Willkommen in der 2. Liga – das Rheinderby

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Die Relegation ist zwar noch nicht ausgespielt (Go! Osnabrück! Go!) und ich hätte wirklich gern auch jedem Verein seinen eigenen Eintrag in der Sommerpause gegönnt (hatte an jeden Montag Abend gedacht, der Spitzenspieltag der 2. Liga), aber die Sommerpause ist einfach leider zum Glück gar nicht so lang. Also gibt es auch mal zwei Einträge pro Woche oder mal einen Eintrag, der zwei Vereine gleichzeitig vorstellt. Heute: das Rheinderby. Der 1. FC Köln und Fortuna Düsseldorf. Ich sag es vorweg: bei den beiden Begegnungen, die es in der kommenden Saison gibt, möchte ich nicht in der jeweiligen Stadt sein.

Fangen wir an mit Fortuna Düsseldorf. Die konnten ja noch einen halben Moment auf den Relegationsplatz hoffen, aber dann stand es unweigerlich fest: Abstieg. Das fand ich schon schade, obwohl ich gar nicht genau weiß warum. Ich mag Düsseldorf halt einfach, so als Stadt. Für mich ein Trost: Düsseldorf ist umme Ecke, ist super erreichbar und somit ein großer Anwärter auf eine Auswärtsspielreise.

Fortuna Düsseldorf wurde übrigens auch schon mal Deutscher Meister, nämlich 1933. Da gab es aber noch gar nicht die Bundesliga (die ist ja neulich 50 geworden), aber da schafften sie es in der Saison 66/67 und 88/89 noch mal…allerdings nicht in der 1. Liga. Fortuna Düsseldorf gehört auch zu den Fahrstuhlmannschaften in diesem Land und hat schon in so gut wieder jeder Liga gespielt.

Ehemalige bekannte Spieler: Toni Turek (Fußballgott), Paul Janes (Namensgeber des Paul-Janes-Stadion in Flingern) und Klaus Allofs.

Schlimmstes Schicksal der Mannschaft: Die Toten Hosen gehören zu ihren größten Fans. Da möchte ich nicht tauschen. Zweitschlimmstes: es gibt kein Maskottchen. Die Düsseldorfer U-Bahn hat ein Maskottchen, der Fußballverein nicht. Da werden Prioritäten gesetzt. Dafür kostet ein Stehplatz (im Stadion) 13 € – okayer Preis für das Stadion. Da passen übrigens 54.600 Zuschauer rein (44.683 Sitzplätze und somit fast 10000 Stehplätze) und die Esprit-Arena ist komplett überdacht, man kann also auch im Sommer in Deutschland dort trocken das Spiel schauen.

Und dann Köln.
Ich erinnere mich, als sowohl Arminia Bielefeld als auch der 1. FC Köln in der ersten Liga spielten und ich zudem in einer Wohnung wohnte, aus der man wunderbar die ankommenden Gästefans beobachten konnte. Normalerweise war immer alles friedlich, doch ich wunderte mich schon, dass an diesem Mittag ungewöhnlich viele Geschäfte in der Nachbarschaft plötzlich schlossen.
Um es kurz zu sagen: solche Asi-Fans habe ich bisher nur selten gesehen (ich glaube, nur Hansa Rostock konnte das ganze toppen) und da ploppt in meinem Kopf auch direkt diese Geschichte von dem Fußballer auf, der den 1. FC Köln fluchtartig verließ, weil die eigenen Fans in bedroht hatten. WTF? Nichtsdestotrotz kenne ich sogar einige FC Köln-Fans. Sogar nette. Vielleicht ist auch der Karneval schuld an allem. Auf jeden Fall könnte es sein, dass auch Köln auswärts besucht wird. Weit weg ist es ja nicht. Ich möchte das zumindest nicht gänzlich ausschließen.

Köln spielt im RheinEnergieStadion an der Aachener Straße, das national 50.000 Plätze (41.825 Sitzplätze, 8.175 Stehplätze) und bei internationalen Spielen 46.195 Sitzplätze anbietet. Es gibt außerdem auch eine Kinderbetreuung, was ich für eine grundsätzlich sehr gute Sache halte. Auf der Internetseite des Vereins konnte ich den Preis für eine Stehplatzkarte nicht finden, der offizielle Twitteraccount vom FC hat mir bis heute auch diese Frage leider nicht beantwortet. Dafür sprang der Herr Supersonicsounding ein: 16 €, ist also schon etwas mehr.
Das Maskottchen kennt ja sicherlich fast jeder: Geißbock Hennes. Außerdem hat der FC Köln eine eigene Cheerleadergruppe. Das würde mich ja zu sehr ablenken.

Bekannte Ex-Spieler: Natürlich Lukas Podolski (der ja dort sogar seinen Zivildienst abgeleistet hat), Bruno Labbadia (oh ohoooho) und Tony Woodcock (mit dem ich nicht den Nachnamen tauschen möchte) und noch einige mehr.

Düsseldorf und Köln: zwei Städte, die nicht weit entfernt sind. Hurra! Die zweite Liga ist schon jetzt toll(er als die dritte)!

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Kategorien: Football's coming home | 6 Kommentare

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6 Gedanken zu „Willkommen in der 2. Liga – das Rheinderby

  1. man muss den Toten Hosen aber zugute halten, dass sie den Verein vor einigen Jahren vor dem totalen Absturz in die Amateurligen bewahrt haben – auch wenn es schwer fällt… 😉

  2. Die Spiele gegen Köln sind eigentlich immer ein Highlight gewesen und auch immer reich an Toren 🙂
    http://www.spox.com/de/daten/fussball/teams/1-fc-koeln/arminia-bielefeld/11/

  3. Pingback: Too much information - Papierkorb - Guten Morgen

  4. Der ein oder andere Kölner Fans ist schon eine Sache für sich.
    Für mich ist das immer noch nur Fußball, aber bei dem ein oder anderen Anhänger der Kölner scheint es wahren Hass auf andere Menschen zu geben. Das es dabei „nur“ um Sport geht scheint denen nicht bewusst zu sein.
    Anders ist es für mich nicht erklärlich, dass man einen Spieler so bedroht, dass er fluchtartig den Verein verlässt, wie du schon geschrieben hast.
    Und mir fällt da noch die Geschichte ein, als ein Gladbacher Fanbus von der Autobahn auf einen Rastplatz abgedrängt wurde, auf dem dann der Bus mit Schlagstöcken „bearbeitet“ wurde. Das es sich im Bus um Familien mit kleinen Kindern handelte war diesen Asis komplett egal.

    Ich habe auch einige nette Kollegen die Anhänger des 1.FC Köln sind – aber bei diesem Verein fallen die Chaoten leider viel zu oft auf.

  5. Pingback: Too much information - Notizblog - Guten Morgen

  6. Pingback: Too much information - Moin - Guten Morgen

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