Hosige Zeiten

Ich bin übrigens nicht für Menschen gemacht. Und nicht für Hosen. In meinem Urlaub war ich in sage und schreibe drei Geschäften, um nach einer neuen Jeans zu schauen. Im dritten Laden wurde ich in der Umkleide fast ohnmächtig, weshalb ich die Suche abbrach. Bis dahin war ich mit hauptsächlich zwei Dingen beschäftigt: a) rückwärts- oder einfach nur vollkommen orientierungslos rumlaufenden Menschen aus dem Weg zu gehen und b) Jeans zu suchen, die vom Schnitt her entweder bootcut oder mit geradem Bein waren. Gerne auch in einer Länge, in der ich keine 10cm-Heels tragen muss. Es ist nämlich so: ich scheine kürzere Beine zu haben als der Rest der weiblichen Weltbevölkerung. Und irgendwie unförmig sind sie dazu – mir passt einfach keine Jeans. Und die, die mir passen, sind mit irgendwelchen Applikationen verunstaltet worden.

Vielleicht habe ich von diesem ganzen Schwurbel einfach aufgehört zu atmen. Jedenfalls wurde mir auf einmal sehr schwindelig, während ich in der Umkleidekabine stand und mich im unvorteilhaft beleuchteten Spiegel anschaute. Ich kaufte dann einen Rock, einen Bagel und einen Karamell-Macchiato (die letzten beiden Dinge natürlich in einem anderen Laden) und verließ die Stadt wieder.
Vielleicht ist es die Lösung, aufs Land zu ziehen, weg von allem, möglichst autark auf einem Bauernhof. Ich trage dann eine Latzhose oder sonstwas. Aber ganz ehrlich: der Karamell-Macchiato aus dem Pappbecher würde mir fehlen. Überhaupt diese ganze überteuerte Esskultur, die man in Großstädten findet. Im Prinzip nimmt man ein Brötchen und einen Kaffee zu sich – für 8 €. Gute Güte. Und ich liebe es. Genauso wie U-Bahn fahren. Obwohl ich Menschen schlimm finde, finde ich U-Bahn-fahren ganz gut.

Zurück zur Hose. Ich besitze derzeit genau eine Jeanshose, die ich wirklich so richtig gerne mag. Sie sitzt einfach perfekt und das jetzt schon seit anderthalb Jahren, und hätte ich das beim Kauf geahnt, dann hätte ich direkt einen ganzen Vorrat eingepackt. Leider habe ich das damals nicht – und leider habe ich sie in den USA gekauft. Eine kurze Recherche im Online-Shop ergab, dass man sie noch kaufen kann. Sie scheint nur online verfügbar zu sein (was ja für mich gut ist) und der Versand nach Deutschland kostet fast 45 € (was ja eher nicht so gut für mich ist).

Werd ich halt Rockstar.

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Kategorien: Augenzwinkern, me, myself & I | 9 Kommentare

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9 Gedanken zu „Hosige Zeiten

  1. Falls greifbar, guck mal bei MS Moden, da gibts Bootcut und gerade Beine.

  2. Miss James

    Es ist nicht so, dass ich grundsätzlich gar keine Hosen in dem Schnitt finde – nur Länge und Weite passt dann irgendwie nie für mich zusammen.

  3. airsign

    Ich finde schon ab und an Jeans, die mir passen. Leider habt ich ein Händchen dafür, dass die Modelle irgendwann vom Markt gehen. Dass ich sie fast immer kürzen muss, versteht sich von selbst. Ansonsten kann ich tuff-Jeans oder dress-for-less empfehlen. Da habe ich schon mal blind nach Aussehen und Beschreibung reduzierte Modelle gekauft und Glück gehabt. Denn das mir sonst nur teure Marken passen/stehen ist ja klar 😐

  4. Ich hab‘ jahrelang immer wieder Ärger beim Hosenkauf gehabt – zu kurz, zu lang, blöder Schnitt, alles doof. Dann war ich eher zufällig beim C*&*A – habe da mal spaßeshalber eine Hose probiert. Und siehe da – passt wie angegossen! Vielleicht auch ein Test für dich wert?! 🙂 Ich fühle jedenfalls mit dir. (Ich lese hier schon eine Weile stumm mit und mag deine Schreibe sehr!) LG aus Stuttgart, viv – die auch der überteuerten Esskultur der Großstadt frönt ;-D

  5. Es gibt auch echt nichts nervigeres, als Hosen kaufen.

  6. Miss James

    C&A hab ich auch schon probiert, passen ganz ok, aber nicht supersuper. Glaubt mir, ich brauche keine Tipps, wo man Jeans kaufen kann – Läden gibt es in Dortmund eine Menge. Sie passen trotzdem nicht immer 😉

  7. Du, das kenn ich. Ich bin ein Sitzriese. Heißt: Oberkörper normal, Beine zu kurz. Mir sind alle Hosen zu lang. Da hilft nur: Hose finden, die von der Weite und vom Schnitt her passt und dann kürzen 😉
    Ich wünsch dir viel Erfolg bei deiner weiteren Suche!
    Und wenn du das nächste Mal eine wirklich passende findest: kauf dir mehrere davon 🙂
    Liebe Grüße, Frauke

  8. Hosen kaufen ist doch der blanke Horror.
    Ich fahre dafür mittlerweile extra nach Holland. Im Mustang-Store dort muss ich glücklicherweise nur das Modell und die Größe nennen, anprobieren, und schon bin ich fertig. Wobei anprobieren da auch schon überflüssig ist. Das eine Modell in der entsprechenden Größe passt und sitzt IMMER perfekt!

    Zuletzt brauchte ich eine schwarze Hose/Jeans… Es hat mich in den umliegenden Orten fast zur Verzweiflung gebracht, bis ich ein Einsehen hatte, und wieder nach Holland gefahren bin. Nach nichtmal 5 Minuten hatte ich die perfekte Hose…

  9. Pingback: Länge ist wichtig | alltag und kultur

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