2017

Am Silvestermorgen lag ich wach im Bett, dachte über das Jahr nach und überlegte, wie das nächste wohl so werden wird. Vorsätze? Das übliche: weniger Kuchen und mehr Zimtschnecken. Mehr Bewegung und mehr faulenzende Pausen mit Nichtstun. Und dann noch mehr Musik, mehr Aufmerksamkeit, mehr Respekt, weniger Stress und Hektik. Nichts Neues also, vermutlich halte ich bis ungefähr zum 4. Januar durch. Gibt schlimmeres. Was immerhin schon geklappt hat: eine Verabredung, um Zeit mit Freunden zu verbringen, Stunden auf dem Sofa mit meinem Spotify Mix der Woche und ein langer Spaziergang ohne Blick aufs Smartphone. Dafür startete das Jahr mit einem Bissen der schokoladigsten Geburtstagstorte aller Zeiten, die vermutlich in keinem Diätratgeber zu finden ist. Vielleicht ist das aber auch nur ein Zeichen dafür, dass das Jahr besonders gut wird.

Das schönste am Jahreswechsel ist übrigens fast für mich, dass jetzt nach den vier Adventssonntagen, Weihnachten, Silvester und Neujahr endlich wieder eine Zeit anbricht, in der man nicht in seinen WhatsApp-Gruppen mit Videos, Bildern und Nachrichten überflutet wird. Dabei mag ich diese Gruppen eigentlich sogar – seit ich sie komplett auf stumm gestellt habe – denn ich finde sie durchaus praktisch und zeitweise amüsant. Bei dieser Flut allerdings kapituliere ich dann doch und habe mit Sicherheit in der ein oder anderen Gruppe vergessen, auf den ein oder anderen guten oder gutgemeinten Wunsch zu antworten.

Egal. Während man im Dezember noch damit beschäftigt ist, auf Weihnachtsfeiern zu tanzen, Geschenke zu besorgen und hemmungslos Glühwein auf sämtlichen Weihnachtsmärkten der Region zu trinken, ist der Januar also eher ein bisschen ruhig. Es gibt Leute, die damit nicht sonderlich gut umgehen können, ich versuche, das beste aus dem Januar (und Februar) zu machen. Jetzt ist Januar, der Monat mit den vielen Rechnungen, mit tendenziell eher nicht so hübschem Wetter, wenn die Hose nach Weihnachten ein bisschen kneift, man sich den Sommer herbeisehnt und Pläne schmiedet. Das mit den Plänen mache ich zumindest so. Reiseziele suchen, nach Unterkünften und Flügen schauen, Ausflugsziele festlegen, träumen. Dafür ist der Januar schon ganz gut geeignet. Außerdem fürs Aufräumen und Ausmisten – wenn man die Weihnachtsdeko wegräumt ist da ja die Hälfte schon geschafft.

Vorsätze halte ich nicht ein, Pläne schmieden und ein bisschen rumträumen passt viel besser zu mir. Und dazu gehört auch wünschen und hoffen. Für 2017 wünsche ich mir viel Spaß, ein paar Abenteuer, etliche Ausflüge, Entdeckungen, neue Dinge (im nicht-materiellen Sinne), das richtige Maß an Langeweile, Bewegung, Wärme, mindestens einmal im Meer schwimmen, Genuss, Geduld und immer sehr viel Zeit für Freunde und Familie. So ist das. Die Optimistin in mir ist sich sicher, dass 2017 ein zauberhaftes Jahr wird. Und die Faulenzerin bleibt einfach auf dem Sofa liegen und wartet ab. Wie üblich.

 

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