Was einem passieren kann, wenn man neu in Dortmund ist – wepkwmnidi

Da die Arminia dieses Jahr mal die Klasse hält, fällt die Serie mit der Vorstellung der neuen Liga-Gegner aus. Dafür kam mir neulich eine neue Idee für eine kleine Sommerloch-Serie: was einem passieren kann, wenn man neu in Dortmund ist (oder mal zu Besuch). Ein kleiner Guide durch die Dortmunder Galaxis, der einem so manche Dinge erklären vermag, die einen sonst ratlos zurücklassen.

Starten wir mit einem Bergbau-Phänomen: Tagebruch!

Tagebruch (auch Tagesbruch oder Tagbruch) ist ein Wort, welches mir recht schnell begegnete als ich noch neu in Dortmund war. Und ich musste es beim ersten Mal tatsächlich erst mal nachschlagen, weil ich nicht so richtig wusste, was das ist.

Kurz gesagt: bei einem Tagebruch sackt der Boden ab und hinterlässt ein mehr oder weniger großes Loch. Das könnte auch natürliche Ursachen haben, im Falle des Tagebruch ist allerdings der Bergbau Schuld. Damit ist auch klar: Tagebrüche sind kein Dortmunder Phänomen, sondern kommen in allen Bergbau-Regionen vor. Und natürlich kommen sie auch dort vor, wo man sie nicht sonderlich gut gebrauchen kann. Zum Beispiel direkt auf der Autobahn, dort wo mal irgendjemand seine Garage hingebaut hat oder während du auf den Bus wartest.

Da man nicht überall sicher ist, wo sich Stollen befinden – es wurde halt nicht nur offiziell nach Kohle gegraben – oder man immer mal wieder löchrige Stellen findet, die dann verfüllt werden, gibt es zum Beispiel im Dortmunder Waldgebiet „Bittermark“ ein Verbot, die Wege zu verlassen und ich erinnere mich an die Zeit, als Züge im Schritttempo in den Essener Hauptbahnhof einfahren mussten, wenn sie nicht im Erdboden verschwinden wollten. Dass hier Straßen für einzwei Wochen gesperrt sind, kommt auch etwa einmal im Jahr vor und ich bin tatsächlich sehr überrascht, dass bisher offenbar noch nicht Schlimmeres passiert ist. Meinetwegen kann das natürlich so bleiben, ist ja so schon blöd genug. Und da glücklicherweise bisher nichts wirklich dramatisches passiert ist – ich habe es zumindest noch nicht mitbekommen – erlaube ich mir immer ein kleines Grinsen, wenn es mal wieder so weit ist.

Die legendäre Bodenständigkeit der Ruhrgebietsbewohner hat jedenfalls offenbar ganz andere Gründe.

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Kategorien: Hometown Blues | Schlagwörter: | Hinterlasse einen Kommentar

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