on the road with blogowski

Als ich nach Dortmund zog, musste ich mich ja schweren Herzens auch vom BiBloStaTi verabschieden, dem Bielefelder Bloggertreffen (wobei das längst etwas großzügiger gesehen wird, Twitterer & Facebookhelden werden dort auch gern begrüßt). Ein fester Termin in meinem Kalender, der mir dann schon fehlte. Wie oft hatte ich gedacht, dass es schade ist, dass es sowas in Dortmund oder zumindest im Pott, nicht gibt.

Dachten sich wohl auch andere, denn ein paar durchweg zauberhafte Bloggerinnen aus dem gesamten Ruhrgebiet (und aus dem Exil) gründeten Blogowski und bemühen sich seitdem redlich, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Wobei ich ja derzeit ein bisschen von Rauhfaser, Grundierung und Küchenmontagen abgelenkt bin. Aber zwischen Tapete abreißen und erdbeereisfarbener Grundierung ist noch Zeit für einen Ausflug.

Und was ein Glück: Julis Blog feiert seinen ersten Geburtstag und dazu lud sie zum gemeinsamen Ausflug, der eine Wiederholung des Ausflugs sein sollte, der ihren Blog einst „eröffnete“. Nur halt mal mit Blogowski-Begleitung. Also erhob ich meinen ostwestfälischen Hintern todesmutig und fuhr mit.

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Von Dortmund also erst mal nach Essen, zum ersten Treffpunkt und von dort aus dann überraschenderweise nicht zu einem Pott-Spot, sondern nach Solingen. In Solingen war ich noch nie, dort gibt es ein Schloss, das Schloss Burg heißt (was aber nicht den Grund hat, dass man damit Touristen verwirren möchte, sondern weil die Besitzerfamilie Burg hieß…gut, dass sie keine Burg gebaut haben!) und zu diesem Schloss kann man mit einem Sessellift fahren.
Super für mich, es kann ja kaum hoch genug sein. Nicht so super für Leute mit Höhenangst, aber die Fahrt ist gar nicht so lang, es haben alle überlebt. Ich fand es auf jeden Fall schön, so langsam den Berg raufzugondeln. Entschleunigung ist das Stichwort.

Oben am Schloss dann alles schön, ein bisschen Touri-Trödel, ein bisschen Mittelaltergedöns und ein Cafe, in dem wir eine Pause machten und uns (fast) alle mit der bergischen Spezialität Waffeln mit Milchreis (in meinem Fall + Kirschen + Eis) stärkten. Waffeln mit Milchreis klingt merkwürdig, passt aber ganz gut zusammen.

Dann wieder abwärts, die Aussicht genießen, ins Auto klettern und weiter fahren nach Wuppertal. In Wuppertal war ich übrigens auch noch nie, aber ich wollte schon IMMER mal mit der Schwebebahn fahren. Glücklicherweise gehörte das dann auch zum Ausflugsprogramm dazu. Also rein in die Schwebebahn und dann ein paar Stationen damit rumschweben. Ist jetzt nicht sooooo toll wie ich dachte. Man muss darin einen ziemlich festen Magen haben (vermutlich Gewohnheitssache) und den hatten die wenigsten aus unserer kleinen Gruppe. Ruckzuck fühlte ich mich ein bisschen seekrank, die Bahn schwankt wie ein Schiff. Schade. Aber immerhin: jetzt bin ich mal mit der Schwebebahn gefahren, das muss man ja auch mal gemacht haben.

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Mit festem Boden unter den Füßen ging es dann zur letzten Etappe, der Holsteiner Treppe. Das ist ein Kunstprojekt ( hier noch Infos für die Interessierten), das bestimmt mal sehr schön war. Bunte Stufen mit Wörtern, die Lebensabschnitte darstellen. Nur leider ist die Treppe derartig verdreckt, dass man sich kaum hinsetzen mag. Mangel aus Geld oder Interesse? Auf jeden Fall sehr schade. Juli hat dann noch die „Heimat“-Stufe geputzt. Die Heimat darf nicht verdreckt sein.

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Wieder zurück und alle erschöpft. Es war ein schöner Tag, mit vielen (acht) neuen Gesichtern und tollen Geschenken (eine Geburtstags-Blogowski-Tüte von Juli, selbstgebackene Kekse von Fee, und dann noch Schwebebahn-Kulis sowie Erdbeerschweinbonbons von Anja.

Ich bin begeistert, ein bisschen erschlagen und ärgere mich vor allem, dass ich meine Kamera zuhause hab liegen lassen.
Naja, das Smartphone macht ja auch ganz anständige Bilder.

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Es ist anders als die Bielefelder Blogger-Runde. Die Gruppe ist viel homogener und sehr kreativ (ich kann ja übrigens überhaupt nicht basteln, malen, nähen oder sonst was) und ich fühle
mich ein bisschen als unambitionierter Faulpelzblogger. Ich schiebe das allerdings auch ein bisschen darauf, dass immer noch Grundierung an meinen Armen klebt. Umziehen ist ein Zeit- und Energiefressmonster. Ich freue mich jedenfalls auf weitere Blogowski-Treffen und über die vielen „Ach, das könnte man ja auch mal machen“-Anregungen. Und das mit der Weltherrschaft
klappt bestimmt auch noch!

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Kategorien: Travellers Tune | 5 Kommentare

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5 Gedanken zu „on the road with blogowski

  1. Falls es dich beruhigt, ich kann auch nicht basteln. Bzw. ich könnte es vielleicht, aber mir fällt nix ein, was ich basteln könnte. Und nähen kann ich maximal Knöpfe an irgendwas und das sieht dann auch sehr laienhaft aus.

    Aber schön war’s auf jeden Fall!

  2. Miss James

    Beruhigend. Für Knöpfe würde es bei mir auch noch reichen.

    Ich fand auch, dass es ein schöner Nachmittag war. Solche Ausflüge können wir gern wiederholen.

  3. Ich nähe noch nicht einmal Knöpfe an! Wenn ich bastle, bluten meine Finger und am Ende pinkelt die Katze auf mein Werk. Nene…Basteln ist auch nicht meins 🙂

    Schön, dass Du als Neuling todesmutig mitgekommen bist!

  4. Pingback: Die Bergische Geburtstagsparty - Schöner Blog(t) - Sandra Schöner Schöner Blog(t) Die Bergische Geburtstagsparty - Schöner Blog(t) - Sandra Schöner | Von Berlin ins Ruhrgebiet

  5. Ich fand es auch super, dass du mitgekommen bist. Und ich habe dich eingeladen. Hach. Da muss ich mir doch gleich mal selbst auf die Schulter klopfen :)!

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