Beady Eye @ Zeltfestival Ruhr

Zum ersten Mal war ich beim Zeltfestival Ruhr, welches am Kemnader See – und somit ziemlich in meiner Nähe – stattfindet. Siebzehn Tage lang dauert das und jeden Tag gibt es einzweidrei Acts im Programm. Dabei ist auch ziemlich viel schlimmer Gruselschund, aber eben auch Beady Eye. Beady Eye an einem heißen Sommerabend.

Das wirklich tolle am Festival ist das das ganze Drumherum. Man kann auch ohne Konzertticket auf das Gelände kommen (dafür muss man dann 2 € Eintritt berappen) und viele der Besucher sahen auch durchaus so aus, als verbrächten sie dort einfach nur einen schönen Abend. Inmitten von Strandatmosphäre, inmitten von Essens-Zelten mit wirklich unglaublich hochwertigem, leckerem und dazu noch recht günstigem Essen, fernab von all dem Festival-Fast Food, welches man sich sonst so reinhaut. Und inmitten von Pavillons und kleinen Zelten, die Kinkerlitzchen, Nippes und Dawanda-eskes verkaufen. Wäre ein Geldautomat auf dem Festival: ich wäre jetzt arm.

Weil so ein schöner Sommerabend war, sind wir extra früher hingfefahren, um dort noch ein wenig rumzulungern und etwas zu essen. Würde ich noch näher am Kemnader See wohnen und wäre nicht nahezu jeden Abend Weltuntergangsgewitter, dann würde ich da sicherlich noch häufiger hinfahren. Einfach die Atmosphäre genießen, Leute gucken und den Feierabend ganz lauschig verbringen.
Aber eigentlich waren wir ja eh wegen Beady Eye dort. Die hatten wir zwar im Frühjahr erst in Köln gesehen, aber es wäre ja eine Schande, wenn man sich das entgehen ließe.

Beady Eye haben im größten Zelt gespielt. Und das ist mal wirklich groß. Als ich es betrat und mich umschaute dachte ich noch „Größer als das E-Werk in Köln…“ Aber das geht doch nicht, oder? Ein Teil des Zeltes (mit einer Art Tribüne) war sogar mit einem Vorhang abgetrennt und es war immer noch unglaublich groß. Und ich sollte mich dann doch nicht geirrt haben: die Internetseite behauptet, dass in diesem Zelt 4.000 Personen Platz finden. So viele waren beim Konzert nicht da, es war angenehm gefüllt und noch ausreichend Platz zum tanzen und freuen.

Photobucket

Ich mag Beady Eye. Ich mochte auf Anhieb das Album und ich mag ihre Live-Show. Dieses Konzert hat mir sogar noch besser gefallen als das in Köln, obwohl der Sound zeitweise etwas schrebbelig war. Ich mag ihnen zusehen, mag die wechselnden Bühnenhintergrundbilder für (fast) jeden Song. Ich mag, dass es wieder ein bisschen Hymne ist. Weg von den kleinen minimalistischen Liedern, hin zum Großen. Größenwahn in Musik verpackt kann wunderbar funktionieren. Liam Gallagher ist vermutlich größenwahnsinnig. Und er ist vielleicht kein brillanter Texter und er erfindet bestimmt auch bestimmt nicht das Rad neu oder schreibt gerade neue Musikgeschichte, aber er versteht es, große Lieder zu schreiben. Da reicht dann an einigen Stellen auch ein „Nanananana“ als Text. Schade nur, dass halt erst ein Album auf dem Markt ist. So war das Konzert nach nur einer Stunde schon wieder vorbei. Nein, Beady Eye spielen keine alten Oasis-Hits. Warum sollten sie auch. Der Abgang – keine Zugabe – kam etwas ruppig rüber, aber naja. Die Songs davor haben entschädigt.

War das Zeltfestival der krönende Abschluss der Sommer-Festival-Saison oder schon der wunderbare Auftakt zum Konzerte-Herbst (macht euch auf einiges gefasst, hier liegt ein Stapel Konzertkarten!)? Wie auch immer: es war toll. Ich bin begeistert von diesem Festival und kann es nur wärmstens weiterempfehlen. Und ich bin immer noch begeistert von dieser Band – und werde es auch bleiben.

We open the door and let out the sound
All that we heard was a dream rebound
I’m bouncing off walls right here in my mind
I’d kill for a dream tonight
(Beady Eye – Kill For A Dream)

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Kategorien: our night out | Hinterlasse einen Kommentar

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