our night out: Wanda (25.11.2015, FZW Dortmund)

Wanda ist ja so eine Band, die die Indiemusikwelt spaltet. Entweder man liebt sie, oder man findet sie unerträglich. Ich habe mich für lieben entschieden, kann aber auch gut damit leben, dass andere Leute sie blöd finden. Ich kann es sogar verstehen, bleibe aber bei meiner Meinung.

Schon im Mai konnte ich mir Wanda beim Way Back When-Festival anschauen und mich davon überzeugen, dass die Band live noch mehr Spaß macht. Ich glaube, ungefähr zu der Zeit wurde dann auch der nächste Termin in Dortmund bestätigt: November in Dortmund. In der Zwischenzeit kam dann auch das zweite Album „Bussi“ auf den Markt und konnte mich fast so begeistern wie das Debüt. Fast, immerhin. Das schaffen heutzutage schon nur noch wenige Bands.

Ein ausverkauftes FZW, eine gut gelaunte Band und ein Publikum…nunja. Wie Menschen so sind. Das Problem bei Wanda ist vielleicht, dass ihr Publikum direkt glaubt, dass man jetzt aber auch wirklich mal richtig wild und verrückt sein muss. Blöd nur, wenn die Menschen dabei eher so wirken, als wären sie sonst Versicherungsfachangestellte aus dem Umland. Aber das ist dann wohl einfach die Schattenseite, die man in Kauf nehmen muss, wenn man eine solche Band live sehen will. Das mit dem Ausblenden übe ich ja noch.

Bevor es mit Wanda losging, spielten uns aber noch Kent Coda aus Köln warm. Mit ihrem „Bologna“-Cover auf türkisch wurden sie von Wanda entdeckt und übernahmen dann auch den Support:

Danach dann aber Wanda, gute anderthalb Stunden Hits, Spaß, Schnaps und natürlich eine große Portion Amore. Ein paar anständige Bilder könnt ihr euch hier anschauen, ich selbst hatte nur mein Smartphone dabei.
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Das Set startet und endet mit „Luzia“, dazwischen die Lieder, diese besondere Energie der Band und eine Beatles-Coverversion. Bei „Ich will Schnaps“ lässt sich Sänger Marco Michael Wanda über das Publikum zur Theke tragen (das macht er glaub ich immer so) und lässt sich auf dem Rückweg von einem jungen Mann küssen (das passiert wohl nicht immer so).
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Wanda ist vielleicht endlich wieder eine Band, mit der Jugendliche wenigstens ein bisschen gegen ihre Eltern rebellieren können, je nach Eltern natürlich. Ich musste mein Leben lang nicht wirklich rebellieren, meine wilde Partyzeit liegt auch schon ein paar Tage zurück, aber ich freue mich trotzdem, dass es Bands wie Wanda gibt, die ein bisschen von der Radio-Norm abweichen, keine Holzfällerhemden tragen und über ihr Leid singen und einfach ihr eigenes Ding machen. Außerdem mag ich wienerischen Dialekt einfach sehr.

1, 2, 3, 4 – es ist so schön bei dir!

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