Pottspot: Daniels kleine Farm in Castrop-Rauxel

Letzten Samstag habe ich etwas erlebt, was ich schon länger mal vorhatte: ich war mit einem Alpaka spazieren. Einem Alpaka namens Miles.

Ganz genau genommen waren Miles und ich nicht alleine unterwegs, wir hatten uns da ja auch gerade erst kennengelernt. Insgesamt waren es sieben Alpakas, sieben Spaziergänger wie ich und dann noch Kalle, der bei Daniels Farm in Castrop-Rauxel arbeitet und uns auf dem Spaziergang begleitet hat. Nicht nur das, zuvor hat er uns noch beim halftern geholfen und während des etwa zweistündigen Spaziergangs hat er auf uns aufgepasst, uns eine Menge über Alpakas erzählt und jede unserer Fragen beantwortet. 

Ich bin nicht so der riesige Tierfreund, vor allem bin ich nicht so begeistert von „normalen“ Tieren. Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich zb Kaninchen blöd finde, Pferde sind der Horror, es gibt nur einen Hund, den ich mag und ich bin seit meiner Kindheit streichelzootraumatisiert. Aber ich mag Affen, Schafe, Giraffen, Pinguine (OK, jeder mag Pinguine) und auch Alpakas. 

Sieben Alpakas und sieben Menschen, wir lernten uns erstmal kennen und zogen dann los, durch das Castroper Naturschutzgebiet Wagenbruch bis zur Tongrube der ehemaligen Ziegelei. Miles und ich gingen meistens voran, weil er so entspannt ist und gut vorne läuft. Gemeinsam schauten wir uns die Gegend an, die er schon kannte, ich aber nicht.

Castrop-Rauxel kenne ich mittlerweile teilweise ganz gut und halte die Stadt für deutlich unterschätzt. Dass es dort aber ein so wunderschönes Gebiet gibt, hat mich dann doch noch etwas erstaunt. Eben noch an einer Hauptstraße und nur wenige Schritte später dann zwischen Feldern und Wiesen, dann an einem Bach entlang, durch ein Waldstück bis zu der Senke der Tongrube. Idylle pur.

Allerdings hatte ich ja Miles die ganze Zeit an der Leine und diese hält man nun mal pflichtbewusst mit beiden Händen. Keine Hand frei zum Landschaft fotografieren, eben mal anhalten geht auch nicht, wenn man in so einer Karawane läuft. Also: wiederkommen, dann ohne Alpaka. Und bis dahin: genießen, genießen, genießen. Die Natur, die frische Herbstluft und das freundliche Tier neben mir.

Obwohl Alpakas recht schreckhaft sind, strahlen sie gleichzeitig auch eine angenehme Ruhe aus. Sie sind enorm aufmerksam und achten sehr auf Bewegungen und Geräusche in der Umgebung (so war das zumindest bei Miles). Irgendwann fängt man an, auch ein bisschen aufmerksamer zu werden und sich alles etwas genauer anzuschauen. Der ganze Spaziergang, inklusive ein paar Grasfresspausen für die Alpakas – meist wenn wir ein paar Hunden aus dem Weg gehen wollten – in der Natur war Entschleunigung und fast therapierend. 

Es ist ein bisschen schwer zu erklären, aber so ein Spaziergang macht einfach unglaublich glücklich. Es ist ein gutes Gefühl, das Alpaka neben einem, ich hatte das Gefühl, dass es mir vertraut und nach einer Weile waren wir so eingegrooved und im Rhythmus, wir hätten meinetwegen noch stundenlang durch die Gegend laufen können. Also bleibt mir nichts anderes übrig: ich werde wieder kommen müssen, zu Daniels kleiner Farm. Ich hoffe, Miles freut sich auch.

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Kategorien: me, myself & I, Pottspots | Schlagwörter: , | 4 Kommentare

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4 Gedanken zu „Pottspot: Daniels kleine Farm in Castrop-Rauxel

  1. Was es alles gibt!

  2. Miss James

    Und jeder sollte es mal erlebt haben!

  3. Oh, ich bin verliebt in Miles ❤ Wenn sich mal die Gelegenheit ergibt, möchte ich auch mal mit ihm laufen. Seufz!
    Ich glaub gern, dass so eine Runde extrem entspannend und erdend ist!
    Und ich grüß dich einfach mal von dem kleinen Hundi (der mittlerweile übrigens etwas mopsig wird) neben mir 😉
    Liebe Grüße, Frauke

  4. Miss James

    Mit dem Hundi würde ich auch gern mal wieder ne Runde laufen 🙂

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