkarten
Jamie Lidell in Köln, vor einem Brückentagmontag (den ich noch frei nehmen muss) Ende  Oktober. Und einen Tag später spielen Buster Shuffle in Essen. Konzertemarathon, hurra!

Neue Tonträger braucht das Land
Da dann leider wieder nichts. Es ist sehr traurig. Immerhin kaufe ich noch Bücher, sonst könnte ich nachts vermutlich nicht mehr schlafen.

Heavy Rotation
Da hilft mir mein guter alter last.fm-Account weiter: der meistgespielte Künstler im Juli war Gisbert zu Knyphausen, das meistgespielte Lied kommt allerdings von Matt Wilde und heißt „Penny To My Name“.

Newcomer
Fast hatte ich geglaubt, dass ich einen Newcomer gefunden habe, als mir zum Geburtstag ein Video von Jay Jay Pistolet auf meine Facebook-Pinwand gepostet wurde. Allerdings fiel mir dann ein, dass das ja der Sänger der großartigen The Vaccines ist, der unter diesem Künstlernamen ein Soloprojekt hatte. Ach, verdammt. Trotzdem gut, und überhaupt: was für ein toller Künstlername.

Und sonst so?
Ich versuche mich, durch die Spotify-Liste des Haldern Pop-Festivals zu hören und dabei möglichst zügig zu entscheiden, ob mir das gefällt oder nicht. Bei mir fallen Songs übrigens schon durch mein Gefällt mir-Raster, wenn das Intro zu lange dauert und ich warten muss, bis das Lied wirklich anfängt. Möglicherweise bin ich tatsächlich ein bisschen schwierig.

…hören wir mal, was der August so bringt. FESTIVALZEIT! URLAUB!

monthly music (Juni 2016)

Besuchte Konzerte
Keine. Ich musste ja aber auch die ganze Zeit Fußball gucken. Man kommt einfach zu nichts.

Vorfreude – gekaufte Konzertkarten
Ha, endlich wieder erfolgreich! Karten für „Die höchste Eisenbahn“ und für Matt Wilde, ehemaliger Sänger von Young Rebel Set, hängen an der Pinnwand und warten auf den Herbst.

Neue Tonträger braucht das Land
Da dann leider wieder nichts. Zur Halbzeit des Jahres muss ich sagen: ganz schön mau, sowohl was die Anzahl der Konzerte, als auch die Anzahl der Tonträger betrifft.

Heavy Rotation
Da hilft mir mein guter alter last.fm-Account weiter: der meistgespielte Künstler im Juni war Nils Frevert, ein meistgespieltes Lied gibt es aber nicht, offenbar habe ich im Juni sämtliche Lieder nur einmal gehört. Das hat es so auch noch nicht gegeben.

Newcomer
Die Fans der Nordirischen Nationalmannschaft mit ihrem Smash-Hit „Will Griggs On Fire“.

Und sonst so?
Ich habe meinen Sommerhit. Und ja, es tut mir ein bisschen leid, aber ich steh auf die Musik von Justin Timberlake.

…hören wir mal, was der Juli so bringt.

monthly music (Mai 2016)

Besuchte Konzerte
Buster Shuffle, umsonst und draußen beim Westparkfest Anfang Mai.
Und dann noch Blomqist, eine Dortmunder Band, am Fronleichnam-Wochenende im Salon Fink in der Nordstadt. Etwa 25 Zuschauer, aber ein wirklich schönes Konzert in dieser auch wirklich schönen Bar.

Vorfreude – gekaufte Konzertkarten
Immer noch nichts! Es ist soweit, dass ich die Internetseiten der umliegenden Konzertlocations durchforste, in der Hoffnung, was zu finden. Bisher erfolglos.

Neue Tonträger braucht das Land

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Travis, eine Band, die mich schon seit Jahren begleitet. Schönes neues Album, typisch Travis. Und dann ist noch ein Newcomer dabei: Paper Tigers. Dazu dann noch mehr in der Newcomer-Kategorie.

Heavy Rotation

Da hilft mir mein guter alter last.fm-Account weiter: die meistgespielte Band im Mai war Paper Tigers , das meistgespielte Lied ist dazu passend All Inside My Mind.

Newcomer

Paper Tigers aus Kopenhagen. Es ist mir fast unangenehm zuzugeben, aber ich habe sie schon wieder beim Zappen entdeckt. Gleicher Sender wie im letzten Monat, andere Show. Es lief ein Live-Auftritt der Band – und ich war angefixt. So soll das sein. Tourtermine natürlich Fehlanzeige (sie haben eine Woche zuvor in Köln gespielt, wie ärgerlich).

Und sonst so?

Ich habe Panikherz von Benjamin von Stuckrad-Barre gelesen und war plötzlich so voller Erinnerungen an diese Zeit, als ich Soloalbum von ihm gelesen habe. Ich glaube, ich habe kaum ein Buch häufiger gelesen, bestimmt fünf Mal. Ich wünsche zwar irgendwie, dass er Panikherz gar nicht hätte schreiben müssen, aber gleichzeitig konnte ich auch einige Male nur nicken und irgendwie verstehen. Menschen dieser Welt, kauft dieses Buch und kauft wieder mehr Musik und liebt dieses Zeug, verdammt noch mal.

…hören wir mal, was der Juni so bringt.

monthly music (April 2016)

Besuchte Konzerte
Popsalon im Osnabrück. Ich möchte da noch mal besonders das Jungle By Night-Konzert hervorheben.

Vorfreude – gekaufte Konzertkarten
leider nichts…und es steht auch erstmal nichts an. Panik!

Neue Tonträger braucht das Land
Jetzt endlich: James mit „Girl At The End Of The World“. Und dann war ich noch im Plattenladen meines Vertrauens und habe mir ein altes Album von der großartigen (und eher unbekannten) Band Carter USM gekauft. Das war mehr so ein Haben-Wollen.

Heavy Rotation
Ein bisschen schwierig festzulegen, ich musste nämlich feststellen, dass mein Last.fm Account nicht mehr die Lieder anzeigt, die ich über den Media Player gespielt habe. Irgendwas klappte mit dem scrobbeln (welch schönes Wort) nicht, obwohl in den Optionen alles aktiviert war. Ich probierte eine Weile herum und schmiss letztlich alles runter und installierte die Anwendungen neu. Jetzt funktioniert es, aber ich weiß natürlich nicht mehr, was ich da in der Zwischenzeit „verpasst“ habe. Der Einfachheithalber behaupte ich mal, dass ich Oasis am häufigsten gehört habe.

Newcomer
Man & The Echo aus Liverpool. Diese Entdeckungsgeschichte könnte aus den 90ern sein, ich habe von dieser Band nämlich zunächst ein Musikvideo (!) gesehen und zwar im Fernsehen (!!!). Es war ein Samstag Abend, ich zappte mich so durch und beim Sender „Joiz“ (von dem ich bis zum Umzug noch nicht mal was gehört hatte) laufen halt tatsächlich gelegentlich Musikvideos.

Glückstreffer:

Ehrlich mal. Als ich ein bisschen später noch mal dort landete, lief gerade ein Lied von Kim Kardashian. Ich hatte da also ein wirklich gutes Timing, hörte bei Spotify noch mal und ein bisschen weiter rein und war durchweg begeistert. Leider habe ich außer der Möglichkeit, zwei Singles (immerhin auf Vinyl) zu kaufen, nichts weiter von ihnen gefunden. Tourtermine außerhalb Großbritanniens auch nicht. Muss ich wohl warten und hoffen.

Und sonst so?
Es war Record Store Day, ein sehr hoher Feiertag in meiner Welt. Den verbrachte ich auswärts, denn es war auch das Popsalon-Wochenende. Aber auch Osnabrück bietet Musikliebhabern einen wunderbaren Plattenladen, in dem man stöbern kann.
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Fündig bin ich aber nicht geworden, sehr schade. Trotzdem: das Land braucht mehr gute Plattenläden, is so.

Dann hören wir mal, was der Mai so bringt.