Festivalsommer 2016: Way Back When

Das Ende der Festivalsaison, mit der 3. Ausgabe des Way Back When in Dortmund. Ein dreitägiges Indoorfestival im FZW, im Domicil und in der Pauluskirche. Und – sorry Haldern – mit dem für mich besten Line Up bei den diesjährigen Festivals.

Es ist natürlich eine ganz andere Festivalatmosphäre, kein Zelten, kein Frühstücksbier (obwohl es möglich gewesen wäre), mit dem Nachtbus nach Hause fahren, bequem Schlafen und tagsüber noch ein paar Dinge erledigen, dafür kein Konzert zum Sonnenuntergang. Hat also Vor- aber auch ein paar Nachteile.

Was ich gesehen habe, in chronologischer Reihenfolge:

Otherkin, The Slow Show (minus das Ende), Tocotronic (minus den Anfang), We Are Scientists, Bombay, We Were Promised Jetpacks, Isolation Berlin, Augustines, Von Wegen Lisbeth, The Boxer Rebellion und Kakkmaddafakka (minus das Ende).

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Verpasst habe ich Giant Rooks, weil es eine private geburtstagsfeierliche Terminüberschneidung gab und Wintersleep, weil es einfach zu viele andere auch wollten. Ein Opfer des Einlassstops. Außerdem habe ich das Konzert von Kakkmaddafakka frühzeitig verlassen, obwohl es mir wieder mal sehr gut gefallen hat. Aber leider hatte ich mir pünktlich zum Wochenende auch einen kleinen, aber fiesen Schnupfen eingefangen und mein Körper streikte dann am Samstagabend einfach irgendwann.

Abschied nehmen.Das gehörte dieses Mal auch dazu, gleich zwei Bands sah ich möglicherweise zum letzten Mal live. Möglicherweise, weil man ja nie weiß. Zumindest bei einer Band habe ich noch Hoffung, und das ist Tocotronic. Das habe ich auch überhaupt nicht gewusst, sonst hätte ich während des Konzerts eventuell noch ein paar bittere Abschiedstränen geweint. So las ich erst am nächsten Morgen diesen „das letzte Konzert auf unbestimmte Zeit“-Satz und ich war doppelt froh, am Freitag The Slow Show ein bisschen eher verlassen zu haben um durch den Regen zum FZW zu laufen. Unbestimmte Zeit ist natürlich sehr vage und kann ja auch drei Wochen bedeuten.

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Den zweiten Abschied mussten wir von den Augustines nehmen, die hatten allerdings schon ein paar Wochen zuvor angekündigt, dass es ihre letzte Tournee wird. Die Band habe ich vor ein paar Jahren schon mal live gesehen – und das Konzert hatte ich als eher schwach in Erinnerung. Dieses Mal war es allerdings schon nahezu episch. Vielleicht war die Band emotionaler, vielleicht zollte auch das Publikum besonderen Tribut. Auf jeden Fall war es ein Konzert voller Highlights. Und ich glaube, wir alle wollten mit Marco tauschen, der Mitternacht Geburtstag hatte und spontan auf die Bühne eingeladen wurde. Möglicherweise wäre ich aber auch einfach ohnmächtig geworden. Die Augustines überzogen übrigens gnadenlos und am liebsten hätten wir sie einfach niemals von der Bühne gelassen. Am Ende sah man einige feuchte Augen und irgendwie hätte es mich nicht so richtig überracht, wenn die Band „Ach komm, wir machen doch weiter und trennen uns nicht“ gesagt hätte. Es fühlte  sich so unwirklich an, als sie gingen. Aber sie haben es natürlich nicht gesagt.

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Dieses Konzert war für mich das Größte beim Way Back When, aber es gab weitere schöne Momente. Otherkin habe ich ja schon erwähnt. Am Ende des Konzerts standen wir gemeinsam mit der Band auf der Bühne des FZW-Clubs. Interessante Perspektive. We Were Promised Jetpacks war auch super und ließ mich wieder an den schönen Schottlandurlaub zurückdenken. Durch den Regen zum Konzert von Tocotronic laufen und dann bei „Digital ist besser“ das FZW betreten. Das Publikum ging mir übrigens durchgehend nicht oder nur sehr wenig auf die Nerven, das ist ja auch durchaus mal eine Meldung wert.

Ich warte jetzt auf die Early Bird-Tickets für 2017. Tschüss Festivaljahr 2016, du warst ein gutes Jahr.
(Edit: hier könnt ihr noch mehr über das wbw lesen und anschauen)

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Kategorien: Hometown Blues, our night out | Schlagwörter: , , , | Hinterlasse einen Kommentar

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