Festivalsommer 2014: Way Back When, Dortmund

Als ich vor ein paar Monaten las, dass es in Dortmund ein neues Festival geben soll, kannte meine Begeisterung schon kaum Grenzen. Die ekstatische Verzückung steigerte sich aber noch, als die ersten Künstler vom Line Up bekanntgegeben wurden. Denn das Way Back When-Festival, welches vom 29. – 31. Mai in Dortmund stattfand, traf ziemlich genau meinen musikalischen Geschmack. Ich kannte nicht alle Bands, aber das ist ja auch das, was ich an Festivals so mag. Neues entdecken. Herzschlagmomente.

Der Start der Festivalsaison in diesem Jahr also schon Ende Mai – und mit ein bisschen Herzklopfen. Würde alles gut laufen? Würde das Festival überzeugen? Und zwar sowohl das Publikum als auch die Macher? Wird es weitergehen? Wird Dortmund wieder einen weiteren Schritt Richtung Großstadt machen? Na gut, Dortmund hat ja mit dem Juicy Beats schon ein Festival, welches sich durchaus etabliert hat und über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Aber ein zweites kann eigentlich auch nicht schaden. Ich finde ja immer, dass Dortmund ruhig mal ein bisschen mehr auf die Kacke hauen darf, was Selbstdarstellung betrifft – aber dazu werde ich demnächst hier noch mehr hinterlassen.

So, jetzt aber: FESTIVALFIEBER! Mit allem, was dazu gehört! Zumindest zu einem Indoorfestival, denn einen Campingplatz gab es nicht, aber wenn ein Festival in der eigenen Stadt stattfindet, dann schlaf ich sowieso im eigenen Bett. Den Grill haben wir auch nicht mitgenommen, aber anständige Festivalverpflegung kann Dortmund auch so

 photo 20140530_184857_zps995dc77d.jpg

 photo 20140531_181227_zpsa4601d86.jpg

Es gab verschiedene Spielstätten, die beiden größten waren das FZW (mit zwei Bühnen) und das Domicil. Dazu gesellten sich am Freitag noch die Kaktus-Farm, die damit wohl auch gleichzeitig ihren Abschied feierte und am Samstag die Streetart Gallery. Für letzteres benötigte man übrigens nicht mal ein Ticket, wenn ich das richtig verstanden habe. Da waren einfach kleine Konzerte für umme.
Jetzt kann man vom FZW zum Domicil laufen, das dauert so ne gute Viertel Stunde, aber man hat viel gehört, dass es kaum einer gemacht hat. Wenn man erst mal an einem Ort ist, bleibt man eher da. Vor allem bei zeitlichen Überschneidungen von Bands, die man toll findet. Lieber eine Band ganz sehen, anstatt von zwei Bands nur ein paar Minuten. Der Timetable hat es mir die ein oder andere Entscheidung nicht leicht gemacht, ich habe dann auch noch mit den Programmen anderer Festivals verglichen, die diesen Sommer noch kommen werden und dann hat das FZW den Haupt-Zuschlag erhalten.

 photo 20140531_181336_zpsd6eee0a2.jpg
(die kleine Bühne im FZW Club)

 photo 20140531_192018_zps374e1302.jpg
(die Halle vom FZW, mal ausnahmsweise ganz leer)

Donnerstag war ich wegen anderer kultureller Verpflichtungen leider nicht mit dabei – im Nachhinein trifft mich das sehr, weil das mit The Rifles, Whomadewho und Life in Film ein ziemlich toller Festivaltag war. Ich startete dann erst am Freitag und zwar in der Kaktus-Farm mit The Delta Riggs aus Australien. Es folgten: mehrere Stunden voller Musik, unter anderem mit We Were Evergreen, von denen ich vorher auch nicht besonders viel kannte, Mighty Oaks, The Rival Bid aus Dortmund, Spring Offensive, Fanfarlo und Johnossi.

 photo 20140530_200004_zps8824fe4f.jpg

 photo 20140530_203539_zpsb6605941.jpg

 photo 20140530_231417_zpsac6b7f69.jpg

 photo 20140601_0020511_zps210929b9.jpg

Übrigens, hier die wichtigsten Festivalregeln:
1. Musik
2. Bier
3. Merchandise
4. Nahrungsaufnahme

Wie man diese Regeln auslegt und anwendet, ist jedem selbst überlassen. Das ist ja das schöne, Festivals erlauben viel Freiheit. Ich persönlich halte mich noch an die Regel „reise mit schmalem Gepäck“ und nehme nur mein Smartphone, ein paar Geldscheine und meinen Haustürschlüssel mit. Mein Rücken dankt es mir.

 photo 20140530_213857_zps2079f9af.jpg

 photo 20140530_204045_zpsa9a62978.jpg

Kleine Kinderschuhprobleme habe ich an der ein oder anderen Stelle bemerkt, aber das waren winzige Kleinigkeiten, die im Grunde nicht mal geändert werden müssten, das sind nur meine hohen Ansprüche. Ich war jedenfalls sehr beseelt, als ich nach dem letzten Konzert (Johnossi) nach Hause fuhr. Und selbst bis heute hält dieses Glücksgefühl an. Dortmund ist um eine zauberhafte Attraktion reicher, die auch noch genau nach meinem Geschmack ist.

Advertisements
Kategorien: our night out | Hinterlasse einen Kommentar

Beitragsnavigation

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: