meine Pinnwand

Ich bin jetzt bei Pinterest. Das hat sich eigentlich eher durch Zufall ergeben. Ich hatte zu einem Thema ein paar Ideen, Gedanken und Bilder im Kopf, die ich irgendwie sortiert und für mich abrufbar machen wollte, weil ich die Befürchtung hatte, dass ich zumindest ein paar dieser Ideen wieder vergesse. Ich schreibe mir sonst auch gerne einfach mal ein paar Erinnerungen in die „Kritzeleien“-App vom Smartphone, aber da es hauptsächlich Bilder waren, die ich mal im Internet gesehen hatte, ging das so nicht. Mir fiel dann Pinterest ein, die App war schon auf dem Telefon, nur bisher ungenutzt.

Ich meldete mich an, startete mit meiner ersten Pinnwand – und als ich die App wieder schloss, war so etwa eine Stunde vergangen. Seitdem habe ich noch ein paar weitere Pinnwände angelegt und sammele und sortiere fleißig Pins.

Ein weiterer Zeitfresser? Auf jeden Fall! Wenn ich mich einmal hinsetze und die App öffne, dann verliere ich mich darin. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass ich diese App nur für mich nutze. Es ist mir schnurzegal, wie viele Leute mir folgen oder wie sie meine Pinnwände finden. Ich pinne da Bilder, hauptsächlich, weil mir das Motiv gefällt, weil es mich inspiriert und manchmal tatsächlich auch, weil ich es mir merken möchte. Als ich neulich mit dem Dortmunder Mädel auf das Thema kam, meinte sie, dass es ja aber auch etwas beruhigendes hat, Dinge zu sortieren – und da gebe ich ihr recht. Ich bin ja auch generell ein riesiger Listen-Fan. Bisher öffne ich die Pinterest-App nur, wenn ich auch wirklich ein bisschen Zeit habe. Auf dem Weg zur Arbeit zum Beispiel, oder abends bzw. am Wochenende. Ich stöbere ein bisschen, schaue mir die größtenteils wirklich sehr ansprechenden Bilder an und sortiere sie auf meine Pinnwände ein. Ich sammele so neue Rezepte, Ideen für die Balkongestaltung, Sightseeingziele für den demnächst anstehenden Städtetrip nach Riga undundund. Hauptsächlich aber schüre ich mein Fernweh, denn die meisten Bilder landen auf meiner ebenso benannten Pinnwand.

Fernweh. Bilder aus Island, Bali, Norwegen, Neuseeland, Italien, Schweden, Kanada, Irland und etlichen Ländern mehr. Das Meer, Berge, Natur, Städte, Farben. Ich glaube, seitdem ich in Schottland war, ist das Fernweh in mir stärker als je zuvor. Ehrlich, Schottland hat mir das Herz gebrochen, in einer sehr guten Art und Weise. Schottland hat mich endgültig für Pauschalreisen ruiniert. Was ein Glück. Beim Gedanken, meinen Urlaub in einem Hotel am Pool zu verbringen, bekomme ich Beklemmungen.

Ich träume gern. Pinterest hilft mir dabei, den Alltag manchmal ein bisschen zu vergessen. Jetzt darauf achten, dass ich mich nicht in dieser schönen Bilderwelt verliere, dann kann ich da glaub ich ganz gut mit leben. Es werden sicherlich noch weitere Pinnwände folgen. Träum weiter.

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Kategorien: me, myself & I | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „meine Pinnwand

  1. Ich steige ja bei den vielen Plattformen gar nicht mehr durch. Was ist der Unterschied zu Instagramm? Oder ist die Frage schon entlarvend?

  2. Miss James

    Bei Instagram lädst du deine eigenen Bilder hoch. Das kann man bei Pinterest zwar auch, es geht aber mehr darum, Pin’nwände zu gestalten – mit „fremden“ Bildern, die dir gefallen und die zum Thema der jeweiligen Pinnwand passen.

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