Dortmund als Tourist

Während ich selbst aktuell den Koffer und Rucksack gepackt habe, um mir ein bisschen was Neues von der großen weiten Welt anzuschauen, war am letzten Wochenende meine Familie zu Besuch, um sich mal Dortmund anzuschauen. Das stellte mich natürlich vor die Aufgabe, für etwa anderthalb Tage Programm zu organisieren. Anderthalb Tage bedeutet, dass man längst nicht alles von Dortmund zeigen kann. Es reicht nicht für alle meine Lieblingsplätze. Da muss also gut überlegt sein, was man wie und wann zeigt. Wie wirkt Dortmund auf Touristen? Als Einwohner sieht man die Dinge um einen herum ja oft aus einem anderen Auge – manchmal sieht man vor lauter Alltag ja kaum noch die schönen Gegenden um einen herum.

Anderthalb Tage Dortmund. Dortmund als Tourist.

1. Station: Phoenixsee

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Bietet sich an, weil es einmal nur ein paar hundert Meter von meiner Haustür entfernt ist und andererseits halt auch wirklich ein Ort, der Touristen anzieht.

2. Station: Stadtrundfahrt
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100 Minuten im Hop On/Hop Off-Bus. Da kann man zwischendurch aussteigen, wir blieben aber einfach auf dem Oberdeck sitzen und schauten uns alle Stationen an. Man fährt durch das Kreuzviertel, Richtung Hafen und Dorstfeld, am Stadion vorbei und durch Hörde – auch an Phoenix West, meinem Lieblingsstahlwerk.

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Einen ausführlicheren Artikel über die Stadtrundfahrt könnt ihr zum Beispiel beim Dortmunder Mädel lesen.

3. Station: Wurst Willi

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Meine Cousine fragte nach Currywurst und da hatte sie natürlich mehr als Recht. Nirgendwo gibt es bessere Currywurst als im Ruhrgebiet – und in Dortmund gibt es die beste bei Wurst Willi an der Petrikirche. Ab dafür.

4. Station: Weststrand

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Für einen Besuch vom U war es mittlerweile zu spät (Öffnungszeiten beachten!), aber der Weststrand dahinter hat länger geöffnet. Eine Pause in den Liegestühlen, am Rand des kleinen Pools. Die Musikbeschallung dort ist zwar Geschmackssache, aber ich mag den Ort trotzdem.

5. Station: Brückstraßenviertel & Kampstraße

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Wer sich sein Abendessen an der Brückstraße sucht, der kann aus einem vollen Angebot schöpfen. Man findet dort meinen liebsten ägyptischen Imbiss, Burger bei Food Brother, den Kartoffel-Lord und den besten Döner der Stadt. Und noch mehr. Beim Ägypter Essen holen und sich dann in der Nähe der Reinoldikirche hinsetzen, essen und Menschen anschauen. Das geht ganz gut. Und danach kann man schön auf der Kampstraße schaukeln gehen!

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6. Station: der Bergmannkiosk

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Im Sommer ist die Chance, mich dort zu treffen, gar nicht so gering. In Bielefeld saß ich auf dem Siggi, in Dortmund bin ich gerne an diesem Kiosk am Wall. Ich bin einfach ein großer Bergmann-Fan und die Location ist die perfekte Mischung aus gemütlich und urban. Von dort aus kann man übrigens ausgezeichnet ins Kreuzviertel schlendern und dort versacken.
Ende des ersten Tages.

7. Station: die Halde an der Zeche Gneisenau

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Schon wieder eine Schaukel! Ein toller Ort, den ich vor gar nicht langer Zeit auch schon mal ohne Familie besucht habe.

8. Station: Kuhbar

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Für alle Eisjunkies ein Muss. Der Besuch war von vornherein ein gesetzter Programmpunkt.

9. Station: das U

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Den Ausblick von der Dachterasse aus und zwei der Ebenen kann man umsonst besuchen – und das sollte man auch regelmäßig mal machen. Nicht nur als Tourist, sondern auch als Einwohner von Dortmund. Das U mag ja ein Steuergrab sein, aber wenn man gelegentlich vorbei schaut, dann lernt man dieses Gebäude doch sehr zu schätzen.

Anderthalb Tage und 9 Stationen später lieferte ich sie alle am Bahnhof ab. Ich habe ihnen glaube ich einen ganz abwechslungsreichen und schönen Einblick gegeben, wie Dortmund so ist – und vor allem: dass es mehr ist, als nur der BVB. Und dass man hier leben kann, sehr gut leben sogar. Anderthalb Tage sind natürlich kein wirklich langer Zeitraum, um eine Stadt kennenzulernen und mir würden noch viele weitere Orte einfallen, die man besuchen kann. Aber es ist ja die Familie und die kommt bestimmt noch mal wieder!

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Kategorien: Hometown Blues | Schlagwörter: | 7 Kommentare

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7 Gedanken zu „Dortmund als Tourist

  1. Die Tour will ich auch mal machen!

  2. Miss James

    Das bekommen wir hin!

  3. Ich krieg richtig Dortmund-Weh, wenn ich das lese, auch wenn ich schon nächste Woche endlich wieder da bin 🙂 Schöner Artikel! Der Ägypter in der Brückstraße ist übrigens auch mein absoluter Lieblings-Imbiss, und der Bergmann-Kiosk einer meiner absoluten Lieblingsplätze überhaupt. Wenn der Sommer noch ein bisschen bleibt, laufen wir uns da vielleicht mal über den Weg 😉

  4. Dortmunder Mädel

    Liebe Gesa,
    ich würde sagen, Du hast alles richtig gemacht! 🙂 Fein!
    Ich danke Dir auch für`s Teilen.
    Der Haldenfetisch geht mir ja irgendwie ab, aber ich glaub, ich muss wohl doch mal hin. Kommt auf jeden Fall auf meine Liste.
    Aber jetzt erst mal einen grandiosen Urlaub für Euch!
    Liebe Grüße!
    Maike

  5. Miss James

    Vielen Dank für die netten Worte! Es gibt ja tatsächlich auch noch eine Menge Orte in Dortmund, die ich bisher noch nicht gesehen habe und die ich noch aufm Zettel habe. Aber ich bin selbst froh, dass Dortmund so lebenswert ist…allein das gastronomische Angebot 🙂

  6. Ja, früher kam ich aus dem nahen Sauerland nach DO fast nur zum Shoppen, ins Stadion oder zum Konzert in die Westfalenhalle(n) (oder gar nur zum Umsteigen am Hauptbahnhof). Aber immer mehr weiß ich die Stadt selbst in ihrer Vielfalt zu schätzen. Und dieser Beitrag hier bestätigt das wieder mal aufs Feinste! Toll zusammengestellt!

  7. Miss James

    Herzlichen Dank!

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