Miss James On Tour: Dechenhöhle

Da ich ein bisschen Urlaub und somit Zeit hatte, schloss ich mich einer Freundin samt finnischem Besuch an, um das Umland zu besuchen und besichtigen. Schließlich kenn ich hier längst nicht alles. Und dann noch: das Ruhrgebiet ist mittlerweile ganz gut erforscht, aber östlich grenzt ja der merkwürdige Märkische Kreis an, und da kenne ich so gut wie nichts. Böse Zungen mögen behaupten, dass es da auch nichts zu sehen gibt, aber das ist natürlich Mumpitz.

Nachdem wir also einen kurzen, obligatorischen Abstecher zum Phoenixsee gemacht haben (der sich an diesem Tag ein bisschen wie die Nordsee gab und ganz grau und rauh war) ging es dann auf die Autobahn Richtung Hagen, genauer gesagt Hohenlimburg. Aus dem Fenster blinzelten wir schon mal die Kalksteinfelsen an, vermochten ohne Wegbeschreibung und Adresse nicht so recht einen guten Weg in die Nähe dort finden. Vertagen wir das. Schloss Hohenlimburg hat dagegen eine Adresse, der Ort allerdings auch Baustellen, aber nachdem wir dreimal am gleichen Rewe vorbeigefahren sind, fanden wir auch den Weg.

Ich persönlich fand das Gelände um das alte Schloss ein wenig schnarchig. Mag sein, dass das dem schlechten Wetter geschuldet ist. Der „Garten“ war jedenfalls nicht viel mehr als etwas Rasen. Und das alte Schloss eher eine Burg – so optisch. Immerhin hatte man einen schönen Ausblick auf das malerische Hagen. Besser lieber nur nach Hohenlimburg schauen. Entschuldige, Hagen.

Viel besser – und ja auch das Hauptziel unserer Tour – war der Besuch der Dechenhöhle, einer Tropfsteinhöhle in Iserlohn. In einer Tropfsteinhöhle war ich zuletzt als Kind, und die Dinger sind einfach faszinierend.

Fotografieren war dort übrigens verboten. Zumindest gab es auf dem Weg zur Höhle ein Schild mit einer durchgekreuzten Kamera. Da aber eine Jugendliche unserer Gruppe munter knipste und die Führerin nichts sagte, pfiff ich dann auf Verbote.

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Doch, abgefahren. Es ist ja „nur“ Natur(wissenschaft). Ein bisschen Wasser, ein bisschen Gestein, ein bisschen Salz und eine große Menge Zeit. In hundert Jahren wächst ein Stalaktit/Stalakmit etwa 1 Zentimeter. Sehr viel Zeit also. Manches sieht gruselig aus, manches atemberaubend schön. Und überall hört man leises Tröpfeln. Tropft es auf einen, so bringt es Glück. So behauptete die Führerin das jedenfalls. Drei Tropfen habe ich bei mir gezählt. Glückglückglück.

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Kategorien: Travellers Tune | 7 Kommentare

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7 Gedanken zu „Miss James On Tour: Dechenhöhle

  1. airsign

    Finnischen Besuch? Hätte ich das gewusst, hätte ich vorher eine Bestellliste aufgegeben.

  2. Miss James

    Ich auch 😉

  3. Oh ja, diese Höhle steht auch immer noch auf meinem Wunschausflugsplan. Vom Niederrhein natürlich etwas weiter entfernt, aber vielleicht in diesem Jahr. Foto verboten, ts ts ts … sowas mag ich ja garnicht … danke für die Bilder ;-).

    LG MIchael

  4. „das malerische Hagen“ keine Ahnung, ob das jetzt Ironie war oder wirklich so ist.

    Tropfsteinhöhlen sind toll! Und das sieht so aus, als wäre es den Besuch wert gewesen

  5. Sagen wir so: Bis auf die Dechenhöhle gibt es im MK auch nichts Besonderes 😉
    Glaube mir, ich muss es wissen, habe ich die ersten 20 Jahre meines Lebens in dem tristem MK zwischen Kühen und Schäfchen gelebt.
    Und Hagen… Hagen war immer ein Highlight. Das aufregende Großstadtleben quasi 😉

  6. hagen kenn ich nur von einer klassenfahrt, inclusive ausflug in die kluterthöhle … 🙂 danke für den flashback & ein schönes wochenende

  7. In der Höhle war ich als Kind auch schonmal. Sollte man wohl nochmal hin 🙂

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