Fàilte gu Alba – eat and drink

Natürlich gibt es auch vom Schottland-Urlaub einen eigenen Bericht über das leibliche Wohl, schließlich gehört essen zu meinen liebsten Beschäftigtigungen. Großbritannien muss ja mit vielen Vorurteilen kämpfen, es gibt Menschen, die behaupten, das Essen dort sei ungenießbar. Ich gehöre nicht dazu, ich bin aber auch kein zimperlicher Esser. Man kann mir nahezu alles vorsetzen. Und das ist schon die perfekte Überleitung zum schottischen Nationalgericht: Haggis (Schafsmagen, gefüllt mit Innereien). Das kannte ich bisher nur aus dem Englischunterricht aus der Schule und hatte es mir ganz anders vorgestellt. Und vor dem Urlaub war ich mir auch überhaupt nicht sicher, ob ich es wirklich probieren soll.
Aber dann kam die Möglichkeit, ein „full scottish breakfast“ zu essen – und da gehört Haggis dazu. Ja, richtig gelesen, zum FRÜHSTÜCK! Da muss man schon mal einen festen Magen beweisen.
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Augen zu und durch: Spiegelei mit Bacon, Bohnen, Tomaten, Pilze, ein Stück Black Pudding (das schwarze), ein Stück Frühstücksfleisch und Haggis (rechts unten). Was man gar nicht sieht, ist noch eine Art Kartoffelfladen, der ist unter den Spiegeleiern versteckt. Ich esse also mal was, was ich nicht kenn – sogar doppelt, denn auch Black Pudding habe ich bisher noch nie auf der Gabel gehabt. Kopf aus, Mund auf. Schmeckt ganz gut. Haggis ist eigentlich ein bisschen wie gröberes Hackfleisch und schmeckt auch ein bisschen nach Hafer und ist dazu noch ziemlich gut gewürzt. Muss ich nicht jeden Tag haben, vor allem nicht zum Frühstück, aber kann man essen. Streng genommen darf man ja auch nicht darüber nachdenken, was man in den uns bekannten Wurstwaren alles so mit isst. Aber ich bin ja auch eh eher ein Käse-Frühstücker und war also für den restlichen Urlaub damit durch. Schottischer Käse ist übrigens ein unfassbar leckerer Genuss! Und noch eine Zusatzinfo: es ist auch überhaupt kein Problem, eine vegetarische Variante des schottischen Traditionsfrühstücks zu erhalten! Sowie auch einem nahezu überall gluten- und laktosefreie Produkte angeboten werden.

Was ist noch typisch schottisch, bzw. britisch? TEATIME!
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Obwohl ich kein großer Tee-Fan bin, habe ich mir ein paar Mal einen Tee bestellt. Und Scones – auf dem Bild ganz typisch mit Erdbeermarmelade und Sahne – bin ich eh verfallen. Scones gab es fast täglich, manchmal als Frühstück, manchmal nachmittags. Passt immer.

Es gibt ja übrigens das Vorurteil, dass die Briten nur schlechtes Fast Food oder wahlweise total verkochtes Essen zu sich nehmen. Das ist aber nicht ganz richtig. Wir haben in Schottland sehr gut und abwechslungsreich gegessen. Natürlich ist die Auswahl in den etwas größeren Städten immer etwas besser, aber ziemlich im Norden, in einem Ort, der kaum größer als eine Straße war, haben wir auf Empfehlung einen indischen Imbiss getestet, der wirklich großartiges Essen gekocht hat. Indisch sollte man in Großbritannien sowieso IMMER essen!
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Aber auch sonst gab es viel leckeres und oft auch modernere Varianten von traditionellen Gerichten.

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(oben: eine Minestrone im mehr als empfehlenswerten The Olive Branch Bistro in Edinburgh, unten: ein Heidi-Pie – Pie gefüllt mit Süßkartoffeln, Spinat und Ziegenkäse, angerichtet mit karamellisierten Zwiebeln und Gürkchen bei Brew Dog in Edinburgh (gab es aber auch in Glasgow und expandiert jetzt zB auch nach Berlin)
Und ansonsten gab es auch mal richtig gute Burger, tolle Pizza oder auch mal schlicht Essen aus dem Supermarkt. Da gibt es Fertigsalate, die ich hier auch gerne kaufen würde. Quinoa mit Spargel zum Beispiel. Das ist dann eine günstige und oftmals auch gesündere Alternative.

Wer viel isst, muss gelegentlich auch mal was trinken. Ich bin da mit Cider immer vorne dabei!
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Aber natürlich muss man in Schottland auch mal Whisky probieren. Das geht am besten in Dufftown (Simpsons-Fans dürfen jetzt kichern), da gibt es nämlich direkt mal sieben Destillerien. Unter anderem auch Glenfiddich, und dort machten wir dann auch direkt eine Führung mit. Die ist super interessant, selbst für Leute, die gar keinen Whisky mögen (wie mich zum Beispiel). Die ganzen Fässer, die Gerüche und natürlich auch der Geschmack – das lohnt sich. Die Gerüche bevorzuge ich zwar immer noch, aber immerhin habe ich vier unterschiedlich alte Whiskys probiert und sie schmeckten wirklich alle sehr unterschiedlich (mit dem jüngsten würde ich aber höchstens Möbel abbeizen).

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Kulinarisch ist Schottland also ganz und gar nicht langweilig, sondern enorm abwechslungsreich und mittlerweile auch viel moderner als man oft so sagt. Ich habe jedenfalls immer was leckeres gefunden. Aber manchmal muss es dann doch der Klassiker sein:

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(Hrrrrr…..LECKER!!!)

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