Du die Schwalbe, wir der Sommer

Es war mein 12. Haldern Pop (wooohoooo) und das 30. Haldern Pop insgesamt und manchmal glaube ich, es wird von Jahr zu Jahr schöner.

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Letztes Wochenende jedenfalls, war das Leben perfekt. So ziemlich jedenfalls. Es war das Wetter, die Zeltgemeinschaft, die Musik, die Atmosphäre und vielleicht auch, dass man doch immer was findet, an dem man rummeckern kann. Früher war alles besser. Stimmt gar nicht, früher gab es zum Beispiel überhaupt keine Duschen beim Haldern Pop. Und das Wetter war früher auch nicht immer besser. So.

Also, mein Haldern Pop war magisch-zauberhaft. Vielleicht verkläre ich dieses eine Wochenende im Jahr. Aber eigentlich hat dieses Festival das gar nicht nötig. Ach Haldern, deine Linden rauschen.

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Musikalisches Highlight war übrigens nicht die Zeltplatznachbarschaft, die nachts mit Gitarre noch ihr Privatkonzert veranstalteten, sondern ganz eindeutig zwei Acts auf der Hauptbühne. Zum einen Freitag Abend James aus Manchester, die mein Britpop-Manchester Rave-Herz eindeutig so hoch schlagen ließen, dass ich der Ohnmacht nahe war. Oh mein Gott, James! Wie lange hatte ich darauf gewartet? 14 Jahre mindestens. Und dann direkt ganz vorne. Ich hatte furchtbare Angst, dass meine überirdischen Erwartungen nicht erfüllt werden können. Aber sie haben es tatsächlich geschafft. Wahnsinn.

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Am Ende hat Sänger Tim Booth noch Leute auf die Bühne gelassen, um mit ihnen zu tanzen. Für einen Moment zuckte ich auch, aber ich glaube, ich wäre direkt gestorben – glücklich aber tot – und meine Zeltplatzfamilie hätte dann die Scherereien gehabt. Außerdem musste ich ja noch Highlight Nummer 2 sehen, einen Tag später.

Glen Hansard, ein Sänger, der mich schon mein ganzes Leben lang begleitet. Er spielt nämlich im Film „The Commitmens“ mit, den meine Mutter liebt und den ich daher schon mindestens 20 Mal gesehen habe. Ich mag den Film übrigens auch sehr, so als kleiner Filmtipp nebenbei. Ein weiterer Film ist dann „Once“, wo er sich irgendwie ein bisschen selbst spielt und wofür er übrigens auch einen Oscar (für die Filmmusik) gewann. Der Mann ist ein brillanter Musiker und fürs Haldern Pop brachte er dann gleich mal ein riesiges Ensemble mit auf die Bühne. Ein kleines Orchester im Hintergrund, das sorgte für ausreichend „wumms“, Spaß hatte der Mann auch noch und dann flutete er bei seinem letzten Lied – der Hit „Falling Slowly“ aus Once – den kompletten Reitplatz mit Tränen der Rührung. Wie er das geschafft hat, könnt ihr euch sehr gerne hier anschauen. Da gibt es auch noch weitere Konzert-Mitschnitte.

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Weiterhin gesehen und gehört habe ich:

Mikal Cronin, We Were Promised Jetpacks, Ja Panik, Die goldenen Zitronen, Lee Fields & The Expressions, den Anfang von Tom Odell, The Strypes (leider nur über die Leinwand vorm Spiegelzelt, aber dafür mit 1A-Tanzfläche), den Rest von Duolouge, Ebbot Lundberg, Kettcar, Alabama Shakes und dann das Ende von Half Moon Run und The Staves, wieder über die Leinwand, während wir das Festival auf der Biergartenbank ausklingen ließen und illuminierte Vögel sahen. Wir schwören. Alle.

Haldern-Momente, so nennen wir sie, diese ganz speziellen Augenblicke, wenn alles in der Welt in Ordnung ist, du Gänsehaut vor Dramatik hast und es so schön ist, dass man es kaum aushalten kann. Jeder kennt diese Momente und vielleicht hat jeder auch seinen eigenen Namen dafür. Haldern-Moment ist natürlich eine Bezeichnung, die nicht von ungefähr kommt. Es ist wunderschön dort, ganz besonders, einzigartig. Haldern, wir sehen uns wieder, in 51 Wochen.

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Kategorien: our night out | 4 Kommentare

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4 Gedanken zu „Du die Schwalbe, wir der Sommer

  1. gänsehaut beim lesen. wieder einmal.
    bei james hab ich sofort „sit down“ und „laid“ im kopf … hach …

  2. Ja, Haldern ist was Besonderes. 🙂 Bei mir war es erst das dritte Mal, auch wenn ich das noch immer nicht ganz glauben kann. Wo war ich denn sonst, wenn nicht dort?! Naja, im nächsten Jahr sagen wir dann mal hallo. 😉

  3. Lustig, wie unterschiedlich man das erleben kann. Wir haben bis auf James glaub ich fast nichts gesehen, was du gesehen hast und du hast nicht gesehen, was wir gesehen haben 😉 Mit James konnte ich z.B. kaum was anfangen, dafür dachte ich beim Lesen „OMG, waaas, sie hat Balthazar nicht gesehen???!!!“ 😉

  4. Miss James

    Balthazar wollte ich eigentlich auch sehen, aber dann kam irgendwas dazwischen. Leider schaffe ich es nie, all die Bands zu sehen, die ich gerne sehen würde. Dafür gibt es dann noch noch zu viele Überschneidungen.

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