Miss James on Tour: Koblenz

„Wenn Sie nach Koblenz wollen, dann fahren Sie am besten zuerst zur Festung und von dort aus mit der Seilbahn in die Stadt“ So lautete der Ratschlag des Hotelbesitzers in Kastert, wir hielten uns daran und er hatte auf jeden Fall Recht. 1. An der Festung Ehrenbreitstein kann man sehr gut und viel günstiger parken als in Koblenz. 2. Man benutzt die Seilbahn konträr zu den anderen Touristen und hat somit die leereren Gondeln. Und ob man jetzt erst die Festung und dann die Stadt anschaut oder umgekehrt, ist ja auch egal. Da hatten wir also Glück, so einen Tipp bekommen zu haben. Noch mehr Glück: obwohl Regen vorhergesagt worden war, blieb es den ganzen Tag trocken. Der Himmel war zwar die meiste Zeit sehr dunkelgrau, aber immerhin besser als nasse Füße zu bekommen.

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Die Festung Ehrenbreitstein trohnt ein bisschen über Koblenz, auf der anderen Rheinseite der Stadt – und im Vergleich zu den ganzen bildhübschen Burgen, die wir die zwei Tage zuvor angeschaut hatten, konnte sie eigentlich nur verlieren. Sie ist nämlich ziemlich grau und klotzig. Aber sie musste ja nun auch etwas mehr aus- und abhalten können. Außerdem ist die Festung zwar schon recht alt, aber der letzte „Neubau“ noch gar nicht so lange her. Und alte Burgen sind ja immer etwas schöner als neuere Architektursünden.

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Was dafür aber gut war: ein Fahrstuhl (!) zur Aussichtsplattform und in den Keller, in dem man Ausgrabungsstücke anschauen konnte. Und ein paar audiovisuelle Einblicke in die Festungszeit. Und die Aussicht war sogar bei Nebel super.

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Was man sieht: die Seilbahn, die dort seit der Gartenschau 2011 über den Rhein fährt. Die Moselmündung in den Rhein und das „Deutsche Eck“ mit dem Denkmal von und für Kaiser Wilhelm I. Und wenn man die Seilbahn schon mal so von oben sieht, dann wird es auch höchste Zeit, sie mal zu benutzen.

Das Gelände vor der Festung wurde anlässlich der Bundesgartenschau vor 3 Jahren ein wenig parkähnlich angelegt, eine weitere Aussichtsplattform wurde gebaut und dann gibt es da jetzt diese Seilbahn, die über den Rhein und nach Koblenz führt. Da das ganze Gebiet ja aber UNESCO-Welterbe ist, war die Umsetzung und Betriebnahme wohl gar nicht so einfach und eigentlich sollte die Betriebsdauer auch viel kürzer sein. Mittlerweile hat die Unesco aber zugestimmt, dass die Seilbahn noch bis 2026 fahren darf.

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Wenn man Glück hat (hatten wir) erwischt man übrigens eine Gondel, die einen partiellen Glasboden hat. Da macht die Fahrt doppelt Spaß. In Koblenz kommt man dann nur wenige Meter entfernt vom Deutschen Eck heraus, da kann man dann gut auf Mosel und Rhein schauen und das Kaiser Wilhelm-Denkmal besteigen.

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Koblenz hat wie jede etwas größere Stadt ihre nicht so attraktiven Seiten: Einkaufscenter, Hauptverkehrsstraßen, Bausünden. Dafür aber auch ein paar wirklich schöne Straßenzüge, sehenswerte Gebäude und ein Schloss. Man kann ganz gut durch die Innenstadt laufen und sich an diesen Schönheiten erfreuen.

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Dann war auch noch Markt in Koblenz, das find ich ja immer super. Einfach mal zwischen den Ständen herschlendern und schauen. Markt hat immer so eine besonders schöne Atmosphäre. Wir fanden noch einen Stand, der Portionen von regionalem Wildgulasch verkaufte. Zeit für eine Mittagspause auf den Stufen am Marktplatz. Essen und Leute gucken. Besser geht’s kaum.

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Für das Schloss, bzw. den Schlossgarten haben wir uns auch noch ein bisschen mehr Zeit genommen.

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Da merkte man leider schon deutlich, dass der Herbst dort angekommen ist, einiges war schon welk und sah nicht mehr ganz so schön aus. Aber ich kann mir vorstellen, dass im Frühjahr und Sommer alles wie im Bilderbuch wirkt, denn grundsätzlich war der Park mit viel Liebe angelegt.

Nach ein paar Stunden durch Koblenz Straßen und einer großzügigen Café-Pause ging es dann wieder zum Deutschen Eck, die Festung von unten anschauen

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und dann wieder mit der Seilbahn auf die andere Seite.

Tschüss Koblenz, tschüss Rheinland Pfalz. Eine wirklich schöne Gegend ist das da, ein Besuch lohnt sich allemal. Obwohl ich keinen Vergleich habe, möchte ich behaupten, dass es auch am besten ist, dort im Herbst zu sein – ich sag nur Federweißer. Und buntes Laub in Kombination mit Sonnenschein und blauem Himmel. Für einen Kurzurlaub oder ein verlängertes Wochenende ist die Gegend dort wirklich ideal und zumindest von NRW aus ist sie auch gut erreichbar. Keine Frage, ich komm wieder!

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