little james on tour: Bonn

Mittlerweile kenne ich vier Leute, die in und um Bonn herum wohnen und war bisher erst einmal zu einem Konzert in den Rheinauen (Mr. Lou Reed) und sonst noch überhaupt nie zuvor in der Innenstadt von Bonn. Ich wusste, das kann nicht ewig so weitergehen. Bonn ist ja schließlich auch eine Stadt mit Geschichte, die sollte man eh mal besucht haben. Vor allem, wenn man ja nur 1 Stunde und 23 Minuten Autofahrt davon entfernt wohnt.

Deswegen war ich Samstag in Bonn. Und Sonntag auch. Und obwohl Bonn und ich Samstag fast eine Art schwierigen Start hatten (Höh? Warum ist es so kalt und warum war in meiner Fantasie Bonn so wunderschön, dass es in der Realität gar nicht so schön sein kann?), so begann ich doch, die Stadt zu mögen.

Und das hat natürlich auch einen Grund. Nein, falsch. Das hat mehrere Gründe.

Bonn hat viele schöne Häuser, die Universität ist dort ein Schloss. Meine Cousine studiert dort, ich glaube, sie wird Prinzessin.

Das gefällt mir richtig gut.  In Bonn gibt es ebenfalls eine Menge Museen und ich war nicht nur auf dem Bundeskunsthallendach, sondern auch noch im Deutschen Museum (gut) und im Haus der Geschichte (supergut und immer superumsonst)

Und auch sonst findet man in Bonn schon auch noch mehr Kunst. Und Beethoven. Manchmal auch vereint.

Außerdem gibt es in Bonn ein Antiquariat, das Bücher so aus einer Art „Büdchen“ verkauft. Und eine Buchhandlung, die in einem ehemaligen Kino ist. Was man noch deutlich sieht, weil man sehr viel vom Innenleben einfach so gelassen hat. So kann man Bücher lesen, während man auf der Empore in alten Kinosesseln sitzt. Gefällt mir.

Was viele nicht wissen: Bonn ist die internationale Maibaum-Hauptstadt. Ich habe in meinem gesamten fast einunddreißigem Leben nicht so viele Maibäume gesehen, wie an diesen zwei Tagen in Bonn. Mädels, aufgepasst: im Schaltjahr müsst ihr eurem Herzmann einen Maibaum hinstellen! Schon mal für 2016 in den Kalender schreiben.

Last not least: Bonn liegt am Rhein und der Rhein ist schön. Am Rhein sein ist schön. Bei grauem Himmel kann man dort die Beine baumeln lassen und Cider trinken und bei Sonnenschein kann man dort spazieren gehen und sich die Nase verbrennen. Und glücklicherweise hat der Rhein derzeit zwar ein bisschen Hochwasser, aber nicht so dramatisch wie in anderen Landesteilen. Sogar eine kleine Fährfahrt war drin. Auf der anderen Rheinseite wartete nämlich Eis.

Es gibt also wirklich zahlreiche Gründe, Bonn zu mögen. Und über die hässlichen Seiten (wer hat diesen Bahnhof verbrochen? Und noch schlimmer: die U-Bahn-Station am Hauptbahnhof???) kann ich dann ja auch großzügig hinwegsehen. Ich werde nicht nach Bonn ziehen (warum auch?), aber bestimmt noch mal zu Besuch vorbeischauen. Bonn ist schön.

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6 Gedanken zu “little james on tour: Bonn

  1. Ich habe mal vier Jährchen dort gewohnt…und erst nachdem ich weggezogen war, wurde mir klar wie schön es dort eigentlich ist.

  2. Lustig – ich war gestern beruflich da und habe danach beim Stadtbummel auch ganz viel von dem, das Du hier zeigst, gesehen und/oder fotografiert. 🙂 (Der English Shop ist so toll. Danke für den Tip! Ich hab jetzt endlich wieder malt vinegar! :))

  3. Wie lustig, wir waren am Samstag auch dort, allerdings nur in der Bundeskunsthalle. Und ja, es war scheißekalt! Leider hatten wir nicht vielso Zeit, um noch an den Rhein zu fahren oder sonst was Ähnliches zu machen wie ihr, was ich nun doppelt schade finde. Wir haben uns aber auch vorgenommen, auf jeden Fall wiederzukommen 🙂

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