wepkwmnidi – Teil 3

Es gibt noch etwas, woran ich mich gewöhnen musste, als ich ins Ruhrgebiet zog: die Verbindung zwischen den Städten.

Damit meine ich zum einen die Autobahnen. Klar, Autobahnen so grundsätzlich kannte ich vorher auch schon, allen voran die A2. Aber im Ruhrgebiet gibt es so zahlreiche Autobahnen, dass ich gelegentlich schon etwas länger nachdenken muss, welche wohin führt. Was ich am Anfang besonders kurios fand: wenn ich zum Beispiel Freunde oder die Schwiegereltern in der Nachbarstadt Castrop-Rauxel besuche, dann fahre ich über sage und schreibe drei verschiedene Autobahnen (A 40, A 45 und A 42) und das für eine Strecke, für die ich mit viel Glück nachts nur etwa zwanzig Minuten brauche. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, man nutzt halt die Autobahn. Manchmal ist man sogar schneller, meist nicht so richtig. Über das Wort Ruhrschnellweg (A 40) können die meisten wohl nur müde lächeln. Auffällig ist übrigens, dass nachts dort viele Autofahrer sogar an den Stellen, an denen man 120 fahren darf, nur höchstens 100 km/h fahren. Vermutlich können die gar nicht schnell fahren.

Was noch etwas neu für mich war, obwohl ich natürlich schon davon gehört hatte: die Städte gehen tatsächlich nahtlos ineinander über, zumindest an einigen Stellen. Das merkt man vor allem dann, wenn man die Autobahn verlässt. Um einen Stau zu umfahren, bietet sich das ja gelegentlich doch an. Wobei auch direkt an der Autobahn die Städte an einigen Stellen verschmelzen, da muss man nur mal an der A 40 etwas weiter westlich fahren. Ansonsten ist es halt wirklich so, dass man durch eine Wohnsiedlung fährt und wenn man einmal abbiegt ist man zum Beispiel nicht mehr in Dortmund, sondern mit einem Mal in Bochum. Gut, dass es keine Grenzübergänge mit Passkontrollen gibt. Es ist auch ganz normal, dass man für manche Dinge die Stadt verlässt. Kino in Bochum, Sport in Holzwickede, das sind alles keine weiten Wege.

Fast sechs Jahre wohne ich jetzt im Ruhrgebiet, da gewöhnt man sich natürlich auch an solche Dinge. Sogar an die Zuflussregelung an der Autobahnauffahrt, die mir bei meinem ersten Arbeitgeber regelmäßig auf den Keks ging. Grundsätzlich bin ich sehr froh, dass ich nicht täglich pendeln muss, sondern nur ab und an mal Auto fahre. Immerhin verfahre ich mich nicht mehr ganz so häufig wie früher und das liegt nicht nur daran, dass ich mir irgendwann mal ein Navigationssystem gegönnt habe.

Was einem also passieren kann, wenn man neu in Dortmund ist? Überall Autobahnen (gerne mit Staus) und von einer Stadt kannste in die nächste fallen. Aber wie das so ist: da gewöhnze dich dran!

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Kategorien: Hometown Blues, I hope, I think, I know | Hinterlasse einen Kommentar

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