SonneBergeMeer2014: Slowenien

Slovenia.

Ist nicht auf meinem Mist gewachsen, geb ich zu. Das stand so schon am Grenzübergang von Kroatien zu Slowenien.
Aber wie Recht sie damit haben.

Do videnja Hrvatska, dobro došli Slowenia. Es war schade, Kroatien verlassen zu müssen. Aber ich freute mich auch sehr auf Slowenien. Ich hatte auch hier schon vorher das Gefühl, dass ich es hier sehr mögen würde. Bei Tschechien hatte ich das. Bei Kroatien auch. Und halt ebenso bei Slowenien. Ich mag diese Länder. Klein, fast bescheiden. Und wunderschön.

Zunächst machten wir einen Abstecher zu den Höhlen von Postojna, die größten begehbaren Tropfsteinhöhlen Europas. Zunächst fährt man mit einer Bahn in die Höhle, läuft dann einige Kilometer und fährt dann wieder raus. Und zwischendurch kann man sich noch Grottenolme anschauen. Oder andere Touristen. Und natürlich Steine. Stalakmiten und Stalaktiten. Die Vielfalt kennt hier keine Grenzen. Manche sind weiß, manche rot, manche fast blau. Und von den Formen her wird man keine zwei identische Steine finden. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass man sowas live sehen muss, Fotos können das wirklich nicht so beeindruckend darstellen, wie es in der Realität ist. Solltet ihr mal in Slowenien sein – oder auf dem Rückweg von Kroatien nach Deutschland – dann nehmt euch die Zeit und schaut euch die Höhlen an. Es lohnt sich. Aber sowas von.

Was sich auch lohnt: Ljubljana. Oder Ljublyeahna, wie meine Reisebegleitung es passend formulierte. Ziemlich genau 24 Stunden blieben wir dort – zunächst leider bei Regen, später sahen wir dann aber doch noch viel Sonnenschein und blauen Himmel. Pünktlich zum nächsten Regen verließen wir die Stadt.

Wie Ljubljana so ist? Wunderschön. Es gibt schöne Gebäude, einen Fluss (das punktet bei mir immer), sehr viel – wirklich sehr viel! – Kunst und Streetart, unglaublich viele schöne Cafés und Antiquariate. Kleine Läden. Platten. Selfmade-Dinge. Essen. Chocolaterien. Es hat gedauert, bis wir an einem H&M vorbeikamen, das ist für mich immer ein Indikator für „schöne Stadt“.

Eine Burg gibt es auch, da kann man sogar mit einer kleinen Standseilbahn hochfahren und dann dort rumlaufen. Da wir nicht so viel Zeit hatten, haben wir uns das „Innenleben“ der Burg weitgehenst gespart und sind nur etwas über das Burggelände gelaufen. Und natürlich den Ausblick genossen.

Ich müsste auswandern und irgendwo neu anfangen? Ljubljana wäre ein Traumziel. Ernsthaft. Diese Stadt hat so viel Charme, versprüht eine Leichtigkeit und Unaufgeregtheit, dass es mir schwer gefallen ist, dort wieder weg zu fahren. Und das innere Versprechen: wiederkommen. Mit mehr Zeit. Mit mindestens einer vertrödelten Stunde in einem der Cafés und mindestens einer vertrödelten Stunde in den zahlreichen Geschäften der Stadt. Pro Tag versteht sich. Ich werde sehr viel schwerer sein, aber auch sehr viel glücklicher.

Ich glaube, Ljubljana ist perfekt, um Zeit zu vertrödeln. Man kann über den Flohmarkt am Fluss Ljubljanica schlendern, überall anhalten und Kaffee trinken. Zur Burg spazieren oder einfach nur durch die Stadt streifen. Kein Stress. Nur entschleunigen und genießen.

Es gibt in Ljubljana übrigens – wie auch einst in Dortmund – eine Union Brauerei. Wäre ich nicht schon verliebt in Stadt gewesen, spätestens nach der Entdeckung hätte es gefunkt. Eine Stadt mit Union-Brauerei ist eine gute Stadt. Allerdings musste ich feststellen, dass mir das slowenische Union nicht sonderlich schmeckt. Glücklicherweise gibt es aber Lasko als Alternative für mich. Glück gehabt.

Ach Ljubljana. Du fehlst mir jetzt schon ein bisschen. Deine Gelassenheit und dein Charme. Die Mischung aus modern und alt. Ich komme wieder, keine Frage. Wie schon bei Prag fühle ich eine besondere Melancholie, wenn ich an die Stadt zurückdenke. Diese Mischung aus Fern- und Heimweh.

Kmalu nasvidenje.

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4 Gedanken zu “SonneBergeMeer2014: Slowenien

  1. Welch schöne Liebeserklärung an eine Stadt, von der ich bisher noch nichts gehört hatte, auf die ich aber nun ein bissel sehr neugierig bin!
    Liebe Grüße,
    Frauke

  2. Ja guck mal, dass sind zwei Orte, zu denen ich es nicht geschafft habe in der Ecke der Welt. Obwohl jedes Mal vorgenommen, die Höhle zu besuchen, kam es irgendwie nie dazu.. Aber fein zu hören, das es sich lohnt!

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