our night out: Spring Offensive (28.10.2014, FZW Dortmund)

Die Band Spring Offensive habe ich zum ersten Mal beim Way Back When-Festival Ende Mai gesehen, und auch kurz zuvor überhaupt erstmalig wahrgenommen. Dafür war es dann Liebe auf den ersten Ton, und ich kann gar nicht so richtig erklären, woran das liegt. Vielleicht, weil diese Band ihre ganz eigene Energie hat. Ruhig, aber dabei trotzdem kraftvoll und nicht so melodramatisch-leidend. Berührende Texte, die nicht kitschig sind.

Deswegen habe ich mich auch sehr gefreut, als ich hörte, dass sie wieder nach Dortmund kommen. Gleiche Stadt, gleicher Raum. Und doch anders, denn es kam dann noch die Nachricht, dass die Band nach dieser Tour aufhört. Oder zumindest erstmal eine Pause einlegt. Also aufhört. Na super, da findet man mal wieder eine Band, die einen richtig begeistert und die sich von den anderen abhebt und dann lösen sie sich auf.

Immerhin dann beim letzten Konzert in Deutschland dabei sein.

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Und wie das war? Berührend, schön, ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Es ist natürlich nicht schön, so eine besonders gute Band gehen zu lassen, aber ich glaube, nach dem Konzert waren alle auch ein wenig glücklich(er).

Spring Offensive – Not Drowning but Waving from LUNG on Vimeo.

Das Publikum hat jedenfalls für meine Ohren äußerst ausgiebig Applaus gespendet – und die Herren dann auch häufiger als geplant zu diversen Zugaben zurück auf die Bühne geholt. Für den Sänger eine kleine Qual, nicht weil er keinen Bock mehr hatte oder er uns doof fand, sondern weil er sich das Bein gebrochen hatte und jedes Mal die Stufen zur Bühne hochklettern musste. Aber ich glaube, es war für ihn auch eine Qual, dass er die ganze Zeit sitzen musste und nicht tanzen konnte. Sitztanz sah aber auch gut aus.

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Übrigens: trotz Krücken ließ es sich die Band nicht nehmen, den Song „Carrier“ wieder in der Mitte des Publikums zu singen. Strom wird überbewertet, diesen Gänsehautmoment wird man so schnell nicht vergessen. Und zumindest gefühlt war es noch nie so leise unter den Zuschauern. Wunderbar. Von diesem Konzert werde ich noch meinen Kindern erzählen (die es vermutlich dann überhaupt nicht interessiert, aber sollte ich mal Kinder bekommen, dann müssen die da durch).

Ein bisschen Hoffnung habe ich ja noch, dass die Musiker von Spring Offensive sich nach etwa einem Jahr Schaffenspause furchtbar langweilen und sich zurücksehnen. Zurücksehnen nach der Musik, den Konzerten und diesen besonderen Spring Offensive-Momenten.
Ich vermisse sie jetzt schon.

(Everytime we say goodbye, I die a little)

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