Blick nach vorn

Das Jahr ist erst anderthalb Monate alt und wir haben schon einen Papst, der zurückgetreten ist, Meteoriteneinschläge, einen Schneesturm, der die US-Ostküste lahmgelegt hat, eine weitere Politikerin ohne Doktortitel, einen Lebensmittelskandal, einen Großbrand (in Brasilien), einen Star der seine Freundin erschossen haben soll und eine (vermutlich notwendige) Sexismusdebatte.

Und ich sitze hier, schaue raus in den Februarnebel und fühle mich ein bisschen überfordert von alldem. Denn ich habe das Gefühl, täglich die skurrilsten Nachrichten zu hören und bei mir selbst gibt es nur Arbeit-Sport-Arbeit-einkaufen-Arbeit-Sport-Haushalt und auch mal Freunde treffen. Ha, stimmt so nicht ganz. Ich war ja auch schon auf Konzerten dieses Jahr, beim Science Slam, im Restaurant und im Museum. Aber irgendwie braucht mein persönliches 2013 ein bisschen länger, um in Schwung zu kommen, während in der Welt da draußen plötzlich Meteoriten einschlagen. Meteoriteneinschläge passieren übrigens häufiger bei uns – das habe ich gestern gelernt – nur nicht in dieser Größenordnung und meist in unbewohnten Gebiet, so dass wir es gar nicht mitbekommen. Was ich auch gelernt habe: in Russland scheint es nicht unüblich zu sein, eine Kamera in der Frontscheibe des Autos installiert zu haben. Merkwürdiges Volk.

Ich schmiede diverse Pläne für dieses Jahr, es hat was mit Urlaub zu tun, mit Wanderungen (jaha), mit Läufen (der B2Run ist 2013 am 27.6.), mit Konzerten (Frank Turner ist schon ausverkauft, wurde mir eben geschrieben – schade.) und mit Investitionen – eine neue Kamera zum Beispiel. Der Februarnebel lähmt mich ein wenig, ich würde gern einfach liegen bleiben und warten, bis mein Jahr so richtigrichtig startet. Aber ich habe Angst, dass ich dann noch abgefahrene Nachrichten verpasse, zum Beispiel, dass man auf dem Mars Giraffen entdeckt hat oder dass der Papst zurückgetreten ist, weil er sich in einen Mann verliebt hat. Deshalb mach ich weiter mit Arbeit-Sport-Haushalt-Freunde treffen. Und jetzt geht es mal wieder in die Kletterhalle. Man soll sich ja nicht so hängen lassen.

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Kategorien: I hope, I think, I know | 4 Kommentare

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4 Gedanken zu „Blick nach vorn

  1. Mir gehts grad ähnlich. Februar ist einfach ein doofer Monat irgendwie. Nicht mehr ganz Winter (den ich ja nicht so schlimm finde), aber auch noch weit weg vom Frühling. Aber so „mal was anderes machen“ Aktionen wie der Kurs heute reißen es raus. Hat Spaß gemacht! 🙂
    Der B2Run wurde übrigens auf den 6.6. vorverlegt…

  2. Ich bin gespannt, welche Neuheit der neue Papst mit sich bringt – bei schwarzen Präsidenten und Frauen als Bundeskanzlerin. Da wird es doch Zeit für einen bahnbrechenden Papst, meine Ahnung ging diesbezüglich diese Woche in eine ähnliche wie deine Rücktritts-Vermutung 😀

    Dir jedenfalls ein bisschen Schwung, auf das der Frühling bald an die Tür klopft 🙂

  3. Manchmal ist es echt komisch da draußen in der realen Welt! Ich warte auch auf den Frühling, hier schneit es gerade mal wieder!

  4. Als dann gestern die Nachricht kam, ein Kamel sei in Dortmund gesehen worden…ach, mich kann nichts mehr schocken.

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