5 Jahre Dortmund

Manchmal kann ich es selbst kaum glauben und ich rechne dann noch mal nach (und da ich 2010 umgezogen bin, ist es immer ziemlich leicht nachzurechnen): es sind jetzt tatsächlich fünf Jahre in Dortmund. Und dieses Jubiläum ist für mich besonders, weil ich pünktlich dazu mein gesamtes Hab und Gut mal wieder in Kisten gepackt habe und umgezogen bin. Der dritte Umzug in fünf Jahren – und gerne der letzte. Dieses Mal ist es besonders besonders, denn diese neuen vier Wände gehören tatsächlich mir. Also ihm und mir. Also natürlich eigentlich der Bank. Wie das so ist.

„Das heißt also, du bleibst auf jeden Fall in Dortmund?“ fragte mich jemand, als ich von diesem wagemutigen Schritt berichtete. Ja, das heißt das wohl. Obschon ich auch davon gehört habe, dass man Immobilien im Notfall auch wieder verkaufen darf. Aber geplant ist das natürlich nicht.
Ich habe mal wieder den Stadtteil gewechselt, wohne nun noch ein bisschen zentraler und das gefällt mir. Die Straßenbahn hält quasi vor der Tür, in ein paar Minuten bin ich in der Stadt, die S-Bahn fährt mich ins Kreuzviertel und die Kaiserstraße ist mit einem Spaziergang erreichbar. Wichtig bei der Wohnungssuche war zudem ja noch die Nähe zu a) einer Bude und b) einer Kuhbar-Eisdiele. Beides ist gegeben, hier kann ich wohnen bleiben. Es gibt ja Menschen, die gerne weit draußen wohnen, die benutzen vermutlich auch nie öffentliche Verkehrsmittel oder kaufen zu Fuß ein. Ich halt schon, gerne sogar. Und das kann ich zukünftig ganz hervorragend ausleben.

Ein weiteres Jahr in Dortmund, ein weiteres Jahr Zuhause. Das ist es ja mittlerweile wirklich. Gelegentlich verzettele ich mich noch in der Nordstadt oder im Kreuzviertel, aber so richtig krass verfahren habe ich mich schon ewig nicht mehr. Ein weiteres Jahr, in dem ich wunderbare Freundschaften weiter vertieft habe, ich weiterhin neue Flecken in Dortmund entdeckt (zB die Zeche Gneisenau mit der Halde inklusive Schaukel nebenan, den Deusenberg oder das Lanstroper Ei), Konzerte besucht, neue Cafes und Restaurants getestet (zB das Straßencafe, Froillein Meier oder die Küchenwirtschaft Bismarck) und eine Nachtwächtertour durch Hörde mitgemacht habe.

Hörde, du kleine Perle. Mit deinem ganz eigenen und manchmal etwas dreckigen Charme hast du es geschafft, dass ich mich in Dortmund wirklich Zuhause fühle. Die Menschen in Hörde sind manchmal ein ganz eigenes Volk, alles eine Spur gemütlicher und fast ein bisschen nostalgisch. Aber dann auch wieder der krasse Gegensatz mit dem Phoenixsee und der ganzen High Society. Ich fühle mich sehr wohl in Hörde und hoffe, dass es nördlich der B1 auch klappt. Bisher wirkt alles sehr gut. Umzüge sind natürlich immer auch schlimm und furchtbar anstrengend. Jeden Tag entdeckt man eine neue kleine Baustelle, die man noch erledigen muss oder was nicht so funktioniert wie es sollte. Aber so ist das halt. Da ich aber auch nicht den Anspruch habe, alles in der ersten Woche nach Einzug endgültig „fertig“ zu haben, geht das. Ich bin gelassen. Man merkt: die Ostwestfälin in mir stirbt nie.
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Tschüss Hörde, hallo Körne. Weiter geht’s.

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Kategorien: Hometown Blues, I hope, I think, I know, me, myself & I | Schlagwörter: , , | 9 Kommentare

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9 Gedanken zu „5 Jahre Dortmund

  1. Ui, schon wieder ein Umzug? Du bist ziemlich Rastlos, kann das sein? 😉
    Egal, viel Glück und Spaß im neuen gemeinsamen Heim.

  2. Miss James

    Das ist wohl definitionssache 😉
    Aber wie schon erwähnt darf es gerne der letzte Umzug sein.

  3. Spannend! Alles Gute in den eigenen 4 Wänden 🙂

  4. Miss James

    Herzlichen Dank!

  5. Fabulatoria

    Viel Spaß in euren neuen, nun eigenen vier Wänden. Ich hoffe sie werden das Zuhause, dass ihr euch wünscht.

    Liebe Grüße, Carmen

  6. Miss James

    Vielen Dank, das hoffe ich auch!

  7. Oh wie schön… Glückwunsch. Da hast du ja mit dem Zirkel einmal einen Radius um mich gedreht unnd bis 180° weiter nördlich gestrandet :)!

  8. Miss James

    Ja, ziemlich genau! Vielen Dank für die Glückwünsche 😊

  9. Oh, Hörde mein <3! Ich habe da auch viele Jahre gewohnt und träume jetzt noch von dem roten Himmel bei Hoesch, Ruhrpottromantik eben. Ich wünsche dir eine schöne Eingewöhung und eine wunderbare Zeit in der neuen Wohnung!

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