SonneBergeMeer2014 – Plitvicer Seen

Die Plitvicer Seen sind ein (der größte) Nationalpark im Landesinneren von Kroatien, etwa anderthalb Stunden Autofahrt von unserer Ferienwohnung entfernt. Doch kein Weg zu weit, kein Berg zu hoch (im wahrsten Sinne, führt der Weg durchs nördliche Velebitgebirge und uns in die Wolken): wir mussten dort hin. Meine Oma hatte mir das ans Herz gelegt – und die Urlaubstipps meiner Oma sind in der Regel goldrichtig. Aber auch andere hatten davon geschwärmt, nicht zuletzt der Vermieter unserer Ferienwohnung. Also Proviant eingepackt, Wanderschuhe geschnürt und los.

Die Plitvicer Seen bieten unterschiedliche Wanderwege – grundsätzlich sind die auch für jeden Spaziergänger machbar. Natürlich geht es gelegentlich bergauf, manche Stege sind auch etwas schmal und ich würde zum Beispiel nicht mit einem Kinderwagen da durch gehen, aber die meisten Strecken sind wirklich leicht zu bewältigen. Es muss ja auch nicht jeder jede Treppe zu Aussichtspunkten hochklettern. (Ich schon.)

Wir wählten eine Route, die so 4 – 6 Stunden dauern sollte, das kam auch ungefähr hin. Mit Pausen und dem ein oderen anderen Schlenker nach Rechts und Links waren wir gute fünf Stunden unterwegs. Eigentlich sieht man die ganze Zeit nur Wasser und Wald. Mag öde klingen. Ist aber nur unbeschreiblich schön. Überall Wasser! Seen, Wasserfälle, kleine Bäche. Und immer anders. Mal ganz ruhig und türkis, mal als reißender Strom. Der Wahnsinn.

Und niemals langweilig.

Manche Leute werden die Aufnahmen des Nationalparks kennen oder zumindest das Gefühl haben, dass ihnen die Landschaft bekannt vorkommt. Dann haben sie vermutlich früher gerne Winnetou geschaut. Die meisten Filme sind nämlich dort gedreht worden, zum Beispiel auch „Schatz im Silbersee“.

An den Seen und auch an manchen kleineren Wasserfällen läuft man über Holzstege. So hat man das Wasser wirklich direkt unter einem und ist einfach mitten drin. So kann man noch besser die ganzen Fische anschauen. Und meistens sind die Wege auch trocken gewesen.

Im Reiseführer und auch auf der Internetseite der Seen wurde berichtet, dass der Nationalpark eine große Vielzahl an Flora und Fauna beheimatet. Als ich von Braunbären und Wölfen las, wurde mir schon etwas mulmig. Auch der Hinweis, dass man sich auf den Wegen immer laut unterhalten solle, damit die Tiere gar nicht erst auf die Idee kämen, näher heran zu kommen.
In Wahrheit war der Park dann aber so voller Menschen, dass wir überhaupt keine Tiere – außer die Fische, ein paar Vögel und eine Maus – gesehen haben. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass man außerhalb der Saison und wenn man vielleicht eine noch etwas längere Route läuft, das ein oder andere Tier sehen kann.

Einen Teil der Route legt man übrigens mit einem Boot und einen anderen mit einer Art Bahn zurück. So schafft man wirklich eine große Runde und sieht eine Menge. Die Route war wirklich sehr abwechslungsreich, man wusste nie, was hinter der nächsten Abbiegung auf einen wartet – außer natürlich, dass man dort Wasser finden wird.

Am Abend dann müde Füße, aber ein glückseliges Lächeln auf dem Gesicht. Und ich stelle mal wieder fest: Gebäude und Brücken und Städte können verdammt beeindruckend sein, aber die Natur ist einfach der Gewinner, wenn es darum geht, einen richtig umzuhauen und einen unvergessliche Eindrücke zu bieten.

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