our night out: Benjamin Booker (10.03.2015, FZW Dortmund)

Wie es Benjamin Booker in mein Gehör schaffte, weiß ich natürlich mal wieder nicht mehr so richtig. Aber ziemlich gleichzeitig kam auch die Konzertankündigung vom FZW. Was soll man da machen, außer natürlich Tickets kaufen? Na also.

Kurz vor dem Konzert kam dann noch die Bestätigung für das Haldern Pop, das ist übrigens auch selten, dass ich eher unbekannte Musiker schon mal vorm Haldern sehe. Aber das FZW hat halt auch ein ganz gutes Händchen. Dieses Mal sogar mit dem Support, in Form der Band Wild Smiles aus Großbritannien. Die dabei allerdings so amerikanisch wirkten, dass ich sofort wieder 14 und in einer Folge „Willkommen im Leben“ gefangen war.
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Anschließend kam dann Benjamin Booker mit seinen beiden weiteren Musikern auf die Bühne – und ich hatte ein bisschen das Gefühl, dass nach dem Konzert die Leute entweder sehr zufrieden oder sehr unzufrieden waren. Dazwischen gab es wohl nicht viel.
Aber zunächst muss ich zugeben, dass Mr. Booker Probleme hatte, meine Aufmerksamkeit zu erhalten, denn ich konnte meinen Blick kaum vom Drummer abwenden. Genauer gesagt von seinen Armen – glücklicherweise hatte ich da freie Sicht. Ich glaube, sein Vorbild ist das Tier von den Muppets. Ich bin ja eh immer Fan von Drummern (gibt es etwa Leute, die noch nicht von dieser Leidenschaft von mir wussten?), aber der hat es mal richtig drauf. Da hätte ich stundenlang zuschauen können. Der Bassist – der auch Geige spielen kann – erinnerte dagegen übrigens optisch an einen texanischen Hilfssheriff. Und Benjamin Booker selbst wirkte durchgängig so, als würde er eine Pose für die Fotografen einnehmen. Da blieb ich lieber beim Drumset.

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Das Konzert also?! Böseandersdenkende Zungen behaupten, Benjamin Booker sei die ganze Zeit dicht bis in die Haarspitzen und übellaunig gewesen. Ich naives Ding bin ja nicht mal auf die Idee gekommen, dass da Drogen im Spiel gewesen sein könnten. Ich glaubte – und glaube auch heute noch – dass der einfach so ist. So ein bisschen abwesend, verloren in seiner Musik. Da ist noch Publikum? Macht ja nichts. Ansagen zwischen den Liedern gab es so gut wie nie und manchmal wusste ich auch gar nicht, ob immer noch das eine Lied läuft oder das nächste bereits begonnen hat. Irgendwie war die ganze Zeit Musik präsent, mich persönlich hat das in eine Art entrückte Verzückung gebracht. Vor allem, weil keine Schublade so richtig passt, aber alles gefällt.

Ein Album ist auf dem Markt, es ist also klar: das wird kein langes Konzert. Dann gibt es nicht mal eine Zugabe, das gefällt verständlicherweise auch nicht jedem. Ich fand es aber ok, irgendwie hätte es einfach nicht gepasst und hätte auf mich inkonsequent gewirkt. Außerdem bin ich da ein wenig entspannt, seit ich ein paar Konzerte ohne Zugabe erlebt habe. Ist halt so. Muss nicht immer sein.

Im Sommer also noch mal beim Haldern Pop, ich werde definitiv versuchen, Benjamin Booker auch dort noch mal zu sehen. Schon allein, damit ich den Vergleich habe und danach hoffentlich sagen kann: „der ist wirklich so, der war nicht nur scheiße drauf.“

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Ich könnte mit beiden Varianten leben.

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