Festivalsommer 2014: Haldern Pop

Das Wochenende in Kurzform: Sonne, Regen, Freunde, Musik, Bier, Grillfleisch.

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Alles dabei, was so ein gelungenes Festival-Wochenende ausmacht. Ich persönlich hätte auf den Regen gut verzichten können, vor allem, weil ich dadurch Ewert And The Two Dragons verpasst habe. Und nicht nur die. Überhaupt war ich dieses Jahr in Haldern so selten wie nie (gefühlt zumindest) vor der Hauptbühne anzutreffen, dafür habe ich es endlich mal in die Popbar geschafft. IN die Popbar! Jeder, der schon mal da war, weiß wie klein der Raum ist und somit war dieser Platz zwischen den Menschen ein besonderer Erfolg. Gesehen und gehört habe ich dort übrigens Jeffrey Lewis & The Jrams

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Und sonst noch (in chronologischer Reihenfolge): Fat White Family, Royal Blood (mit halbem Auge und über die Leinwand vorm Spiegelzelt), ein bisschen Trampled By Turtles, East Cameron Folkcore,

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der Anfang von Honig, Nick Mulvey, Sam Smith, einzwei Lieder Boy And Bear, Dawes, Augustines,

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ein bisschen Fink, Hozier (wieder vorm Spiegelzelt, jeden Sonnenstrahl genießend), Conor Oberst und zum Abschluss noch ein bisschen Bernhoft.

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Musikalisch gab es in Haldern sicherlich schon bessere Jahre, wobei das ja immer Geschmackssache ist. Für mich gab es jedefalls schon deutlich interessantere Jahre. Mir fehlte ein bisschen DER Headliner. Die Band, auf die man sich so richtig enorm freuen kann. Das waren bei mir in diesem Jahr noch am ehesten Conor Oberst – der es mit seinem aktuellen Album geschafft hat, sich bei mir von „existiert, interessiert mich aber nicht“ zu „ich bin verliebt in diese Musik“ zu katalputieren – und Augustines, die ich krankheitsbedingt im Mai schon habe sausen lassen. Ich fuhr vorbereitet wie noch nie nach Haldern, hatte in fast alle Bands zumindest mal reingehört. Und es war auch wieder viel gutes dabei, viele Hoffnungen. Der Timetable irritierte mich manches mal, nicht nur optisch (unübersichtlicher geht es kaum), sondern auch wieso manche Bands ausgerechnet zu ihrer Zeit auf ihrer Bühne standen/stehen mussten. Ich hätte es ein bisschen anders gemacht, aber ich bin ja kein Festivalplaner. Und irgendwer meckert ja immer.

Viele Haldern-Momente, zum Beispiel bei Sam Smith. Den mag ich überhaupt gar nicht so, den meisten unserer Zeltgruppe war und ist er wohl auch ungefähr genauso egal, aber wir hatten versprochen, dorthin jemanden zu begleiten, also gingen wir. Jemand war in diesem Fall ein 12jähriges Mädchen, die sehr pflegeleicht und ein sehr großer Sam Smith-Fan ist. Und dann steht man da im Regen und schaut ein Konzert und überall sind tanzende Menschen und Seifenblasen und glückliche Gesichter um einen herum und dann tanzt man einfach selbst ein bisschen. Der Regen egal, der Radiopop auf der Bühne egal. Man ist einfach da, angekommen. Und notfalls gibt es ja immer diese wunderbaren Abend-Himmel, die nur Haldern kann.

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Merkwürdig anders.

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Ein Gedanke zu „Festivalsommer 2014: Haldern Pop

  1. ich stelle bis jetzt fest, dass es kaum verfügbares Material in der Nachbetrachtung zu Haldern gibt. Daher habe ich deinen Kommentar gefunden. Vielleicht ist es einfach eine Frage des Alters, aber für mich war Haldern in diesem Jahre in vielen Dingen eher enttäuschend. Auch eine Menge Bands waren mir zu sehr Indie-Mittelmaß. Aber das absolute Highlight war eindeutig Patti Smith, die dann gleich noch die irgendwie noch lebende Ikone Grant Hart auf die Bühne geholt hat. Für so ein altes Punkherz wie mich so der Hammer, dass ich danach freiwillig auf Sun Kil Moon verzichtet habe und nach Hause gefahren bin um das grandiose Feeling noch so lange wie möglich zu spüren.
    Daneben – altes Punkherz eben – hat mir der Radio Birdman-Sound von Money for rope wirklich gefallen.
    Du hast recht. Abendhimmel am Samstag hat in Haldern immer was besonderes und was man unbedingt erwähnen muss sind die Omas auf der Bank hinterm Zaum zur Hauptbühne. Die waren toll.

    Im nächsten Jahr lasse ich Haldern vermutlich ausfallen. OBS und Burg Herzberg und vielleicht Apple Tree Garden ( oder so ) könnten die Alternativen sein.

    Das ganz neue Freak Valley Festival im Siegerland wird vermutlich auf Jahre das zuschauerfreundlichste Festival bleiben. Für alle Liebhaber von Space- Stoner- und Psychedelischen Rock eine unbedingte Empfehlung.

    LG

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