Fàilte gu Alba – Glasgow

Edinburgh ist die Schöne, Glasgow die Coole. Zwei schottische Städte, in Edinburgh starteten wir die Schottland-Reise, in Glasgow beendeten wir diese. Edinburgh die Schöne, Glasgow die Coole. Es ist so wahr. Statt Burg  und royaler Bauten warteten in Glasgow ein Festival, das King Tut’s Wah Wah Hut (das leider geschlossen war), hippe Burgerläden, Streetart, Plattenläden, Craft Beer und leider eine Menge Regen. Und dann natürlich auch doch noch beeindruckende Architektur, hauptsächlich geprägt von Charles Rennie Mackintosh. Ohne geht es in britischen Städten glaub ich gar nicht.

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Nach der Reise durch die Highlands und vor allem durch den doch recht menschenleeren Nordwesten von Schottland war Glasgow die perfekte letzte Station um sich wieder an die Zivilisation zu gewöhnen. Außerdem eine Stadt, in der man – also ich zumindest – wohl auch gut leben könnte. Nicht riesig groß, aber immerhin die größte Stadt Schottlands. Shopping, Kultur, Musik, Parks, ein Fluss, viel Gastronomie. Da bleibt kein Wunsch offen.

Es ist natürlich nicht ganz richtig, Glasgow mit dem Ruhrgebiet zu vergleichen, aber ein paar Ähnlichkeiten gibt es doch, allen voran der Strukturwandel. Andererseits ist Glasgow auch Herd von Kriminalität und Alkoholismus, bzw. Drogenmissbrauch. Die Mordrate ist die höchste in Großbritannien. Mir hat es trotzdem gefallen. Ich mag es ja, wenn Städte auch ein bisschen rauheren Charme haben und nicht einfach nur schön sind. Und nachts nach dem Festival zu Fuß zurück zum Hotel in der Innenstadt gehen wirkte jetzt auch nicht gefährlicher als in Dortmund. Kommt vermutlich auch sehr auf die jeweiligen Ecken der Stadt drauf an.

Schön ist es ja auch, wenn man ganz zufällig über richtige Schätze stolpert. Dass wir beim Barrowlands Park vorbeigekommen sind, war reiner Zufall. Und was uns dort geboten wurde, das habe ich in keinem Reiseführer finden können und auch die Internetrecherche war etwas aufwändiger. Willkommen am barrowland park and album pathway. Wahnsinn. Ein Pfad, optisch an CD-Rücken erinnernd, huldigt allen Bands, die im Glasgower Barrowland Ballroom zwischen 1983 und 2013. Fast zu gerne hätte ich mir selbst zugesehen, wie ich von Band zu Band trippelte und verzück quietschte.

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Andere machen Bilder von Statuen oder Gebäuden – ich habe bestimmt 20 Fotos von dieser Auflistung gemacht. Was für ein tolle Idee! Musikalisch gesehen war Glasgow wirklich mehr als erfolgreich.

Ach Schottland, ich vermisse dich. Die Landschaft, die Menschen, die Schafe und die Städte. Ganz selten sogar den Regen. Ich vermisse den Geschmack von schottischen Fish & Chips und auf jeden Fall auch Cider. Ich vermisse den Wind, den Geschmack von Nordsee auf meinen Lippen, die leeren Strände, die CD-Läden, die Burgen und mein ewig suchender Blick nach Delfinen und Papageientauchern. Manchmal glaube ich, dass es mit jedem Urlaub schwieriger wird, in den Alltag zurück zu kehren. Nach dem Schottlandaufenthalt ist es auf jeden Fall so gewesen. Zu viel Hektik, zu viele Menschen. Zu wenig Cider im Park und Musik.

Ich werde wiederkommen. Müssen.

 

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