Praha, Česká Republika (Den 2)

Mit fast überhaupt keinen Kopfschmerzen (das lag aber nur am Gratis-Schnaps, niemals am Staropramen) und bei 30° C machten wir uns auf zur Burg. Die Burg liegt auf dem Berg Hradschin (Gesundheit) und der Aufstieg ist glücklicherweise nicht ganz so steil wie ich befürchtet hatte. Von oben aber ein wunderbarer Ausblick.

Ich investiere in das teuerste Kombiticket, damit hat man sozusagen AAA-Rechte. Im Veitsdom zum Beispiel, kann man am schnöden Pöbel vorbeiflanieren und die richtig coolen Sachen sehen. Kronleuchter, die aus mehreren Tonnen Silber bestehen zum Beispiel. Außerdem gibt es unter anderem noch eine Ausstellung zur Prager Geschichte und natürlich die bekannte Goldene Gasse. Da hat mal Franz Kafka gewohnt rumgelungert gearbeitet, also hauptsächlich dort zum Arbeiten gewohnt und er konnte sich glücklich schätzen, dass er das sitzend konnte, denn die Tür- und Deckenhöhe liegt so bei 1,75 m. Hoffentlich ist er bei guten Einfällen nicht fröhlich aufgesprungen. Obwohl das vielleicht auch einiges erklären würde.

Für den ganzen Burg-Komplex (da ist dann noch eine hübsche Folterkammern und einiges mehr) braucht man schon ungefähr einen halben Tag Zeit, aber es lohnt sich wirklich. Und es war nicht so überlaufen wie ich befürchtet hatte. Das Glück ist einem halt manchmal doch hold.

Unterhalb der Burg liegt das Prager Regierungsviertel, gut gesicherte Gebäude, mehrere Polizisten, dafür etwas weniger Touristen. Wer als Autofahrer an der Botschaft der USA vorbeifahren möchte, der sollte eine Menge Zeit und Geduld für eine ausführliche Untersuchung von Auto und sich selbst mitbringen. Fußgänger hingegen können einfach so da rumlaufen (Geheimtipp für Attentäter), aber so spektakulär ist es auch nicht. Die französische Botschaft gefällt mir besser, das liegt aber hauptsächlich an der Mauer, die ihr gegenüberliegt: die John Lennon-Memorialmauer. Hier dürfen sich alle verewigen, die Lust dazu haben. Dadurch verändert sich die Mauer ständig und man kann stundenlang davorstehen und immer wieder Neues entdecken. Coole Mauer. Coole Ecke. Und recht ruhig dazu, die Mauer steht nämlich nicht in jedem Reiseführer. Was ein Glück.

Es ist Urlaub, deshalb gönnen wir uns eine Eispause im Park. Auf den Moldauinseln kann man sehr gut Eispausen machen, zumindest auf der einen. Auf der anderen findet gerade eine Gay-Pride-Party statt. Das ist zwar auch einen Blick wert, aber entspricht nicht ganz unseren Vorstellungen einer ruhigen Eispause.

Nach einem Abstecher zum Wenzelsplatz (Stichwort Prager Frühling) und einem Abendessen (ohne Staropramen für mich) endet Tag zwei. Die Hälfte der Zeit ist schon um? Unglaublich. Könnte ich bitte ein bisschen verlängern und den ganzen Sommer hier bleiben?

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Kategorien: Travellers Tune | Hinterlasse einen Kommentar

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