Fahnengirl

Während ich die USA unsicher mache, muss ich euch noch von meinem neuen Karrieresprung berichten. Eins meiner großen Talente ist nämlich, Züge ausfallen zu lassen am Spielfeldrand eines Fußballplatzes zu stehen und motivierend zu lächeln. Oder anders gesagt: ich bin Spielerfrau, Kuchenfee, Wertsachentütenhüterin, Trikotmodel, Wundenbegutachterin und natürlich Daumendrückerin. Manchmal möchte ich mich selbst gern einwechseln, aber das ist auch wieder ein anderes Thema. Neulich aber, da kam es dann zu einem weiteren Einsatz. Das war auf dem Sportplatz Benninghofen, dem Platz des Hörder SC. Der ist generell schon mal super, weil da auch Sonntags alle 15 Minuten ein Bus hält und es gibt Kaffee. Und es ist ein wirklich ganz ordentlicher Kunstrasenplatz.

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Kreisligaspiele sind jetzt nicht wahnsinnig gut besucht. Die Massen locken die nicht an. Also gut, manchmal bin ich auch die einzige Zuschauerin. Sonntag auch. Da hat es aber auch geregnet. Und es sind noch Sommerferien. Und dann musste der Linienrichter (jede Mannschaft stellt einen) früher weg. Ah ja. Und wer macht das jetzt? Ich habe natürlich nach mehrminütigem guten Zureden sofort zugesagt. Und mir die wichtigsten Linienrichter-Regeln einfach mal schnell notiert. Auf meiner Hand.

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G steht für grün, die Farbe der Trikots. Grün spielte links, daher steht das G auf meiner linken Hand. Auf meiner rechten Hand hätte folgerichtig ein W für weiß stehen können, aber soweit funktioniert mein Hirn dann doch noch ein bisschen. Aus steht übrigens dafür, dass die immer in die Richtung der Mannschaft gezeigt wird, die den Ball ins Aus gespielt hat. Haben die grünen Grashüpfer also ins Aus gespielt, dann musste ich wohin wedeln? Nach Links.

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Die Wahrheit ist, dass ich einige Male völlig überfordert war und dann einfach nach Rechts gezeigt habe. Hihi. Aber der Schiri war glücklicherweise so einer, der alles allein entschieden und mich überhaupt nicht beachtet hat. Gott sei Dank. So einzwei Mal lag ich vielleicht doch daneben. Aber ich hatte auch meine Brille nicht mit.

Wenn das kein Karrieresprung ist! Ich sehe förmlich ein zweites Standbein für mich und mein Leben. Fahnengirl.

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Kategorien: Football's coming home | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Fahnengirl

  1. Vielleicht hast du dann bald nicht nur hier im Blog ein paar Follower:

  2. Miss James

    Haha. So viele Zuschauer…davon können die Mannschaften nur träumen!

    Den Pöbel mit Mistgabeln und Fackeln überlasse ich dem Schiri.

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