Are you ready, Art Brut?

Gestern Abend wusste ich wieder, warum ich so gerne auf Konzerte gehe. Und auch, warum ich dafür eine weitere Anfahrt in Kauf nehme. Von Dortmund zur Kölner Autobahnabfahrt sind es etwa eine Stunde. Und dann braucht man für die letzten zweieinhalb Kilometer noch mal ungefähr eine halbe Stunde. Und für die Parkplatzsuche…ach, lassen wir das.

Art Brut spielten gestern Abend in Köln, und ein Konzert von dieser Band ist immer eine Reise wert. Nicht nur musikalisch, sondern auch rein vom Entertainment her. Das tolle an Konzerten generell ist aber auch, dass man mit dem Support auch mal wieder eine tolle Band entdecken kann. Eigentlich bin ich gar nicht so ein großer Freund von Vorbands, weil ich immer so ungeduldig bin und den Haupt-Act sehen möchte. Vorbands sind oft Zeitverschwendung. Und dazu auch oft noch ganz schlimme, gruselige Lokalbands. Aber so ab und an, da findet man dabei eine richtige Perle. Und gestern war es wieder so weit: Buster Shuffle aus London begleiten Art Brut auf ihrer Tour. Und anderen Bands hätten sie eventuell sogar die Show gestohlen. Ein so mitreißendes Konzert habe ich lange nicht erlebt. Eine Mischung aus Indie-Pop und Ska und allem möglichen. Und endlich mal wieder kein Befindlichkeitspop über das Leiden der Straßenschluchten von Brooklyn, sondern fröhliche Musik zum Tanzen und Feiern. So gut, dass ich im Anschluss direkt zum Merchandising-Stand ging und mir das Album „Our Night Out“ kaufte. Und signieren ließ. Und Freund der Facebook-Gruppe wurde. Mehr Huldigung geht kaum.

Und dann Art Brut. Wie immer sehr energiegeladen, sehr publikumsnah (überhaupt lungerte Eddie Argos vor und nach dem Konzert die ganze Zeit zwischen dem Leuten rum und ließ bereitwillig Fotos von sich mit Fans machen), sehr spaßig und rock’n’roll. Und viel zu kurz. Obwohl ich auf dem Rückweg direkt eingeschlafen bin. Das lag aber eher an meiner körperlichen Verfassung als am Konzert.

Zweimal übrigens:

Übrigens habe ich nach dem Konzert nicht um ein Foto mit Eddie Argos gebeten. Obwohl er nicht eine Anfrage abgelehnt hat. Vermutlich wäre es für ihn kein Problem gewesen, ich aber habe im letzten Moment einen Rückzieher gemacht. Jetzt habe ich zwar Zeugen, dass ich direkt neben ihm stand, aber keinen Bildbeweis. Egal, ich weiß, wie es war. Dieses Groupietum muss ja auch mal ein Ende haben.

Übrigens war ich zuvor schon mal dort in Köln im Luxor (damals Prime Club) beim Konzert von Embrace, stand in der ersten Reihe und wäre fast gestorben als Danny McNamara meine Hand nahm. Dieser Laden bringt mir Glück. Und wenn ich es mir recht überlege: verdammt, ich hätte ein Foto mit Eddie Argos haben können. Einmal Groupie, immer Fan.

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Kategorien: our night out | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „Are you ready, Art Brut?

  1. ann

    Wie wahr, Art Brut sind echt immer eine Reise wert. Zumal sie ja anscheinend ein Händchen für ihre Supportbands haben. 🙂

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