einmal Kilimanjaro und zurück

Nachdem ich zusammen mit Coco Lores schon die ein oder andere Wand der Kletterhalle gemeistert habe (manchmal auch nur die halbe Wand, aber hey, das Gefühl, eine schwerere Route zumindest versucht zu haben, ist großartig!), möchte ich von mir behaupten, dass ich ganz gern rumklettere. Eigentlich klettere ich überhaupt schon mein Leben lang sehr gern. Als ich Kind war, habe ich manche Sommer durchgängig auf Bäumen verbracht (so gefühlt).

Jetzt hat in Schwerte am Freischütz – also keine 10 Minuten mit dem Auto von mir entfernt – ein neuer Kletterwald aufgemacht. Das SCHREIT ja wohl nach einer Testrunde und so nutze ich gemeinsam mit zwei charmanten Begleitern den Feiertag, um mal alle Routen zu bezwingen. Das heißt: alle Routen waren es nicht, denn die leichteste haben wir direkt übersprungen und die schwerste (besteht aus einem Seil mit Knoten) haben wir uns am Ende gespart. Da kamen zu viele schlimme Sportstundenerinnerungen hoch. Außerdem taten da die Hände und Oberarme schon ganz gut weh.

Aber so blieben uns immer noch fünf Parcours übrig, die wir allesamt gut gemeistert haben. Den ersten brauchte ich noch, um meine Nerven ein bisschen unter Kontrolle zu bekommen, aber danach war es dann nur noch Spaß. Und dank Sicherung kann einem wirklich ja auch nichts passieren. Und selbst wenn man mal „abstürzt“ und wörtlich in den Seilen hängt: die Trainer vom Kletterwald sind immer in Rufnähe und würden einen retten. (Das Sicherungssystem ist manchmal etwas frickelig, aber man kann sich immerhin nicht versehentlich ausklinken und vom Baum fallen.)

Kletterwand und Kletterwald kann man wirklich nicht besonders gut vergleichen. An der Wand konzentriere ich mich zu 100 % nur auf mich. Ich blende alles aus: die Geräusche, die Höhe, die schmerzenden Finger. Es geht nur darum, den nächsten Schritt zu schaffen. Im Kletterwald sind die Routen zwar manchmal auch nicht ganz einfach, aber es ist eine große Menge Spaß dabei. Entweder lacht man darüber, wie die anderen über die Parcours eiern, oder über den kleinen elfjährigen Jungen, der sich nicht traut auf ein Brett zu springen und auf meine Frage, ob er denn noch nie auf eine Schaukel gesprungen sei (das war eine vergleichbare „Aufgabe“) „Nein“ antwortete. Nein, ich habe den Jungen nicht offen ausgelacht. Ich habe ihm gesagt, dass es dann jetzt aber auch wirklich mal Zeit wird. Herrje, die Kinder von heute. Oder man lacht über sich selbst.

Das beste am Kletterpark sind die Abfahrten! Einfach in den Klettergurt hängen und ab geht die Fahrt! Und davon gibt es im Kletterwald im Freischütz eine Menge. Yeah. Ich liebe Seilbahnen und Abfahrten. Und weil wir drei so wahnsinnige Körperbeherrscher sind, haben wir den gesamten Trainerstab damit unterhalten, wie wir regelmäßig rückwärts an der Matteim Rindenmulch ankamen. Wir lassen uns einfach die Hinternbremse patentieren.

Der Kletterwald ist toll. Für Kinder und Erwachsene. Er liegt schön im Wald und die Zeit vergeht wie im Flug. Heute habe ich einen Ganzkörpermuskelkater, zwei blaue Flecke und eine kleine Schürfwunde, die aussieht, als hätte ich sehr stümperhaft versucht, mir die Pulsader aufzuschneiden. Die Schuhe sind dreckig und die Klamotten haben wir auch sofort in die Waschmaschine geworfen. Wie viel Spaß es macht, sich dreckig zu machen.

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6 Gedanken zu “einmal Kilimanjaro und zurück

  1. Das sieht nach Spaß aus. Ich glaube ich würde mich das nicht trauen. Eigentlich bin ich kein Angstase, aber so mit Sicherung und so…ich weiss nicht.
    Hab ein schönes Wochenende…
    Liebe Grüße
    Mone 🙂

  2. Miss James schreibt:

    Aber gerade weil man gesichert ist, kann einem nichts passieren. Und da ist die Sicherung im Freischütz weit vorne: du kannst dich mit dem System nicht versehentlich selbst ausklinken. Am Start, bevor du zur ersten Plattform hochgehst, klinkt man sich ein und dann läuft die Sicherung automatisch mit, bis zum Ende des Parcours. Das ist also wirklich richtig sicher.

  3. In so einem Kletterwald war ich auch mal. Anfangs hatte ich ja ernste bedenken, aber es hat doch enorm viel Spaß gemacht. Gerade die von dir erwähnen Abfahrten haben jeden Parcours gekrönt. Optisch sahen wir alle zwar aus wie die Honks, so mit dem Klettergeschirr und dem Helm, aber hey es hat Spaß gemacht.
    Ich finde so etwas sollte jeder mal machen.

  4. Wie witzig, habe dich soeben entdeckt. Ich wohne nur 2 Minuten entfernt! Bin begeistert von deinem blog und werde mir Zeit nehmen und ordentlich stöbern.
    Lovely hugs
    Molly

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