mein Dortmund

5 1/2 Jahre Dortmund! Eigentlich wollte ich eine Art Best Of-Liste erstellen, so meine Lieblingsorte für Bier trinken, Platten kaufen, Pommes essen usw. Aber dann konnte man neulich beim Dortmunder Mädel das Buch „Glücksorte im Ruhrgebiet“ gewinnen, woraufhin ich über meine Glücksorte nachdachte und mich hier umentschied. Das Buch habe ich übrigens nicht gewonnen, vielleicht kaufe ich es mir ja mal.

Ich habe viele Glücksorte. Nicht nur im Ruhrgebiet, sondern natürlich auch in Bielefeld, aber auch in Hamburg und in ganz anderen Ländern. Einen Glücksort meiner Kindheit werde ich im Sommer noch mal besuchen, neuere Glücksorte besuche ich regelmäßig.

Glücksorte im Ruhrgebiet, speziell in Dortmund. Das sind Orte, wo ich mich wohlfühle, wo ich Freunde treffen und abschalten kann. Hier bin ich Mensch, hier kann ich sein. Oder so ähnlich. Ein Glücksort ist zum Beispiel der Bergmannkiosk, speziell am Freitag Abend. Wochenende einläuten und Seele baumeln lassen. Andere sind das FZW, die Transfer-Buchhandlung in Hörde, mein Friseur oder das Depot in der Nordstadt. Das Phoenix West-Gelände inklusive Viadukt und dem Weg Richtung Westfalenpark. Nachts unter der Regenbogenbrücke herfahren oder der Blick, wenn man über den Hafen nach Dortmund reinfährt. Die Kampstraßen-Schaukeln. Der Ostfriedhof und das Kaiserstraßenviertel gehört auch dazu. Meine Wohnung ist ein Glücksort, wäre ja sonst auch wirklich blöd.

Glücksorte sind für mich meistens Orte, wo ich mich auskenne. Ich weiß, wo alles ist, muss nicht fragen, wo das Klo ist oder sonst was. Natürlich ist es spannend, neue Dinge und Orte zu entdecken, neues auszuprobieren, mal über seine Grenzen zu gehen. Aber es ist für mich auch genauso schön, und dann halt eher ent-spannend, sich im Gewohnten fallen lassen zu können. Nicht nachdenken, keine neuen Reize. Einfach nur ankommen und direkt da sein.

Seit ich 2010 nach Dortmund gezogen bin, haben sich viele dieser Glücksorte geändert. Anfangs war ich fast panisch auf der Suche nach solchen Orten und einige Cafes oder andere Orte, die ich mal super fand, besuche ich jetzt kaum noch. Dinge ändern sich, Schwerpunkte verschieben sich. So ist das Leben wohl. Vermutlich wird es sich auch weiterhin ändern, schließlich gibt es gerade im Gastronomie-Bereich immer wieder Veränderungen. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, ich komme gar nicht hinterher und müsste viel mehr Zeit in Cafes verbringen. Aber es läuft mir ja alles nicht weg, ich bleibe ja noch eine Weile hier. Der aktuelle Plan ist jedenfalls: für immer.

Fünfeinhalb Jahre in Dortmund und ich bin wirklich gespannt, wie es in weiteren fünfeinhalb Jahren aussehen wird. Dann feiere ich hier mein 10jähriges Jubiläum, mal schauen, welche Orte bis dahin dazugekommen sind oder welche es gar nicht mehr gibt. Ich werde auf jeden Fall versuchen, fleißig weiterzusammeln, denn Glücksorte kann man einfach nie genug haben.

 

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Kategorien: I hope, I think, I know | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „mein Dortmund

  1. airsign

    5 1/2 + 5 1/2 sind aber 11 Jahre. 😘

  2. Miss James

    Haha! Richtig!

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