weihnachtsdings

Nur noch wenige Tage bis Weihnachten. Mein Verstand weiß das auch, nur dem Gefühl hat es noch keiner gesagt. Wenn mir einer eine schöne Weihnachtszeit wünscht, dann reagiere ich meist erstmal mit einem „äääähh…ach ja. Ja. Danke gleichfalls“. Arbeitsbedingt wird das jetzt besser, denn wenn einem gefühlt dreihundert Mal am Tag frohe Weihnachten gewünscht wird, dann gewöhnt man sich doch irgendwann daran. Es ist Weihnachtszeit.

Ich war bereits auf dem Weihnachtsmarkt, auf unterschiedlichen sogar. Ich hatte roten Glühwein, weißen Glühwein und Apfel-Zimt-Glühwein. Und Kinderpunsch. Und gebrannte Mandeln. Ich habe in Dortmund den Weihnachtsbaum auf dem Hansaplatz fotografiert und die riesige Weihnachtspyramide auf der Hansastraße. Ich habe gemeinsam mit Freundinnen Plätzchen gebacken, das Weihnachtsmenü geplant und getestet, einen Adventskranz besorgt und ein wenig weihnachtlich dekoriert. Nahezu alle Geschenke sind besorgt, dazu noch neues Geschenkpapier, Schleifenbänder und Geschenkanhänger. Ich habe sogar Weihnachtskarten geschrieben! Vielleicht schaffe ich es ja sogar, sie zu verschicken.

In den letzten Jahren hatte ich nach Weihnachten immer kiloweise Schokolade Zuhause, die dann irgendwann alt und ranzig wurde und ich sie regelmäßig im Spätsommer wegwarf. Ich habe nichts gegen Schokolade, bin aber längst nicht mehr so scharf auf sie wie noch vor zehn Jahren. In diesem Jahr ist es anders, denn all meine bisher angesammelte Weihnachtszeitschokolade gebe ich an eine Stiftung weiter, die sie wiederum an obdachlose Kinder verteilen. Was danach noch dazukommt, wird an Bodo gespendet, damit die es an ihre Verkäufer geben können. Außerdem werden Wunschzettel von Kindern aus Wohngruppen der Stiftung erfüllt. Mir tut es nicht weh, noch einzwei Geschenke mehr zu besorgen und die Kinder werden sich sicherlich sehr freuen. Ich weiß, ich rette damit nicht die Welt und ich möchte auch nicht auf Superhero machen. Ich würde mich nur sehr freuen, wenn der ein oder andere Leser hier auch zumindest darüber nachdenkt und dann auch gerne handelt. Es gibt zahlreiche Aktionen, die man unterstützen kann und ich kann euch verraten, dass es kein schlechtes Gefühl ist, anderen Leuten zu helfen.

Ich mag Weihnachtsbeleuchtung, wirklich. Sogar dann, wenn sie ein bisschen ins kitschige abdriftet. Es ist immerhin LICHT in diesen dunklen Tagen. Ich gehe morgens im Dunklen aus dem Haus und abends im Dunklen aus dem Büro. Da freue ich mich wirklich über Weihnachtsbeleuchtung. Aber manchmal gibt es wirklich sehr gruselige Dinge, die mich verstören. Auf dem Weg zum Sport stehe ich meistens an einer T-Kreuzung, direkt gegenüber ein Haus mit LED-Lichtschläuchen in zwei Fenstern. Bunte LEDs. Mit Farbwechsel. Natürlich haben die Fenster unterschiedliche Schläuche und leuchten so nebeneinander in unterschiedlichen Farbwechseln vor sich hin. Bei langen Rotphasen habe ich Angst, dass mein Gehirn einfach aufhört zu funktionieren.

In zwei Wochen ist Heilig Abend und mein Herz ist noch im Spätsommer und möchte höchstens ein paar Kastanien sammeln gehen. Der Winter und ich, wir werden halt keine Freunde, das ist ja nichts Neues. Als Alternative träum ich mich schon mal in den nächsten Sommerurlaub.

Jetzt stibitzt euch alle noch einen Keks und dreht das Radio beim nächsten Weihnachtslied ein bisschen lauter. Bald ist Weihnachten und ich freu mich darauf. Ist auch nicht mehr lang hin, nur noch so dreivier Monate.

Oder nicht?

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Kategorien: I hope, I think, I know | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „weihnachtsdings

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