our night out: The Libertines (5.10.2014, Mitsubishi Electric Halle Düsseldorf)

Da ist er endlich, der Auftakt des Konzerte-Herbstes. Und was für einer. Dass ich es tatsächlich noch mal geschafft habe, diese Band live zu sehen…oder sagen wir besser: dass Pete Doherty es noch geschafft hat, dass ich ihn mir live ansehen kann. Er ist da wohl die deutlich, nun ja, riskantere Größe von uns beiden in dieser Gleichung.

Ich glaube ja, Pete Doherty ist das beste schlechte Vorbild, was man sich in den letzten Jahren und aktuell so nehmen kann. Daher hatte ich beizeiten schon mit dem Wunsch angeschlossen, ihn mal live auf der Bühne zu erleben. Und nachdem ich vor drei Jahren seinen Mitstreiter Carl Barat auf dessen Solotour besucht habe, konnte ich auch ganz gut damit leben. Carl Barat, der vermutlich bessere Musiker und charmantere Mensch.

Aber dann kam die Nachricht von der Reunion von The Libertines (mit dem unromantischen Grund Geldmangel) und einer Konzertbestätigung in Düsseldorf. Und mein Herz klopfte etwas schneller. Nun gab es ausreichend Gründe, KEINE Karten zu kaufen – bisher abgesagte Konzerte aus den unglaublichsten Gründen, die Ticketpreise und auch die Angst, einen vollkommen zerstörten Mann zu sehen. Aber: Pete Doherty ist halt mein gutes schlechtes Vorbild und so kaufte ich die Karten. Natürlich. Mein Herz schlug noch ein wenig schneller.

Dann endlich in der Halle stehen. Leise Hoffnung, denn die Berichte der vorangegangenen Konzerte in Paris und Berlin stimmen mehr als optimistisch. Schon allein, dass die Konzerte überhaupt stattgefunden haben. Noch während der Support „Circa Waves“ seine Sache ganz gut macht – zumindest habe ich da schon deutlich schlechteres gehört und gesehen, ich hatte ein bisschen das Gefühl, dass der kleine Bruder von Luke Pritchard (The Kooks) jetzt auch Musik macht – und auch während der gesamten Umbaupause hatte ich Zweifel, ob das Konzert beginnen wird. Erwartungen: NULL.

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Und dann aber von Null auf Hundert! Da es keine neuen Songs gibt (oder sie zumindest nicht gespielt wurden), war es wie eine Art Best Of-Konzert, ein Hit folgte auf den nächsten. Und da muss auch nicht jeder Ton sitzen und man kann auch vielleicht mal eine Textzeile vergessen. Scheiß drauf. The Libertines sind ein bisschen wie das letzte Bier, das man eigentlich nicht hätte trinken sollen. Es ist nicht vernünftig, aber man hat einfach mehr Spaß.

Spaß hatten auch Carl und Pete. Vielleicht ist es doch mehr als nur das Geld, was sie wieder zurück auf die gemeinsame Bühne gebracht hat. Sie sind halt die likely lads und man merkt deutlich, wie gut sie zusammen funktionieren und wie sehr sie sich mögen. Und der Grotifant machte übrigens auch eine sehr gute Figur auf der Bühne. Ich bin übrigens froh, dass ich im Internet diesen Artikel zu diesem Gastauftritt gefunden habe, weil ich es mir während des Konzerts beim besten Willen nicht erklären konnte.
Was ich aber erklären konnte: den Geruch nach Schweiß und Bier.

It’s only rock’n’roll.
But I like it.

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Kategorien: our night out | Schlagwörter: , , | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „our night out: The Libertines (5.10.2014, Mitsubishi Electric Halle Düsseldorf)

  1. Der Grotifant hat eine Facebook-Seite? Warum hat Lohmann das nicht?

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