up and down and up and down

Ich war nicht mit dem Venga-Bus unterwegs, ich war zum ersten Mal in meinem Leben in einem Paternoster! Wo das geht? Im Duisburger Rathaus. Das übrigens, da muss ich jetzt mal ne Lanze für Duisburg brechen, eins der schönsten Rathäuser ist, welches ich jemals gesehen habe. Da kann man auch so einfach mal hingehen und sich das angucken, zum Beispiel, wenn einem die Augen vom restlichen Duisburg weh tun. Nein, kleiner Scherz. Sooo schlimm ist die Innenstadt von Duisburg auch wieder nicht. Und das Rathaus, wie gesagt, ausnehmend schön.

Also rein und erst mal die Empfangsdame abwimmeln „Entschuldigung, kann ich Ihnen helfen?“ „Eigentlich wollen wir nur mal mit dem Paternoster fahren!“ Sieht man da eine Spur Resignation in ihrem Blick? Na, kann ihr ja egal sein und uns auch. Wir verursachen ja weder Arbeit noch Schaden damit, dass wir mal ne Runde fahren wollen.

Oh, hoppla, der ist aber klein. Und schnell. Und leider kann man auch nicht durchfahren, sondern muss im Keller und im Dachgeschoss aussteigen. Weil wir brav sind, haben wir auch nichts riskiert und uns an die Anweisung gehalten. Mir stand eh schon der Schweiß auf der Stirn.

Ohne Witz, ich steige zwar ohne mit der Wimper zu zucken in winzigkleine Flugzeuge, die keinen Motor haben, erstarre aber vor Angst, wenn ich in einen fahrenden Fahrstuhl springen muss. Beim Vertrauenswettkampf Maschine vs. meine eigenen, gesunden Beine möchte ich jedem Stück Technik gratulieren. Oder eine andere Erklärung: ich habe zwar überhaupt keine Höhenangst, aber die Angst, zu fallen. Nein, ok, ich habe einfach überhaupt kein Vertrauen in meine eigenen Körperteile. Ich bin froh, dass ich einigermaßen geradeaus laufen kann. Und Geschwindigkeiten kann ich auch nicht einschätzen.

Also, Paternoster, Angstschweiß auf der Stirn und ich. Ich fahre runter. Springe raus, auf der anderen Seite wieder rein, dann hoch, raus und wieder rein. Tatsächlich schaffe ich es zwar immer auf Anhieb und überraschenderweise falle ich auch nicht in den Fahrstuhlschacht oder über meine Füße. Ja, ich überstehe die Fahrt und auf den schönen, neuen Toiletten (Duisburg! Ein weiteres Lob!) wasche ich mir den kleinen Schweißfilm einfach von der Stirn.

Paternoster. Überlebt. Nie wieder.

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Kategorien: Pottspots, Travellers Tune | 4 Kommentare

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4 Gedanken zu „up and down and up and down

  1. Cool! Will ich auch mal machen, obwohl ich einen Heidenrespekt davor habe! Was ist eigentlich der Venga-Bus? 🙂 Das klingt so nach Vengaboys?!

  2. Miss James

    In Duisburg hast du die Gelegenheit dazu, aber nur, wenn das Rathaus geöffnet ist 🙂 Das wäre doch mal ein Ausflug für die Herbstferien!

    Gib es einfach bei YouTube ein 😀 Mit Vengaboys liegst du schon richtig!

  3. Hihi, das kenn ich… da hat man einfach immer das mulmige Gefühl, vielleicht den richtigen Moment zu verpassen oder zu langsam zu sein oder zu stolpern oder… ^^ Ziemlich irrsinnig, aber so ein unaufhaltsam vorbeizuckelndes Ding flößt schon erstaunlich viel Respekt ein. 😉

  4. Pingback: Ahoi, Frau Kapitän | kleine Meise - großes Herz

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