Willkommen in der 2. Liga – RB Leipzig

RB (und das RB steht für RasenBallsport, nicht etwa für RedBull…) Leipzig gehört vermutlich zu den umstrittensten Vereinen der 2. Liga, was natürlich an der noch sehr jungen Vereinsgeschichte und vor allem dem sehr zahlungskräftigen Hauptsponsor RedBull geschuldet ist. Auch der DFB hat da gelegentlich so seine Zweifel und gab es zunächst auch immer mal wieder Probleme mit Wappen und Lizenzvergabe, aber aktuell läuft da ja alles recht skandalfrei und geregelt ab. Also kann ich da ja jetzt mal mit meiner Meinung für ein bisschen Aufruhr sorgen. 1. Thema: Traditionsverein. Das ist für mich der größte Nonsens überhaupt. Wenn es nie neue Vereine geben darf oder irgendwelche Veränderungen, dann finde ich das sehr langweilig. Irgendwann haben doch auch die sogenannten Traditionsvereine mal gestartet, wenngleich auch natürlich bescheidener und mit mehr „hocharbeiten“, womit wir direkt beim 2. Punkt wären: der Sponsor. So richtig sympathisch ist das natürlich nicht, wenn da ein Unternehmen seine Kohle in die Hand nimmt, irgendwo einen Verein gründet und da dann so viel Geld reinsteckt, dass alle anderen Vereine der Liga ganz schön blass aussehen. Aber damit muss RB Leipzig nun ja jetzt auch mit leben, dass sie halt nicht so viele Fans haben. Und ich glaube, die anderen Vereine würden sich auch nicht wirklich wehren, wenn da ein Unternehmen ankäme und etwas finanzielle Unterstützung anbietet. Oder etwas mehr. Darmstadt und Bayern München haben auch unterschiedliche finanzielle Möglichkeiten. Also, ich find die Leipziger Truppe nicht sympathisch, ich würde denen auch nicht hinterherweinen, wenn sie wieder in der Versenkung verschwänden – aber dieses Traditionsargument kotzt mich ziemlich an. Und außerdem zweifele ich dann wieder an der Menschheit und an diversen Kinderstuben, wenn ich höre oder lese, was da für ein Bashing gegen RB Leipzig abläuft. Da dürfte sich manch einer gerne schämen.

Dann schauen wir mal, was 6 Jahre Vereinsgeschichte so bieten!

Aktuelle und ehemalige bekannte Spieler: Rani Khedira (zumindest kennt man ja den Bruder schonmal), Diego Demme, der ja auch schon mal bei Arminia Bielefeld gespielt hat…und dann fällt mir auch nichts mehr auf.

Hits im Fanshop: NICHTS! Da bin ich wirklich überrascht. Ich hatte mit einer Flut von Artikeln gerechnet, vom Feuerzeug über den Gartenzwerg bis hin zu Partyhütchen. Aber nein! Stattdessen nur ein bisschen Kleidung für den Fan, also Trikots, Mützen, Schals usw. Enttäuschend. Aber immerhin gibt es auch das…

Maskottchen: Bulli, ein roter Bulle. Das ist jetzt allerdings keine Überraschung.

Übrigens: wenn ich den Wikipedia-Artikel richtig interpretiert habe, dann war das Stadion bei einem RB-Spiel noch nie ausverkauft. Da dürfte doch manch ein Traditions-Fan aufatmen. Gerechtigkeit.

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Willkommen in der 2. Liga – 1. FC Nürnberg

Nürnberg ist ja eine Stadt, die mir grundsätzlich gefällt. Schöne Altstadt, tolle Burg, leckerer Heidelbeerglühwein aufm Christkindles-Markt. Kann man wirklich mal hinfahren. Und dann kann man wohl auch mal ins Stadion gehen, aktuell ins Grundig-Stadion mit gut 50000 Plätzen. Also schon eher groß für die 2. Liga. Aber gelegentlich spielt der Club ja auch eine Liga höher. Durchaus also eine Gemeinsamkeit mit der Arminia aus Bielefeld. Und da ist noch was: die leichte Selbstironie der Fans. Wo man in Bielefeld „Ostwestfalen Idioten“ anstimmt, heißt es in Mittelfranken „Der Glubb is a Debb!“

Ehemalige bekannte Spieler:
Einige! Unter Anderem Andreas Köpke, Stefan Kießling, Max Morlock, Julian Schieber…

Fanshop-Highlights:
Zunächst mal – es gibt auf den ersten Blick nichts, was es dort nicht gibt. Die Auswahl an Fanartikeln dürfte die größte sein, die ich bisher entdeckt habe. Seitenweise Merch – aber alles ein bisschen langweilig. Das lustigste ist wohl noch der Wackeldackel oder die Haustür, aber da sind andere Mannschaften origineller. Das Angebot ist einfach ein bisschen sehr groß und damit unübersichtlich. Ich fordere: Klasse statt Masse!

Maskottchen:
Das wird immer komplizierter. Es gab mal einen Ritter „Fränkie“, aber irgendwie wollte den wohl keiner. Der Trikot-Sponsor versucht jetzt dem Verein einen (namenlosen) Teddybären unterzujubeln, aber ganz offiziell gibt es kein Maskottchen. Ich verstehe nicht, wie es Fußballvereine ohne Maskottchen geben kann.

Ansonsten kann man nur noch anmerken, dass der 1. FCN häufiger die Spielstätten gewechselt hat, als mancher Fan seine Unterwäsche. Und ich persönlich bin tatsächlich ein bisschen gelangweilt vom Club. Bei meiner Recherche habe ich nicht eine irgendwie erzählenswerte Anekdote gefunden – vielleicht kann der Verein aber auch einfach nicht gut Dinge ausplaudern. Schade.

Willkommen in der 2. Liga

Kinder, war das ein spannender Liga-Schluss…und das in allen drei (mehr oder weniger relevanten) Ligen. In der 3. Liga lagen die Aufsteiger immerhin schon am vorletzten Spieltag fest, in der Bundesliga war der Abstiegskampf enorm spannend (ich habe mir die zweite Halbzeit im Autoradio angehört und war froh, dass die Autobahn dabei so schön leer war, dass ich mich ganz auf die Übertragung konzentrieren konnte. Und in der zweiten Liga war es bis zum Schluss sogar an beiden Enden der Tabelle unsicher und spannend.

Aber immerhin: die Arminina aus Bielefeld wurde ihrem Ruf als Fahrstuhlmannschaft mal wieder gerecht und hat den Aufstieg geschafft. Pascal Testroet schoss den entscheidenen Treffer zum Aufstieg und eine Woche später machte Christian Müller dann sogar die Meisterschaft in der 3. Liga perfekt. Nun also wieder 2. Liga und somit auch wieder neue Gegner. Wobei: einige davon habe ich hier ja schon vorgestellt, schließlich zwingt die Arminia mich ja fast jährlich zu dieser Fußball-Serie. Wer also stöbern möchte kann das gerne tun, hier über St. Pauli, Union Berlin, FSV Frankfurt, Fortuna Düsseldorf, MSV Duisburg und SpVgg Greuther Fürth

Und durch die Relegation könnten es ja auch noch folgende Vereine schaffen, die ich aber auch schon mal unter die Lupe genommen habe:
Kiel und 1860 München (bei der Relegation zwischen 3. und 2. Liga) sowie der KSC und der HSV (bisher hier noch nie erwähnt) in der Relegation zwischen 2. und 1. Liga.

Es bleiben aber auch dann immer noch ein paar Vereine übrig, nämlich Kaiserslautern, RB Leipzig, Braunschweig, Heidenheim, Nürnberg, Bochum und Sandhausen. Und da ich ja gerne sinnlose Traditionen beibehalte, wird es also auch in diesem Sommer einen kleinen Überblick über Stadien, Fanshops und Vereinsanekdoten geben. Ich hätte übrigens immer noch nichts dagegen, wenn die Vereine mich in ihr Stadion einladen (natürlich mit Anreise und Übernachtung) und zu einem Bier- und Bratwursttest und einem schönen Zweitligaspiel einladen. Wunschgegner könnt ihr euch ja denken. Aber tatsächlich würde ich das zeitlich ja gar nicht schaffen. Also konzentriere ich mich in den nächsten Wochen erst mal wieder auf die Fakten, die mir das Netz so bietet.

Sommerpause!
Nie mehr 3. Liga!
(jaja, is klar)

Fußballvoodoo

Am 13. September habe ich diesen schönen kleinen Lobgesang auf die vermeintlichen kleineren Fußballvereine mit ihren schönen, charmanten Stadien gehalten. Und erklärte dabei, dass allein das schon für mich ein Grund ist, dass ich kein BVB-Fan werden kann. Zu viele „Schönwetterfans“ und so. Und überhaupt: worüber soll ich mich denn da aufregen, wenn die Mannschaft immer gewinnt und alles so gut läuft?! An diesem Tag hat der BVB übrigens 3:1 gegen Freiburg gewonnen.

Und dann? 2:0 gegen Mainz verloren. Unentschieden gegen Stuttgart. Eine Derby-Niederlage gegen Schalke. 0:1 gegen den HSV verloren. 2:1 gegen Köln und dann schlussendlich 0:1 gegen Hannover. Platz 15 in der Tabelle und damit nicht mehr weit vom Abstiegskampf entfernt. Jetzt nur keine Panik, liebe BVB-Fans: die Saison dauert ja noch eine Weile, da ist noch alles drin.

Aber: das hatte ich doch so auch nicht gemeint! Ich kann ja verstehen, dass die Spieler da Wert drauf legen, dass ich sie toll finde und gerne ins Stadion gehe. Das ist ja auch eine Ehre. Ich war ja sogar auch schon im Dortmunder Stadion, finde es halt nur so aufwändig und unentspannt. Trotzdem muss man ja nicht direkt zu solch drastischen Mitteln greifen und so spielen. Das ist vielleicht etwas übertrieben.

Tatsächlich nehme ich dann jetzt weitere Vorschläge an, von was ich niemals Fan werden könnte, weil sie mir zu erfolgreich sind (die CDU zum Beispiel). Obwohl ich ja ein bisschen Angst davor habe, auf einem Scheiterhaufen zu landen. Aber mit dem Risiko kann ich leben.

Und liebe BVB-Fans: sollte es ganz schlimm kommen, dann tröstet euch. Die 2. Liga hat auch attraktive Spiele. In Sandhausen und Aue kann man auch mal ein Wochenende verbringen. Gut, es gibt dann weniger Geld und das Stadion wird vielleicht auch nicht mehr voll sein. Aber eins verspreche ich: sollte der BVB absteigen, dann werde ich bei erstbester Gelegenheit mal wieder ins Stadion gehen. Die Arminia steigt ja schließlich auch wieder auf.

Anne Castroper

Anne Castroper, liebe auswärtigen Leser, ist nicht etwa der Name eines Mädchens aus der Nachbarschaft, sondern vielmehr eine Adresse. Und zwar die Adresse vom Bochumer rewirpowerSTADION Ruhrstadion. Der VfL Bochum trägt dort, an der Castroper Straße, seine Heimspiele aus, und gestern war ich zum ersten Mal in meinem Leben dort. Es spielte der VfL Bochum gegen den Karlsruher SC und ich war eher nur so eine neutrale Begleitperson. Mir war es ziemlich egal, wie das Spiel ausgehen würde, aber ich schau halt einfach gerne Fußball. Ich liebe die Stadion-Atmosphäre, und dabei geht es mir wie bei Konzerten: kleiner kann oft besser sein.

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Ins Bochumer Stadion passen etwa 29.300 Zuschauer – und das reicht mir völlig. Voll war es übrigens nicht ansatzweise, aber da es mir ja auch egal ist, wie es dem Verein finanziell geht, ist es mir auch egal, ob das Stadion voll ist. War sogar ganz angenehm, konnten wir uns noch die besten Plätze in unserem Bereich aussuchen.

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Ich mache mich jetzt vielleicht ein bisschen unbeliebt, aber: wenn man mir ein Ticket für lau für ein Spiel in Dortmund anböte und eins für ein Spiel in Bochum – ich würde das Ticket für Bochum nehmen (Nein, die Wahrheit ist natürlich, dass ich BEIDE nehmen würde, ich raffgieriges Ding). Ich war nun schon zweidrei Mal im Dortmunder Stadion und wenn ich das mit meinen Besuchen in kleineren Stadien vergleiche, die Alm, das Ruhrstadion, die Lohmühle oder auch das Stadion in Ahlen…ich hatte immer mehr Herzblut-Momente in den kleinen Dingern. Klar, das ist schon beeindruckend, so auf die gelbe Wand zu schauen. Ich mag aber lieber die schmalen Stadien, wo man nicht erst zwanzig Minuten bis zu seinem Platz unterwegs ist und auch während des Spiels ohne Probleme aufstehen und Bier holen/ein Tor pinkeln gehen kann.

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Davon abgesehen, dass Bier und Bratwurst in den kleinen Stadien mir bisher auch immer besser geschmeckt haben. Vom Ahlener Glühwein will ich mal gar nicht anfangen, der ist ja ein Getränk für Götter. Ich sitze dann auch gerne zwischen Menschen, die schon ihr Leben lang den Fußball und ihren Verein gleichermaßen lieben und hassen. Die Aufstiege und Abstiege gefeiert haben, die jedes Jahr um die Existenz bangen. Die sich aufregen. Wäre ich BVB-Fan, ich wüsste gar nicht, worüber ich mich aufregen sollte. Und das macht den Fußball doch so besonders. In den kleinen Stadien, da sitzen die Leute, die wegen IHRER Mannschaft da sind, und weil sich das so gehört in ihrem Leben. Und vielleicht noch, weil es da legitim ist, am hellichten Tag unter freiem Himmel Bier zu trinken.

Im Westfalenstadion sitzen und stehen ja natürlich auch eine Menge Fans, also echte Fans, nicht nur so Eventfans. Vielleicht sogar doppelt so viele wie in Bochum zum Beispiel. Bleibt halt aber immer noch ne Menge Platz für Leute, die zwar einen schwarz-gelben Schal umgeschlungen haben, aber nicht mal ansatzweise die Abseitsregel erklären könnten. Und das ist natürlich nicht nur in Dortmund so, da gibt es ja noch mehr Vereine dieser Größenklasse. Und ich möchte auch noch mal betonen, dass ich den „echten“ Fans damit nicht auf die Füße treten will. Ich glaube nur – und das ist meine Meinung, die dazu noch vollkommen unbelegt ist – dass prozentual in unteren Ligen und kleineren Stadien mehr Fans zu finden sind, deren Herz an dem jeweiligen Verein hängt. Leiden schafft Leidenschaft. Wisst ihr ja.

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Ein Vorteil hat es ja auch noch, Fan eines kleinen Vereins zu sein: ich mache mir nie Sorgen, dass Bayern München aus reiner Boshaftigkeit den Kader von Arminia Bielefeld aufkauft. Wie entspannt man da sein kann. Und mein nächstes Fußballspiel in Dortmund findet vermutlich in der Roten Erde statt. Weil es sich immer wieder lohnt, da hinzugehen.

Willkommen in der 3. Liga (Osnabrück und Kiel)

Ab in den Norden! Auch wenn Osnabrück nicht so nördlich liegt – aber es ist der einzige Verein aus Niedersachsen und Kiel der einzige Verein aus Schleswig Holstein und irgendwie landen sie deswegen gemeinsam hier.

Der VfL Osnabrück, mit den aparten Vereinsfarben lila und weiß (Das Motto „Aus Leidenschaft. Lila-Weiß.“ bring mich übrigens immer zum Schmunzeln), ist ungefähr genauso eine Fahrstuhlmannschaft wie Arminia Bielefeld. Man traf sich auch schon gelegentlich auf dem Platz und es gab dort dann auch mal dieses besondere Spiel, an einem letzten Spieltag…an den sich wohl lieber die Arminia Fans erinnern.

Gespielt wird übrigens in der Osnatel-Arena an der Bremer Brücke, auch hier gibt es Nichtraucherbereiche und Stehplatzkarten für 12 €. Das ist gar nicht so wenig für die 3. Liga, aber auch in Osnabrück muss man jeden Taler zweimal umdrehen und es ist ja auch immer noch bezahlbar. Die Internetseite des VfLs ist übrigens sehr schön klar und schlicht, das gibt schon mal Extrapunkte. Einen Shop gibt es natürlich auch, mein Lieblingsstück ist dann auch direkt der Cocktailsessel für schlappe 400 Schleifen. Kann man sich ja mal ins Wohnzimmer stellen. In Lila-Weiß. In Osnabrück vielleicht. Oder direkt das Sofa für 800 €. Alles kein Scherz. Wer nicht ganz so viel investieren will kauft einfach Kicker-Figuren (tolle Idee) oder ein VfL Skatspiel. Maskottchen gibt es übrigens direkt zwei, hier wird nicht gekleckert. Es handelt sich um Li & La, zwei überdimensionierte Smarties auf Beinen.

Ein paar ehemalige Spieler teilen sich der VfL und die Arminia übrigens auch, unter anderem Patrick Owomoyela (der scheinbar gerade in meiner weiteren Nachbarschaft ein Haus baut) und Legende Ansgar Brinkmann. Aber auch Udo Lattek hat mal für den Verein gekickt, ist aber auch schon ne Weile her.
Ich persönlich drücke dem VfL immer ein bisschen die Daumen – natürlich nur, wenn es der Arminia dabei nicht schadet. Nicht nur, weil wir den gemeinsamen Feind Preußen Münster haben, sondern auch, weil in Osnabrück einfach ein paar wunderbare Menschen wohnen. Eine ganz eigene Fanfreundschaft.

In Kiel kenn ich auch nette Menschen, aber vom Fußballverein Holstein Kiel hört man grundsätzlich eher so Krawall-Dinge. Bezeichnend finde ich auch, dass es im Shop mehrere Pflegeprodukte gibt: Zahnbürste, Lippenpflege und Duschgel/Shampoo. Vielleicht ist das ein Wink mit dem Zaunpfahl vom Verein an seine Fans. Wer weiß das schon.

Wenn man sich dann ordentlich die Zähne geputzt und die Haare gewaschen hat, dann kommt man für 11 (offen) bzw. 12 (überdacht) Euro auf einen Stehplatz im Stadion. Das Maskottchen ist Stolle, der Storch. Vielleicht ist der auch für den Nachwuchs zuständig. Ein paar bekannte ehemalige Spieler habe ich auch noch gefunden, unter anderem Sidney Sam und Andreas Köpke.

Mein persönliches Highlight auf der Website der Holsteiner war übrigens der Bereich „Medizin“, der ziemlich detailliert Einblicke in das medizinische Betreuungsteam der Mannschaft gibt. So weiß ich jetzt auch, dass man seit 2013 Blutegel zur Behandlung von Hämatomen einsetzt. Hoffentlich kommt da mal eine Frage bei Quizduell.

So, jetzt nur noch BaWü und NRW. Die Weltmeisterschaft ist nun auch fast vorbei, da kann die Liga jetzt aber auch wirklich bald starten.

Willkommen in der 3. Liga (Cottbus und Rostock)

Wir bleiben im Osten, genauer gesagt in Brandenburg und in Mecklenburg-Vorpommern.

Im Cottbusser Stadion der Freundschaft kann man bei Sonnenschein auch Geld sparen – es gibt nämlich auch hier überdachte und unüberdachte Stehplätze. Die kosten dann 8, bzw. 10 € (im Vorverkauf), das ist schon ziemlich günstig. Auf der Internetseite wird dann noch von der unvergleichbaren Stimmung geschwärmt, man steht ja quasi direkt am Spielfeldrand. Ich mag solche kleinen schmalen Stadien ja und ich kann mir sogar vorstellen, dass dort auf der Homepage nicht zu sehr übertrieben wird.
Maskottchen ist „Lauzi“, ein, ähm, Dings. Männchen. Eine Figur davon kann man im Shop erwerben, oder man investiert sein Geld in einen Bleistift. Generell hat der Shop schon einige Dinge zur Auswahl, aber es ist nichts außergewöhnliches dabei. Schals, Kappen, Jacken und alles fürs Baby. Modell des Mannschaftsbus, Schlüsselanhänger usw. Das bekommt man ja wirklich überall.
Ich glaube, ich werde ein wenig wehmütig sein, wenn diese Saison der Name Cottbus fällt, denn immerhin ist Stefan Krämer nun dort Trainer. Ich schau gar nicht nach berühmten ehemaligen Spielern, für mich ist nur er wichtig, der Mann mit dem schwarzweißblauen Herz. Ich wünsche ihm und Cottbus den direkten Wiederaufstiegt, dann den Aufstieg in die erste Liga und dort das Triple. Ehrlich mal.

Als ich noch in Bielefeld wohnte und Hansa Rostock zu Gast in der Stadt war, dann habe ich gerne ein paar Umwege zum Stadion in Kauf genommen, denn für Gewöhnlich zogen die Fans eine kleine Schneise der Verwüstung durch die Stadt. Deswegen bin ich grundsätzlich immer froh, wenn Rostock und Bielefeld nicht in der gleichen Liga spielen, aber man kann halt nicht jede Saison das Glück haben (und dann auch noch Dresden! Hoffentlich hat die Stadt das in ihrem Haushaltsplan berücksichtigt!).
Für einen Stehplatz legt man übrigens 12 € (Vorverkauf) hin, nun ja. Dafür gibt es ein paar Nichtraucherblöcke, das find ich gar nicht so blöd. Obwohl es mich auch nicht stört, wenn im Stadion jemand in meiner Nähe raucht, aber gerade wenn man mit Kindern dort ist, ist es ja auch nicht verkehrt. So kann ja jeder sitzen/stehen wo es ihm gefällt. Kinder bis 14 sind in Rostock übrigens Nixzahler. Das nenn ich Nachwuchsförderung. Die beiden Kinder auf dem Werbeplakat zu dieser Aktion sind übrigens barfuß. Das würde ich im Stadion übrigens grundsätzlich nie empfehlen.

Enorm neidisch bin ich übrigens auf den Jutebeutel aus dem Fanshop. Da Hansa in Dortmund allerdings ja ein Bier mit zweifelhaftem Ruf ist, würde es hier wohl falsch verstanden werden. Aber wäre auch passend. Aber überhaupt: da ist eine Menge los im Shop. Brillenetui mit Putztuch, ein Wecker, Klappkarten mit Musik, Partydeko, Hundehalsbänder, Anti-Rutsch-Sticker für die Dusche…eigentlich kann man in diesem Shop ALLES kaufen. Die Aufstiegs-DVD ist gerade reduziert.

Richtig dicke Freundschaft pflegt man übrigens zu St. Pauli, was man gerne mal mit Feuerwerk im Stadion zeigt. Ich glaube, Hamburg hat beim Abstieg der Rostocker neulich drei Kreuze gemacht. Vielleicht hat die Arminia ja nächstes Jahr auch wieder Glück. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Hinfallen. Aufstehen. Krone richten. Weitermachen.