Hej Nordborg

Mein Sommerurlaub wurde in diesem Jahr von zwei Terminen geprägt: erstmal das Haldern Pop-Festival und dann noch eine Woche später die Hochzeit meiner Schwester in Hamburg. Drumherum dreieinhalb freie Wochen, aber dann doch nicht so viel Zeit, um eine lange Reise planen zu können. Wir beschlossen, den „richtigen“ Urlaub direkt nach der Hochzeit starten zu lassen, dann hatten wir noch eine ganze Woche. Von Hamburg aus erst nach Hause fahren und dann wegfliegen erschien uns Quatsch, also einfach von dort mit dem Auto weiter – die Küste ist schließlich nah. Ich bin ein Ostseefan und dazu noch sehr verliebt in Dänemark. In Dänemark habe ich gefühlt jeden Sommer meiner Kindheit verbracht, na also zumindest dreiviertel davon. Und dieses Sommergefühl von damals wollte ich gerne wieder erleben.

Für eine Woche bezogen wir ein kleines Ferienhäuschen in Nordborg/Købingsmark. Das liegt ganz im Norden der Halbinsel Als, die widerum im Süden Dänemarks liegt. 

Und dann: eine Woche Bilderbuch-Urlaub. Viel Natur – Obstbäume, Stoppelfelder, über eine Wiese voll Klee und Butterblumen zum Meer gehen, ein Hase im Garten, überall Libellen und Schmetterlinge (und Mücken). Eine durch die Ostsee sehr gut ertragbare Wärme. Lakritzeis. Und Zeit, so viel Zeit. Zeit zum spazieren gehen, zum am Strand liegen, zum lesen, im Meer planschen, schlafen, zum in den Himmel gucken. 

Es war eine Woche wie Kind sein, so ein bisschen. Morgens eine Runde barfuß über das noch taunasse Gras laufen. Brombeeren direkt vom Strauch in den Mund wandern lassen. Wie lang manche Tage endlich wieder waren, aber ohne, dass es uns langweilig wurde. Und so war es, dass es zwar „nur“ eine Woche dort war, aber ich schon nach ungefähr drei Tagen so entspannt wie lange nicht.

Spätsommersonne genießen, wie schön das ist. Eine Uhr hatten wir meistens nicht griffbereit, es war einfach so egal, wie spät es gerade ist. Abends schaute ich online nach Nachrichten, aber ich spürte auch wieder, wie gut es tut, nicht immer alles sofort zu erfahren.

So eine Woche kann ich nur jedem empfehlen. Und Dänemark sowieso. Von diesem Land habe ich übrigens schon so gut wie alles gesehen, nur die Hauptstadt Kopenhagen habe ich noch nie besucht. Ich finde, das kann 2017 mal geändert werden. 

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Ein Gedanke zu „Hej Nordborg

  1. Pingback: On Tour: Kopenhagen | kleine Meise - großes Herz

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