Praha, Česká Republika (Den 3)

Es ist heiß, so ungefähr 50° C. Na gut, vielleicht auch nur 36° C. Wie gut, dass Prag so viele kleine Straßen hat, in denen man immer irgendwo Schatten findet. Auf dem Weg ins jüdische Viertel laufen wir dann auch direkt über die Prager 5th Avenue, vorbei an Prada, Gucci und Co. Direkt dahinter kommt man dann aber auch schon zur ersten Synagoge. Ich glaube, insgesamt sind dort noch 7 Synagogen und noch ein recht großer jüdischer Friedhof.

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Man kann ein Ticket kaufen, das einen den Zutritt zu einigen Synagogen und zum Friedhof ermöglicht, aber das sparen wir uns und wandern einfach ein bisschen durch die Straßen. Vorbei an Kafkastatuen, Synagogen, jüdischen Restaurants, hippen kleinen Coffeestores, einem Film-Set und springen von Schatten zu Schatten, bis wir müde werden. Zur Abkühlung suchen wir gelegentlich Shoppingcenter (klimatisiert) auf und sammeln dann noch Punkte für’s Karmakonto: wir malen.

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Wir kaufen einen Ziegelstein und bemalen ihn. Mit einem Zechenturm für den Wohnort, einem Target für die Musik, einem Herz für uns. DO und PRG für die beiden Städte und unseren Namen. Und dann stellen wir ihn zu den 1500 anderen, die schon eine Mauer, ach, ein kleines Labyrinth bilden. Das macht Spaß, wir helfen Kindern (hoffentlich) und haben außerdem was einzigartiges geschaffen. Gar nicht schlecht, für einen Urlaubstag. Außerdem können wir noch ein bisschen Zeit zwischen all den Ziegeln verbringen und diese bewundern. Tolle Dinge haben sich manche Leute da beim Gestalten ausgedacht.

Dann ist aber wirklich Zeit für eine Pause, im Kampa-Park geht das ausgezeichnet. Rumliegen, faulenzen, dösen, durch den Stadtführer blättern und Leute beobachten. Pause machen. Abschalten. Merken, wie sehr die Füße schmerzen.
Aber einen Spaziergang machen wir dennoch – an der Moldau entlang zum „Tanzenden Haus“ oder Ginger & Fred, wie man die Häuser in Prag nennt.

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Ich glaube, es sind die einzigen modernen Häuser im Innenstadtbezirk von Prag und von Frank Gehry entworfen. Fast beruhigend, so ein Gebäude in der Stadt zu sehen. Auch hier gibt es eine Form von Normalität und es ist tatsächlich kein bisschen Stuck oder so zu entdecken. Außergewöhnlich.

Der letzte Abend in Prag. Schade. Am nächsten Tag bummeln wir nur noch durch die Gegend (Smichov) rund ums Hotel, schauen uns die Villa an, in der Mozart Don Giovanni geschrieben hat (und die Olle seines Gastgebers geknallt hat), finden einen Briefkasten und die Staropramen-Brauerei (von außen). Es geht mit Bahn und Bus und relativ schnell zum Flughafen, erleben die harmloseste Sicherheitskontrolle aller Zeiten und dann geht es in den Flieger nach Düsseldorf.

Prag hat mich verzaubert. Wirklich. Was für eine tolle Stadt! So lebendig und wunderschön.
Ich werde auf jeden Fall noch mal dort hinreisen. Vielleicht mal im Frühling, wenn die Bäume blühen. Oder im Herbst, wenn der Moldau-Nebel die Stadt ein wenig melancholisch macht.

Ukončete, prosím, výstup a nástup, dveře se zavírají.

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Kategorien: Travellers Tune | 3 Kommentare

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3 Gedanken zu „Praha, Česká Republika (Den 3)

  1. Pauli!!! *KREISCH*

  2. Das mit den Ziegelsteinen ist ja toll 🙂

  3. Miss James

    Das mit den Ziegelsteinen fand ich auch eine gute Sache. Es hat Spaß gemacht und an der Stelle standen schon so viele, dass man sagen kann, dass sich das auch gelohnt hat. Gerade in Touristenstädten kommen da bestimmt einige zusammen. Es ist ja auch eine Art Urlaubserinnerung, selbst wenn man sie nicht behalten kann.

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