London Calling (Tag 1)

Das Hotelzimmer ist so wunderbar, dass es verlockend ist, sich einfach ins Bett zu legen, den Schlaf der letzten Nacht nachzuholen und den Luxus zu genießen. Aber glücklicherweise ist das Wetter draußen auch sehr verlockend und so geht es in die Nachbarschaft (naja, fast): zum London Eye. Nachbarschaft deshalb, weil es vom Hotel aus in kurzer Zeit zu Fuß zu erreichen ist.

Eine Fahrt mit dem Riesenrad dauert etwa eine halbe Stunde und ist schweineteuer. Auch dann, wenn man die Karten vorab online bucht. Dafür ist man dann etwas schneller fertig, weil die Bestätigungsemail nur noch in Karten umgetauscht wird und man sich nicht in die Schlange einreihen muss, um ganz neue Tickets zu kaufen. Die Schlange vorm London Eye selbst sah zwar auch lang aus, aber es ging dann doch recht zügig.

Ein toller Ausblick, ein tolles Erlebnis. Aber schon allein der Preis reicht als Argument, sich das nur einmal im Leben zu gönnen. Und so spektakulär ist es dann auch nicht. Die Auffahrt ist noch interessant, oben sein sowieso

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aber die Abfahrt ist dann schon etwas langweilig.

Anschließen zu Fuß zum Trafalger Square und mit der Bahn nach Covent Garden. In Covent Garden bin ich immer sehr gern. Ich mag die Atmosphäre rund um die große Markthalle dort. Besonders schön war, dass an diesem Samstag ein kleiner Weihnachtsmarkt mit internationalen Fress-Ständen aufgebaut war. Zeit für Mittagessen, Zeit für einen selfmade Burger. Lecker.

Durch Soho Richtung Piccadilly Circus, ein bisschen über Carnaby- und Oxfordstreet und dann zurück zum Hotel. Abendessen, umziehen, nach Brixton fahren. Genauer: zur O2 Academy. Genauer: zum Konzert von Ocean Colour Scene.

Ocean Colour Scene. Helden! Meine Helden! Seit bestimmt 13 Jahren habe ich darauf gewartet, sie mal live zu sehen. Und dann sehe ich sie in London. Schon in der Tube-Station werden wir angesprochen ob wir Tickets kaufen/verkaufen wollen. Beim Steve Cradock-Konzert in Köln waren 50 Leute. Ocean Colour Scene in London ist ausverkauft. Und das bedeutet bei der Brixton Academy laut eigener Aussage fast 5000 Gäste. Das ist doch mal was. Die Location ist übrigens traumhaft schön. Wirklich, traumhaft. Und dazu noch praktisch, weil der Raum zur Bühne hin abschüssig ist, man also überall total gut gucken kann. Zwei erhobene Daumen. (Und zweimal kräftig schlucken bei den Preisen. Ich meckere nie mehr über die Garderobenpreise im Ringlokschuppen)

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Ocean Colour Scene. Ich kann dazu nichts weiter sagen, außer: phänomenal. Ich muss mich fast kneifen um es wirklich zu glauben. So viele Jahre gewartet und gehofft und es ist mindestens so gut wie ich es erwartet hatte. Nein, besser. Es sind die Engländer um mich herum (ja, auch Deutsche), die textsicher jede Zeile mitsingen und diese Musik so leben und fühlen.

Nach Hause, ein T-Shirt und viele Minuten schöne Erinnerung reicher. Schlafen. Tag 1 war wunderbar.

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Kategorien: Travellers Tune | 4 Kommentare

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4 Gedanken zu „London Calling (Tag 1)

  1. Stefan Duerr

    Hi Miss James, melde dich doch mal kurz bei mir per Mail. Ich hatte schon deinen Bericht über Steves Köln Gig gelesen und nun den von OCS. Steve kommt im nächsten Jahr wohl wieder auf Tour und dann würden wir dich gerne auf ein Bier einladen. Soviel Support muss einfach mal belohnt werden.
    Liebe Grüße Stefan

  2. Das Foto vom London Eye ist aber schon sehr spektakulär. Von welchen Preisdimensionen redet man denn da?

  3. Miss James

    @ Stefan: Vielen Dank! Wer ist denn „wir“? Steve darf übrigens gern in Dortmund spielen 🙂

    @ Nummer9: Hmhmhm…ich glaube, es waren so 20 Pfund. So ungefähr zumindest. Das ist schon super, aber ich glaube, einmal im Leben reicht das dann wirklich.

  4. Oh das ist allerdings wirklich happig

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