unsocial networking

Ich bin nicht so gut darin. In diesem Social Media-Dings. Oder bin ich vielleicht doch eine heimliche Expertin und weiß es selbst nicht?

Ich bin Mitglied bei Facebook, Google+, Twitter und Instagram. Also bin ich grundsätzlich dabei. Als Vertreter meiner Generation bin ich ja auch quasi eine Art Native Speaker. Aber ich spreche halt nicht immer.

Neulich habe ich mir zum Beispiel ENDLICH neue Jeans gekauft. Anstatt davon bei Twitter zu berichten, habe ich nur ihm und ihr davon erzählt. Dabei war es sogar eigentlich eine ganz hübsche Einkaufsgeschichte. Aber eben halt nur ein Paar neue Hosen.

Am gleichen Tag holte ich mir ebenfalls mein neues Smartphone. Einfach so. Ich habe vorher weder in den ganzen Kanälen nach Empfehlungen zu Modell oder Farbwahl gefragt, noch darüber getwittert, welches ich mir gekauft habe. Und ein Foto habe ich auch nicht daovn gemacht. Falls es tatsächlich jemanden interessiert: es ist ein HTC One M8. In dunkelgrau. Ich mag es, wirklich. Der Mobilfunkanbieter legte noch ein Tablet oben drauf. Ich bin manchmal fast überfordert, diese Geräteauswahl jetzt. Aber es gefällt mir auch.

Und sonst? Ich twittere nicht, wenn ich Halsschmerzen habe oder zum Sport gehe (ihr würdet staunen). Ich verrate auch nicht immer und überall, wo ich gerade bin. Und tatsächlich interessiert es mich in der Regel auch bei anderen Leuten nicht. Und so gibt es tatsächlich Momente im Social Network-Dschungel, wo ich Leute, die ich persönlich eigentlich nett finde, rauswerfe oder stumm schalte. Übrigens schalte ich bei nahezu jedem neuen Twitter-„Folge ich“ als erstes die Retweet-Funktion aus – das heißt, ich kann (MUSS!) seine/ihre Retweets nicht lesen.

So, jetzt hab ich das hier doch auch alles rausgehauen. Wie praktisch, alles auf einen Schlag. Und natürlich auch alles ein bisschen albern, denn wenn mich die Social Networks wirklich so nerven würden, dann würde ich mich ja einfach abmelden. Mach ich dann ja auch nicht, dafür ist es einfach doch zu sehr Bestandteil meines Lebens. Und dann müsste ich konsequenterweise vielleicht auch in einer Höhle leben. Ist ja auch doof. Und mir ist auch klar, dass das Leben nicht immer nur aus relevanten Dingen besteht, das wäre auch ziemlich langweilig – und vermutlich könnte ich mir dann bei YouTube auch keine Videos mit tanzenden Kakadus mehr anschauen. Auch schade.

Immerhin: ich weiß, dass es mir nicht allein so geht. Und so wird es wohl noch immer Menschen geben, die jeden ihrer Gedanken ungefiltert in solchen Netzwerken teilen. Und Menschen, die sich dafür nicht interessieren. Und natürlich auch Menschen, die sich dafür interessieren. Ich hörte zumindest davon, dass es die geben soll. Und bei Instagram schau ich mir auch weiterhin Katzen und Kaffeetassen an. Manchmal gefallen sie mir ja auch.

Und notfalls…

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Kategorien: me, myself & I | 10 Kommentare

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10 Gedanken zu „unsocial networking

  1. airsign

    Ich prangere das mit der Jeans an! Ich will mindestens wissen von welcher Marke die ist und wie das Model heißt.

    So. Und jetzt log dich bitte bei Twitter oder G+ oder so unproteced ein . Muss ja dein Tablet klauen, wenn du im Urlaub bist!

  2. Miss James

    Die Jeans habe ich bei Only gekauft. Es ist eine mit geradem Bein – und es gibt dort nur noch ein Modell mit geradem Bein. Und eine Bootcut. Der Verkäufer bedauerte das. Ich hoffe, die Jeans halten auch im Langzeit-Test durch. Denn ich finde, dass man erst nach einem halben Jahr wirklich sagen kann, ob sie wirklich gut passen.

  3. Ich mag, dass Du mit dem Thema so reflektiert zwiegespalten umgehst. Das pure „Ich! Ich! Ich!“ finde ich nämlich immer ganz furchtbar und unproduktiv. (Und natürlich wäre man genau so doof, würde man es verbieten wollen … Lose-Lose-Situation. :-D)

    Ich überlese mittlerweile fast automatisch manche Themen auf twitter und facebook und bin ganz froh, wenn andere das bei mir auch tun. Letztlich ist es in den sozialen Netzwerken doch wie beim realen Treffen mehrerer Leute auch: Es bilden sich immer Grüppchen, die sich temporär auf ein Thema einigen und mit den anderen Themen nichts am Hut haben. Eigentlich schätze ich das sogar ein bisschen, weil man dann nicht ganz so arg in eine Filterblase gerät. 🙂

  4. Meine Only-Beziehung hält jetzt seit August und wir sind immernoch sehr glücklich miteinander, sehen uns mehrmals die Woche (mindestens) und haben von Party über Konzert bis Völlerei und Rumgammelei schon alles gemeinsam gemacht. Ich bin daher sehr zuversichtlich, was deine Neue angeht!

  5. airsign

    Jetzt wird mir der tanzende Kakadu angezeigt. Geil!

  6. Kann ich an vielen Stellen nachvollziehen (gerade beim Hosenkauf ist es ja auch eigentlich nur wichtig, darüber zu nörgeln wie man ewig lange NICHTS findet ;-)), was ich aber gar nicht verstehe: was hast Du denn gegen Retweets? Ich find die sind so ne tolle Möglichkeit, auf andere Leute aufmerksam zu werden, die auch toll/lustig/interessant sind, deren Accounts man aber bisher nicht begegnet ist.

  7. Miss James

    Gelegentlich find ich Retweets auch ok. Aber es gibt Twitterer, die am Tag etwa 30 Retweets raushauen. Und das ist mir dann schon wieder zu viel.

  8. Auf Twitter gebe ich auch nicht soviel von mir wie manch anderer in meiner Timeline. Ich will da ein gewisses Maß nicht überschreiten. Ebenso bin ich da mit Retweets sehr vorsichtig. Nur was mir wirklich wirklich gefällt ist mir einen Retweet wert. Denn auch ich finde das die Menschen die mehrere Retweets hintereinander raushauen doch etwas nervig. Weniger ist eben doch mehr.
    Aber wenn ich mir was gekauft habe an dem ich wirklich Freude habe, dann verwurstele ich das schon recht häufig im Blog, auf Instagram und Twitter. Da muss ich gestehen, bin ich wie ein kleines Kind das sein neues Spielzeug überall hin mitnehmen will. Nur das ich das eben auf den Internet Kanälen zeige. Ist es nun ein neues Handy oder ein neuer Film oder Spiel.
    Bestes Beispiel meine momentane Begeisterung über die Fotografie mit meinem Danbo, dem kleinen Kartonmännchen. Da kann ich einfach nicht aus mich heraus. 🙂

  9. Interessen und Kommunikationsstile und sind eben vielschichtig und individuell. Vom „Schweiger“ bis zur „Plaudertasche“.

  10. Miss James

    Das ist unbestritten.

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