der Vorleser

Der Herbst ist da und es gibt wieder viel Zeit für Stunden auf dem Sofa, unter der Decke, mit einem Buch in der Hand. Zeit nehmen und lesen, wenn es draußen sowieso nur regnet. Im Fernsehen läuft meist nur Grütze, da les ich doch einfach was. Da kann man zwischendurch mal eine Pause machen, ohne, dass man was verpasst. Da kann man sich verlieren und sich finden. Lesen ist toll. Bücher sind toll.

Ich kaufe gerne Bücher und ich lese gern, aber noch lieber lasse ich mir vorlesen. In diesem Haushalt ist es Tradition geworden, dass man sich abends noch gegenseitig Geschichten vorliest und das geht natürlich am Besten mit Büchern, die Kurzgeschichten oder recht kurze Kapitel beinhalten. Wenn ich schon im Bett liege, die warme Decke über mir und dann wird mir vorgelesen – schönere Momente gibt es kaum.

Ich lasse mir aber auch so gerne vorlesen und deshalb gehe ich gerne zu Lesungen und Lesebühnen. Während ich Poetry Slams ja kaum noch ertrage, mag ich Lesungen weiterhin sehr gern. Ich freue mich immer, wenn Autoren aus ihren Werken vorlesen und mich damit begeistern. Wenn ich dann später ihre Bücher lese und dabei ihre Mimik vorstellen und ihre Stimme im Ohr haben kann. Lesungen lassen mich Bücher noch mehr lieben. Sie bringen einen näher an den Autoren heran, sie wachsen mir ans Herz.

Zwei Lesungen in den letzten zwei Tagen. LMBN in Dortmund und Marc-Uwe Kling in Hagen. Ein Buch von Marc-Uwe Kling fand ich mal vor ein paar Monaten zufällig in einer Buchhandlung und las es dann Abend für Abend vor. Ich lachte somit über mehrere Wochen hinweg abendlich vorm Schlafen gehen und freute mich, als ich eine Karte für die Lesung geschenkt bekam. Er las mir (natürlich nicht nur mir) vor, sang dazu noch Lieder und bereitete uns mehr als nur Freude damit, dass er Berühmtheiten „fremde“ Zitate in den Mund legte. Also zum Beispiel (von seiner Facebook-Seite geklaut):

„Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.“ – Mario Barth

Herrlich. Lesungen bringen einem also nicht nur neue Bücher ins Regal (sowohl bei LMBN als auch bei Herrn Kling konnte ich nicht widerstehen), sondern auch wunderbare Spiele ins Haus, die einem die Zeit vertreiben. Es sollten immer Bücher da sein.

Ach ja, und:

„Es ist nicht wichtig, was eine Frau sagt. Wichtig ist nur, dass sie hübsch dabei aussieht.“ (Heidi Klum)

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Kategorien: Entdeckt & Gesehen | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „der Vorleser

  1. Soul Painting

    mir geht es
    immer wieder
    so

    wenn ich
    hier
    lese

    an dieser stelle:
    DANKE

    für eine sprache die

    schmunzeln
    kopfnicken
    große augen

    macht

  2. Miss James

    danke 🙂

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