was gegen Langeweile

Meine Gedanken heute Morgen beim Zähneputzen: „Es ist schon so lange nichts mehr passiert. Ich erlebe gar nichts mehr, was ich mal bloggen kann…“ Ich hatte da zwar schon so ein paar Sachen, die demnächst anstehen, aber jetzt gerade plätschert alles so ein bisschen vor sich hin.

Heute Vormittag im Büro: „Narf. Die Sirenen nerven.“ Ja, es ist halt so, dass das Gebäude irgendwie in der „Einflugschneise“ von Feuerwehr und Rettungsdienst liegt. Sirenen sind da keine Seltenheit. Aber so viele? Und dann irgendwann fragte die Kollegin, die am Fenster sitzt, ob es vielleicht bei uns brennt. Unterm Fenster stünden vier Feuerwehrwagen.

Es kamen noch etliche, verschiedene Feuerwehrwagen (sogar solche, die ich bisher noch nie gesehen hatte, sogar so eine Art Feuerwehr-Linienbus), Polizei und mehrere RTWs dazu. Zusammen waren es bestimmt 20 Stück oder mehr. Und es brannte nicht bei uns. Immerhin. Aber so ein Großaufgebot an Einsatzkräften habe ich noch nicht erlebt. Es wurde aber schnell klar, dass es gar nicht unser Gebäude betraf, sondern das Gebäude auf der anderen Seite der Kreuzung. Die Straße dazwischen wurde abgesperrt, die Feuerwehr baute eine mobile Einsatzzentrale auf und zog grüne Marsmännchen-Anzüge an. Alles irgendwie sehr unwirklich. Und man selbst nur eine Straßenbreite entfernt. Wobei ich schon froh war, auf der Seite des Gebäudes zu sitzen, die weiter entfernt ist. Was auch immer dort passiert – mich schützt hier noch mindestens ein halbes Gebäude.

Dann kam auch irgendwann die Information, dass zwei Chemiefässer (erst munkelte man, dass es Gastanks sind) im Nachbarbetrieb zu explodieren drohten. Und so saßen wir dann nun in den Büros, scherzten ein bisschen rum, versuchten uns auf die Arbeit zu konzentrieren, fragten uns, was wir machen sollten, wenn und warteten irgendwie doch auf einen Knall. Wie laut würde das wohl sein? Und dann? Rauslaufen und weg oder doch im Gebäude bleiben?

Um es kurz zu machen: der Knall kam nicht. Ich werde mir die nächsten Wochen beim Zähneputzen nicht mehr wünschen, dass mal wieder was aufregendes passiert. Und dann der treffend trockene Kommentar aus dem Büro zum Abschluss: „Wir haben es ja alle überlebt.“

(Bilder gibt es hier)

Advertisements
Kategorien: Mixtape (uncategorized) | 4 Kommentare

Beitragsnavigation

4 Gedanken zu „was gegen Langeweile

  1. ann

    hm… tja, was macht man, wenn es dann doch passiert? Vom Gefühl her würde ich sagen „raus und weg“, aber wohin, wenn es quasi vor der Tür passiert ist? Schwierig… Aber zum Glück ist ja nichts passiert. 🙂

  2. Naja, es gibt ja mehrere Türen. Irgendwo wären wir raus gekommen 😉

  3. ann

    Ach ja, diese großen Unternehmen… Wir dagegen wären wahrscheinlich verloren gewesen. 😉

  4. Ninni

    Also ich würd erst mal abwarten, wer weiß was da sonst so in der Luft ist… Aber ist ja zum Glück nichts passiert. Puh 🙂 Da haben die Ruhr Nachrichten vor lauter Schreck auch gleich mal den Namen der Firma falsch geschrieben ;D

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: