Twitter – 10 Dinge, die mich daran nerven

Ich hatte kurz mit einer „10 Dinge, die ich an dir hasse“-Überschrift geliebäugelt, aber Hass ist ein Wort, das in meinem Leben keinen Platz hat. Würde ich Twitter hassen, hätte ich mich ja schon längst abgemeldet. Und sogar, wenn es mich richtig doll nerven würde, wäre ich da wohl schon nicht mehr. Daher: die zehn Punkte darf man ruhig mit einem kleinen Augenzwinkern lesen. Und noch dazu: es ist MEINE Twitternervliste. Natürlich sind da Punkte drauf, die ICH nervig finde. Und ja, manchmal mache ich auch selbst Dinge, die ich nervig finde (ich warte quasi darauf, dass jemand mit einem „aber genau das hast du im März 2011 auch selbst mal Twitter gemacht!“ kommt).

Genug der langen Vorreden. Es geht los. Und die Reihenfolge ist bedeutungslos:

1. Die aktuelle Twitter-App. Seit dem letzten Update zeigt sie mir beim Öffnen meist nicht den aktuellsten Tweet an, sondern startet irgendwo im längst gelesenen Twitternirvana.

2. Twitterer, die nachts posten, dass sie nicht schlafen können. Davon abgesehen, dass ich persönlich es kontraproduktiv finde, bei Schlaflosigkeit zum Smartphone zu greifen, verstehe ich das einfach nicht. Was erwarten die Leute? Mitleid am „normalen“ Morgen? Schlaflosigkeitsdebatten?

3. Twitterer, die jeden Ort posten (z. B. mithilfe von 4Square), den sie betreten. Wenn man irgendwo an besonderen Orten ist (New York, der Mond, das Schlafzimmer von Paris Hilton) dann kann ich das akzeptieren und es stört mich nicht. Aber glauben einige Menschen tatsächlich, dass jeder Besuch beim Supermarkt erwähnenswert ist? Ernsthaft?

4. Twitter ersetzt keine Therapie. Wenn es euch schlecht geht, wirklich richtig schlecht: sprecht mit einem Therapeuten oder mit euren besten Freunden. Die meisten eurer Follower kennen euch nicht wirklich, oder nur einen Teil von euch. Sie kennen in der Regel weder eure Vergangenheit noch eure gesamte Umgebung. Follower können euch bei ernsthaften Depressionen nicht helfen.

5. Twitterer, die sich beschweren, dass jemand sie entfolgt hat. Willkommen in der Realität, Leute.

6. Twitterer, die non-stop live über Fernsehsendungen berichten. Diejenigen, die das interessiert, die gucken das wohl selbst. Und die, die es nicht interessiert, die interessiert es nicht. Und können mit den Tweets auch nichts anfangen.

7. Moralapostel, Weltverbesserer und Besserwisser, die dir bei jedem Tweet antworten, dass du gerade in irgendeiner Art die Umwelt verschmutzt, Kinder quälst, du das falsche Handy und den falschen Mobilfunkanbieter ausgewählt hast und ihre Meinung überhaupt immer die richtige und einzig wahre ist.

8. Kryptik. Sowas wie: „Warum trifft es immer mich?“ „Jetzt habe ich einen Kloß im Hals.“ „Ich halte das nicht mehr aus.“ „Ich habe so eine Wut im Bauch.“ und so weiter. Jeder dieser Sätze hat nur einen Zweck: LOS! FRAGT MICH, WAS LOS IST!!!“ Ich glaube, das ist eine spezielle Art von ADS. Ist auch bei Facebook start verbreitet.

9. Leute, die sich bei Twitter über ihren Freund/Partner auslassen – der selbst gar nicht bei Twitter ist. Wenn es euch nervt, dass alles nach seiner/ihrer Pfeife tanzt, dann kann Twitter daran auch nichts ändern. Ein Gespräch könnte es vielleicht.

10. Twitterer, die alle (!) Tweets retweeten, in denen sie erwähnt werden. Das löst bei mir ähnliche Reaktionen aus wie der Follower Friday, aber die Aufgabe, das zu beschreiben, hat Anne schon meisterlich für mich übernommen.

Und als nächstes kommen dann die 10 Dinge über Fahrten auf der Autobahn. Da könnte es mit 10 Punkten aber tatsächlich knapp werden.

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Kategorien: I hope, I think, I know | 18 Kommentare

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18 Gedanken zu „Twitter – 10 Dinge, die mich daran nerven

  1. 😀

  2. *APPLAUS* !!! :))))))

  3. Da bin ich ja froh, dass ich mich bei lediglich einem Punkt schuldig bekennen muss. Fernsehlivetwittern mach ich nämlich sehr gerne und ich finde das sehr nett, wenn man das Gefühl hat, dass man gemeinsam mit ganz vielen anderen Leuten guckt. Allerdings bemühe ich mich, die Tweets dann wenigstens halbwegs originell zu formulieren und immer einen Hashtag dranzubasteln, damit man im Zweifelsfall die Tweets ausblenden kann (geht natürlich nur bei bestimmten Twitterclients).

    Kryptiktweets schreibe ich auch manchmal, mache die aber dann meistens als Kryptiktweets kenntlich, damit man sich zumindest nicht wundert, bzw. weiß, dass das so soll und man nichts verpasst hat.

    Eine Zeitlang habe ich auch geguckt, wer mich entfolgt, habe aber gemerkt, dass ich mich immer nur darüber ärgere, weil ich irgendwas hinein interpretiere. Dabei weiß ich aus eigener Erfahrung, dass man eben manchmal aufräumt und durchaus auch mal Leute entfolgt, ohne dass man sie prinzipiell doof findet. Nur wenn’s einen selber trifft, plagen einen die Selbstzweifel. Deswegen hab ich aufgehört, zu gucken und das verbessert die Twitterlebensqualität ungemein.

  4. Das mit dem TV-Twittern mache ich auch, trotzdem nervt es mich bei anderen. 😀

  5. Ich dachte, Twitter wurde überhaupt nur erfunden, um TV-Sendungen live mit zu twittern?!
    Der Follower Friday ist allerdings wirklich mit das Schlimmste, was das Netz je verursacht hat.

  6. Punkt Acht gehört zum von mir Meistgehasstesten im Web. Und ich kenne da so einige….

  7. Schuldig in allen 11 Punkten 😉

  8. @Fee: Für Punkt 8 sollte jeder 8 Wochen Dienst auf einer Krebsstation ableisten! Ich frage mich auch immer noch, wie ich merken soll, wenn mich jemand entfolgt.

  9. Zu 9: Extrem gruselig finde ich es auch, wenn Paare sich ernstgemeint(!) via twitter streiten.

    Ich bekenne mich des Gutmenschentums schuldig. :-> Ich kann nie meine Klappe halten, wenn jemand sexistische oder homophobe Kackscheiße postet.

  10. @Feylamia: Ist da eigentlich schon die Vorstufe für diese Nachmittags-Sendungen, wo sich auch Paare vor laufenden Kameras streiten? 😉

  11. Wie wahr. Kann allen zehn Punkten zustimmen. Vor allem das mit dem twittern der Fernsehsendungen nervt. Aber auch die unendlichen tweets über das aktuell laufende Fußballspiel (und den anschließenden Meisterfeiern) oder Formel Eins gedöhns nerven extremst.

  12. haha, super liste!

  13. Auch auf die Gefahr hin das es nervt… für alle 10 Punkte ein Retweet 😉

    lg

    michaela

  14. 11. Leute die „ADS“ fälschlich für Aufmerksamkeitsheischen verwenden obwohl es eine ganz andere Bedeutung hat und Betroffene von ADS damit in ein falsches Licht rücken 😉

  15. airsign

    Punkt 11: Ständig das selbstgekochte oder vom Partner gekochte Essen posten samt Essensgeräusche. Laaaaangweilig!

  16. Miss James

    Omnomnomnom? 🙂

  17. Miss James

    Könnte man vielleicht bei Kryptik als Unterpunkt einfügen.

  18. airsign

    Au ja! *schmackofatz*

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