Zwischen den, äh, Dings.

Während ich noch überlegte, was dieses „Zwischen den Jahren“ eigentlich bedeutet, verlief schon der Jahreswechsel. In kleiner Runde. Mit 16 Raketen, weil ich Raketen liebe und seit meine Eltern nicht mehr darüber bestimmen, was Silvester an Böllerkrams gekauft wird (was bedeutete, dass nichts gekauft wurde) kaufe ich mir ein paar Raketen für die Silvesternacht. Ich hole so meine feuerwerklose Kindheit auf. Also, mit 16 Raketen und mit Nieselregen.

Dieser Nieselregen, der uns seit Wochen begleitet. Sogar ich als Schneehasser habe an Weihnachten gedacht, dass so ein klitzekleinwenig Schnee (statt Regen) doch ganz nett wäre. Oder mal wieder Sonnenschein. Mal wieder einen Tag, an dem es hell wird. Übers Wetter kann man ja irgendwie immer meckern. Dabei hat mich persönlich der Herbst sehr glücklich gemacht. Aber ich habe das Gefühl, dass die Jahreszeiten sich verschieben. Der Sommer fand 2011 im eigentlich Herbst statt und jetzt haben wir unseren Herbst. Ich bin nicht überrascht, wenn es im März schneien und frieren wird.

Ist dieses „Zwischen den Jahren“ die Zeit, in der nichts passiert? Die Zeit, in der das alte Jahr schon abgeschlossen ist und das neue Jahr sich noch Zeit lässt, mit den Dingen, die da passieren werden. Wenn das so ist, dann hänge ich irgendwo immer noch zwischen den Jahren fest. So gefühlt zumindest. Dabei passieren Dinge. Seit einer Woche habe ich eine neue Arbeit (i like), nebenbei wird noch eine neue Wohnung gesucht, ich war schon im Kino (in „Ziemlich beste Freunde“) und habe damit an einem Abend ein Kino besucht, in dem ich vorher noch nie war (die Camera) und anschließend noch eine Kneipe (das Sissi King Kong), die ich schon längst besucht haben wollte.

Irgendwie habe ich immer zum Jahresanfang das Gefühl, dass die Zeit sich schleppt, dass im Kalender nicht wirklich was steht und das vorher alles viel aufregender war. Stimmt ja gar nicht, mein Gefühl ist da in Betrügerlaune. Vielleicht ist es auch wirklich das Wetter, das einen dazu bringt, lieber auf dem Sofa rumzufläzen als raus zu gehen. Vielleicht ist es auch eine Art Post-Feiertags-Schwarzes-Loch, weil einem nach den ganzen Feiertagsfeiereien plötzlich die freie Zeit wie eine Leere vorkommt.

Wie auch immer. 2012 darf langsam mal in Schwung kommen und einen Anfang finden. Keine Jahresendzeitstimmung zum Jahresanfang mehr. Kann losgehen.

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Kategorien: I hope, I think, I know | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „Zwischen den, äh, Dings.

  1. Hey :)! Vielen lieben Dank für deinen lieben Kommentar. Und ich sehe du wohnst in Dortmund… Dann mal liebe Grüße in die Nachbarschaft, Fee

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