Our Night Out: Bernd Begemann – so wie niemals zuvor

Bernd Begemann und ich teilen zwei Dinge: 1. sind wir in der gleichen kleinen Stadt aufgewachsen und 2. hassen wir es, wenn während eines Konzerts sich jemand im Publikum unterhält. Boah. Ausflippen könnt ich. Er auch.

Ich habe schon so oft Konzerte von Bernd Begemann gesehen, dass man eigentlich meinen könnte, dass es langsam mal reicht. Tut es aber nicht. Es ist eine Show, die ich gerne jährlich mitnehme. Wenn es sich anbietet, dann auch mehrmals im Jahr. Natürlich habe ich ihn am häufigsten in Bielefeld gesehen, aber auch schon in Bad Salzuflen, in Haldern und in Hamburg. Und dann gestern in Essen. Im „Grend“, ein gemütliches Kulturzentrum mit ziemlich kleinem Konzertraum. Dieser war zwar auch nicht ausverkauft, aber zu Konzerten von Bernd Begemann geht wohl auch nicht jeder.

Das erste Mal Bernd Begemann, so wie es noch nie zuvor war. Zum einem das Publikum: vielleicht stimmen die Klischees doch, denn das Publikum gestern klatschte und sang mit – auch ohne Aufforderung, einfach nur so. Sowas würde einem in Ostwestfalen ja eher nie passieren. Da quatschen dann allerdings auch weniger Leute (siehe oben). Das Publikum war übrigens bunt gemischt. Das gibt Hoffnung für den Indie-Nachwuchs.

Was auch anders war: die Gitarre von Bernd Begemann schien rumzuzicken, war immer wieder ganz schön verstimmt. Daher einige Lieder ohne Gitarre (klang fremd, aber unglaublich gut) und dann dank des Tourmanagers, der in jeder Stadt Freunde zu haben scheint, mit einer Ersatzgitarre, die vom Sound her einiges besser war als seine alte.

Es war das erste Bernd Begemann-Konzert ohne meine Schwester. Das fiel mir auf, als er „Fernsehen mit deiner Schwester“ anstimmte, was sozusagen „unser“ Lied ist. Es klappte dann aber auch ohne sie.

Alles anders? Nicht ganz: das Konzert dauerte dann wieder mal (inkl. Pausen) drei Stunden. Und bei „Fernsehen mit deiner Schwester“ muss ich immer noch an Bollywood-Filme denken. Manches bleibt.

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Kategorien: our night out | Hinterlasse einen Kommentar

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